Geschäftskonto-Vergleich Juni 2026

Wir haben Geschäftskonten bewertet, um die besten Angebote zu finden. Konten, die grundlegende Leistungen mit minimalen Gebühren verbinden und mit hohen Zinssätzen und 24/7-Support punkten.
Kevin Pflock
analysiert seit 11 Jahren Geschäftskonten
Von unserer Redaktion aktualisiert
Stand:
14. Juni 2026
Daten aktuell
Von Experten geprüft
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Empfehlung

kostenlos

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Anbieter

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Vivid Logo
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Vivid Logo
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Finom Logo
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Finom Logo
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Tide Logo
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Accountable Logo
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Fyrst Logo
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Qonto Logo
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Qonto Logo
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Holvi Logo
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ING Logo
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Monatliche Kontoführung

0 €

0 €

0 €

ab 9 €

0 €

0 €

0 € im 1. Jahr, dann 10 €

0 €

ab 9 €

0 €

ab 0 €

0 €

Unterstütze Unternehmensformen

Einzelunternehmen + Freiberufler

nur GmbH, UG, OHG etc.

Einzelunternehmen + Freiberufler

alle

alle außer OHG, AG, KG

Einzelunternehmen + Freiberufler

alle außer AG

Gewerbe + Freiberufler

alle

alle

Freiberufler, Einzelunternehmen, e. K., GmbH, KG, OHG

nur Einzelunternehmen

Kostenlose beleglose Buchungen p. M.

unbegrenzt

unbegrenzt

bis 2.500 € p. M. kostenlos, dann 0,3 % Gebühr

bis 25.000 € p. M. kostenlos, dann 0,03 % Gebühr

5 kostenlos, jede weitere Buchung 0,20 €

alle kostenlos

75, dann 0,08 € pro Buchung

5, dann 0,20 € pro Buchung

30, dann 0,20 € pro Buchung

keine, 0,25 € pro Buchung

keine, ab 0,10 € pro Buchung

keine, 0,10 € bis 0,20 € pro Buchung

Neukundenaktion

350 € Bonus

350 € Bonus

200 € Bonus

bis zu 60 % Rabatt

bis zu 12 Monate gratis + 200 € Bonus

Kostenlose beleghafte Buchungen

nicht möglich

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nicht möglich

nicht möglich

nicht möglich

nicht möglich

keine, jede 5 €

nicht möglich

nicht möglich

nicht möglich

nicht möglich

nicht möglich

Enthaltene Debitkarten

unbegrenzt

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1 (3 € p. M.)

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Enthaltene Kreditkarten

unbegrenzt

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keine

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Enthaltene virtuelle Debitkarten

unbegrenzt

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1, jede weitere 3 €

keine

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Anzahl Unterkonten

unbegrenzt, nur Euro-Konten

unbegrenzt, nur Euro-Konten

1, jedes weitere 4 €

2, jedes weitere 2 € p. M.

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Kosten Bargeldeinzahlung

nur per Überweisung möglich

nur per Überweisung möglich

nur per Überweisung möglich

nur per Überweisung möglich

nur per Überweisung möglich

nur per Überweisung möglich

2,50 € je angefangene 5.000 €

nur per Überweisung möglich

nur per Überweisung möglich

nur per Überweisung möglich

9,50 € je angefangene 5.000 € via Reisebank AG

nur per Überweisung möglich

Kosten Bargeldauszahlung

unter 50 € und über 200 €: 3 % des Auszahlbetrages, 200 € kostenfrei p. M.

unter 50 € und über 200 €: 3 % des Auszahlbetrages, 200 € kostenfrei p. M.

1–8 % des Auszahlbetrages

bis 500 € kostenlos, dann 1–8 % des Auszahlbetrages

2 € + evtl. Bankgebühren

kostenlos innerhalb SEPA-Zone

kostenlos bei der Cash Group und vielen Shell-Tankstellen

je nach Debitkarte

je nach Debitkarte

2,5 % Gebühr

3 pro Monat kostenlos, dann 2 € je Abhebung

2,99 € je Auszahlung

Cashback

bis zu 2 %

bis zu 2 %

0 %

1 %

2 %

bis 30 € p. M.

0,5 %

Schufa-Abfrage

nein

nein

nein

nein

nein

nein

ja

nein

nein

ja

nein

nein

Buchhaltungsintegrationen

Deutsche IBAN

Apple und Google Pay

Kreditvergabe

über Partner

über Partner

über Partner

Dispokredit

Guthabenzinsen

4 Monate 4 % p. a., dann 0,5 % p. a.

4 Monate 4 % p. a., dann 0,1 % p. a.

5 Monate 5 % p. a., dann 0,1 % p. a.

5 Monate 5 % p. a., dann 0,75 % p. a.

4,25 % p. a. für 4 Monate (Neukunden), dann 1,5 % p. a.

bis zu 4 % p. a., nur für GmbH und UG

3,5 % p. a. für 4 Monate (max. 1 Mio. €), danach 1 % p. a.

bis 2,3 % p. a.

Filialen

Einlagensicherung

keine

keine

Keine gesetzliche Einlagensicherung¹

Keine gesetzliche Einlagensicherung¹

100.000 €

100.000 €

437.500 €

100.000 €

100.000 €

100.000 €

100.000 €

100.000 €

Stand: Juni 2026 · Quelle: Anbieter-Websites · Kein vollständiger Marktüberblick.
¹ Gelder werden nach Safeguarding-Prinzip getrennt auf Treuhandkonten (u. a. bei BNP Paribas) verwahrt.

In Deutschland buhlen über 35 Anbieter um Geschäftskunden, und die Monatspreise reichen von null bis über 80 Euro. Der eigentliche Unterschied steckt aber selten im Grundpreis, sondern in Details wie der Zahl der inklusiven Buchungen. Genau da haben wir genauer hingeschaut.

Für diesen Vergleich haben wir 27 Geschäftskonten von 17 Banken geprüft und die sieben besten ausgewählt, jeweils passend für Freiberufler, Einzelunternehmer oder GmbH-Gründer. Eine Sache lohnt sich vorab zu wissen: Ein kostenloses Konto kann am Ende teurer sein als eines mit 9 Euro Monatsgebühr, weil die Buchungsgebühren den Unterschied machen. Rechne deinen eigenen Fall also einmal durch.

Bewertet haben wir jeden Anbieter nach vier Kriterien: den Kontogebühren übers Jahr gerechnet, den Buchungskosten bei realistischem Transaktionsvolumen, dem Angebot an Zusatzfunktionen wie einer Verbindung zu DATEV, Rechnungstools und Unterkonten sowie dem Kundenservice im Test. Alle Preise entsprechen dem Stand Mai 2026. Wenn sich ein Tarif geändert hat, schau am besten direkt auf der Webseite des Anbieters nach.

Kevin Pflock

Rechne nicht nur die Grundgebühr aus. Zähl deine Buchungen und multipliziere sie mit deren Kosten. Ein kostenloses Konto kann am Ende teurer sein als eines für 9 Euro.

Kevin Pflock – Experte für Geschäftskonten

Die besten Anbieter 2026

  • Vivid Business: bestes kostenloses Konto ohne Buchungslimit
  • Finom: bestes All-in-one-Konto mit Buchhaltung und Cashback
  • Qonto: bestes Konto für Teams, KMU und alle Rechtsformen
  • FYRST Base: bestes dauerhaft kostenloses Konto für Freiberufler
  • Holvi Pro: bestes Konto mit integriertem Rechnungstool
  • Tide: bestes Konto mit Zinsen auf dem Guthaben
  • N26 Business Smart: bestes Konto für Einzelunternehmer

Was ist neu?

Neobanken prägen den Markt 2026 deutlich. Qonto hat seine Gebührenstruktur Anfang 2026 umgestellt und macht den Starter-Tarif jetzt für die ersten sechs Monate kostenlos. Finom gibt bis zu 3 Prozent Cashback auf Kartenzahlungen zurück, was für ein deutsches Geschäftskonto ungewöhnlich viel ist.

Bei den Zinsen tut sich ebenfalls etwas: Tide zahlt 4 Monate 4,25 Prozent auf das Guthaben und FYRST von der Deutschen Bank bleibt für Freiberufler dauerhaft kostenlos. Auch die ING hat ihr Geschäftskonto 2026 erweitert. Insgesamt geht der Trend zu kostenlosen Basiskonten, die man bei Bedarf mit Extras aufstocken kann.

Laut KfW-Gründungsmonitor 2025 gab es 2024 in Deutschland 585.000 Gründungen, davon 82 Prozent Solo-Selbstständige. Gerade für diese Gruppe ist die Auswahl an günstigen Konten heute größer als noch vor ein paar Jahren.

So testen unsere Experten

Für den Test haben wir 27 Geschäftskonten von 17 Banken analysiert und nach vier Kriterien bewertet: Kontogebühren, Zusatzfunktionen, Kartenangebot und Kundenservice. Alle Preise haben den Stand Mai 2026.

Für die Kostenrechnung sind wir zwei Musterunternehmen durchgegangen: ein Freiberufler mit 30 Buchungen pro Monat und eine GmbH mit 150 Buchungen pro Monat. Beide Profile sind realistisch und decken die häufigsten Fälle ab.

Geschäftskonto-Vergleich 2026: Die 7 besten Firmenkonten im Test

Wir haben die wichtigsten Geschäftskonten für Gründer und Selbstständige unter die Lupe genommen – und bewertet, was im Alltag wirklich zählt: Kosten, Buchungsgebühren, DATEV-Anbindung, Rechnungstools, Zinsen und Support.

Persönliche Expertenberatung

Fragen rund um das Thema Geschäftskonto? Unsere Experten beraten dich gern unverbindlich und kostenlos per E-Mail.

✉️ geschaeftskonto@junge-gruender.de

Wir antworten in der Regel innerhalb von 24 Stunden.

Vivid Business: bestes kostenloses Konto ohne Buchungslimit

Vivid hat zwei separate Tarifsysteme: allgemeine Tarife (Free Start, Basic, Pro, Enterprise, Enterprise+) für im Handelsregister eingetragene Unternehmen und Tarife für Kleingewerbe und Freiberufler (Standard, Prime, Pro, Pro+).

Vivid Business ist das einzige dauerhaft kostenlose Konto im Test mit unbegrenzten Buchungen. Das ist sein größter Pluspunkt. Gerade Gründer wissen am Anfang oft nicht, wie viele Transaktionen pro Monat zusammenkommen. Bei Vivid musst du dir darüber keine Gedanken machen.

Dazu gibt es beliebig viele virtuelle und physische Karten sowie unbegrenzt Unterkonten mit eigener IBAN, etwa je eines für Spesen, Betriebsmittel und Marketingbudget. Außerdem hat Vivid eine DATEV-Anbindung, integrierte Rechnungstools und verzichtet auf eine Schufa-Abfrage bei Kontoeröffnung.

Vivid Unterkonten in der Praxis

Angenommen, du willst Steuern, Rücklagen und laufende Kosten sauber trennen. Dafür legst du drei Unterkonten an, jedes mit eigener IBAN, und richtest Daueraufträge ein. Ein fester Prozentsatz jeder Einnahme wandert aufs Steuerkonto, die Rücklagen-IBAN bekommt einen festen Betrag, alles ohne Zusatzgebühren. In dieser Form bietet das kein anderes kostenloses Konto.

Vivid und das Tagesgeldkonto

Das Firmentagesgeldkonto bringt 4 Prozent Zinsen pro Jahr für 4 Monate. Es läuft separat, ist aber direkt mit dem Geschäftskonto verknüpft, sodass deine Liquiditätsreserve nebenbei Zinsen abwirft.

Der Schwachpunkt ist der Kundenservice. Vivid ist täglich 24 Stunden per Chat erreichbar, eine Telefonnummer gibt es nicht. Für einfache Fragen reicht der Chat, bei komplexeren Problemen kann die Wartezeit aber lang werden. Wer auf Telefon-Support angewiesen ist, ist bei FYRST oder einer Filialbank besser aufgehoben.

Was Vivid Business gut macht:

  • dauerhaft kostenlos, keine Buchungsgebühren
  • unbegrenzte Buchungen inklusive
  • unbegrenzte Unterkonten mit eigener IBAN
  • unbegrenzte physische und virtuelle Debitkarten
  • Firmentagesgeldkonto mit 4 % Zinsen für 4 Monate, danach je nach Kontomodell

Was Vivid Business weniger gut macht:

  • nur Chat-Support (kein Telefon)
  • keine Bargeldeinzahlung

Für Kunden, die ohne Fixkosten und ohne Buchungslimit starten wollen, ist Vivid Business die beste Wahl im Test.

  • Am besten für: Gründer, die Fixkosten niedrig halten und unbegrenzt buchen wollen
  • Besonderheit: unbegrenzte Buchungen bei 0 Euro pro Monat
  • Firmentagesgeld-Zinsen 4 % für 4 Monate, danach je nach Kontomodell
  • Schwäche: kein Telefon-Support
  • Preis: ab 0 € proMonat
  • Bewertung: 4,8/5

Finom: bestes All-in-one-Konto mit Buchhaltungsfunktionen

Finom ist mehr als nur ein Geschäftskonto, weil es Rechnungsstellung, Belegverwaltung und Banking unter einem Dach bündelt. Seit der Tarifumstellung im September 2025 gibt es fünf Kontomodelle: den kostenlosen Solo-Tarif sowie Basic, Smart, Pro und Grow. Bei jährlicher Zahlung sparst du gegenüber der monatlichen Abrechnung rund 20 Prozent. Alle Preise verstehen sich netto, für Kleinunternehmer ohne Vorsteuerabzug kommen noch 19 % MwSt. dazu.

Die fünf Tarife (Stand Juni 2026) im Überblick:

Solo (0 €/Monat): für Freiberufler und Einzelunternehmer, ein Nutzer, eine virtuelle Karte (keine physische Karte inklusive), 2.500 € kostenloses SEPA-Überweisungsvolumen pro Monat, 0 % Cashback, Chat-Antwort innerhalb von rund einem Werktag.

Basic (10,99 €/Monat, 9 € bei Jahreszahlung): für kleine Teams bis 2 Nutzer, je eine physische und drei virtuelle Karten pro Nutzer, 25.000 € freies SEPA-Volumen, 1 % Cashback, Chat-Antwort meist binnen 3 Stunden.

Smart (27,99 €/Monat, 23,99 € Jahreszahlung): für kleine bis mittlere Unternehmen, drei physische und zehn virtuelle Karten pro Nutzer, 50.000 € freies SEPA-Volumen, 3 % Cashback, Chat-Antwort meist in wenigen Minuten.

Pro (149 €/Monat, 119 € Jahreszahlung): für wachsende Firmen mit hohem Transaktionsvolumen, 100.000 € freies SEPA-Volumen, ungedeckeltes Cashback bis 0,5 %, eigenes Account-Management.

Grow (339 €/Monat, 249 € Jahreszahlung): das umfangreichste Paket mit persönlicher Kundenbetreuung und ungedeckeltem Cashback bis 1 %.

Das Rechnungstool ist der größte Pluspunkt und in allen Tarifen enthalten: Du schreibst Rechnungen direkt in der App und verschickst sie per E-Mail, ganz ohne externes Programm. Eingehende Zahlungen gleicht Finom automatisch ab und erkennt, welche Rechnung schon bezahlt ist. Bei überfälligen Rechnungen erinnert dich die App von selbst. Das spart jede Woche Zeit, vor allem wenn viele Rechnungen offen sind.

Finom und der Cashback

Beim Cashback staffelt Finom nach Tarif: 0 Prozent im Solo-Tarif, 1 Prozent im Basic-Tarif, 3 Prozent im Smart-Tarif sowie ungedeckeltes Cashback von bis zu 0,5 Prozent (Pro) und 1 Prozent (Grow). Der Haken: In Basic und Smart ist das Cashback gedeckelt, auf 15 Euro und 30 Euro pro Monat. In Basic gibt es Cashback außerdem erst ab 1.500 Euro Kartenumsatz im Monat. Nur Pro und Grow rechnen ohne Monatslimit ab.

Ein Rechenbeispiel: Bei 2.000 Euro Kartenzahlungen im Monat bringt der Solo-Tarif nichts (0 %). Im Basic-Tarif wären es rechnerisch 20 Euro, durch die Deckelung bleibt es bei 15 Euro. Im Smart-Tarif ist die 30-Euro-Grenze schon ab rund 1.000 Euro Kartenumsatz erreicht, also 30 Euro pro Monat und 360 Euro im Jahr. Wer sehr viel über die Karte abwickelt, fährt langfristig mit dem ungedeckelten Cashback in Pro oder Grow besser. Und wer den Smart-Deckel jeden Monat ausschöpft, bekommt mit 30 Euro mehr zurück, als der Tarif bei Jahreszahlung kostet (23,99 Euro). Das Konto trägt sich dann praktisch von selbst.

Buchhaltungs-Integrationen wie DATEV, Lexware Office und sevdesk lassen sich tarifübergreifend anbinden. Anders als früher braucht es für die DATEV-Schnittstelle nicht mehr zwingend einen kostenpflichtigen Tarif.

Wer kann Finom nutzen?

Der kostenlose Solo-Tarif ist auf Freiberufler und Einzelunternehmer beschränkt. Kapitalgesellschaften wie GmbH, UG oder AG sowie Personengesellschaften (GbR, OHG, KG, PartG) können ebenfalls ein Konto eröffnen, dann aber über die kostenpflichtigen Tarife ab Basic. Die GmbH-Einschränkung früherer Jahre ist damit weitgehend weggefallen. Den Kundenservice erreichst du nur per Chat, nicht per Telefon. Wie schnell du eine Antwort bekommst, hängt vom Tarif ab: von rund einem Werktag im Solo-Tarif bis zu wenigen Minuten ab dem Kontomodell Smart.

Finom für den Start

Für frisch gestartete Selbstständige ist das ein angenehmer Weg: Mit dem kostenlosen Solo-Tarif gehst du kein Risiko ein und zahlst erst, wenn du weißt, was du wirklich benötigst. Beachten solltest du nur, dass Solo inzwischen recht knapp geschnitten ist: nur 2.500 Euro freies Überweisungsvolumen pro Monat, kein Cashback und keine physische Karte inklusive. Wer mehr benötigt, wechselt für ab 9 Euro (jährliche Zahlungsweise) auf den Basic-Tarif.

Was Finom gut macht:

  • fünf Tarife vom kostenlosen Solo bis Grow
  • Rechnungstool mit automatischem Zahlungsabgleich in allen Tarifen
  • Buchhaltungs-Integrationen: DATEV, Lexware Office und sevdesk
  • bis zu 3 % Cashback (Smart), in Pro und Grow sogar ohne Monatslimit
  • Kontoeröffnung für alle gängigen Rechtsformen

Was Finom weniger gut macht:

  • nur Chat-Support (kein Telefon)
  • Solo stark eingeschränkt: nur 2.500 € freies SEPA-Volumen, 0 % Cashback, keine physische Karte inklusive
  • Cashback in Basic und Smart gedeckelt (15 € und 30 € pro Monat)
  • Basic-Cashback erst ab 1.500 € Kartenumsatz im Monat

Wer Rechnungsstellung und Banking zusammenführen will, ist bei Finom richtig – zumal der Solo-Tarif kostenlos startet und das Rechnungstool in allen Tarifen enthalten ist.

  • Am besten für: Freiberufler, Einzelunternehmer und kleine Teams, die Rechnung und Banking in einem Tool wollen
  • Besonderheit: automatischer Abgleich zwischen Rechnungen und Kontoeingängen; DATEV- und Buchhaltungs-Integrationen jetzt in allen Tarifen (auch kostenlos)
  • Schwäche: kein Telefon-Support; Cashback in Basic und Smart gedeckelt (max. 15 € und 30 €/Monat); Solo nur mit 2.500 € freiem SEPA-Volumen und ohne physische Karte
  • Preis: ab 0 € (Solo), Basic ab 9 €/Monat (jährlich) oder 10,99 €/Monat (monatlich) – alle Preise netto
  • Bewertung: 4,5/5

Tide: bestes Konto mit Zinsen auf dem Guthaben

Tide ist 2026 einer der wenigen Anbieter, die Zinsen direkt auf dem laufenden Konto zahlen, und zwar 4,25 Prozent pro Jahr für 4 Monate. Für Einzelunternehmer, die Rücklagen auf dem Konto liegen lassen, ist das bares Geld.

Das Basiskonto selbst ist kostenlos, pro Buchung fallen aber 0,20 Euro an. Bei zehn Buchungen im Monat sind das 2 Euro, bei 80 schon 16 Euro. Für ein aktives Konto wird das schnell zu teuer.

Tide und die DATEV-Anbindung

Ungewöhnlich ist, dass die DATEV-Anbindung schon im kostenlosen Basiskonto steckt. Die meisten Anbieter stellen DATEV erst hinter eine Bezahlschranke. Für Freiberufler mit Steuerberater spart das also echte Kosten. Zum Vergleich: Bei Qonto kostet der Smart-Tarif mit DATEV 19 Euro im Monat, bei Tide ist DATEV gratis. Wer wenig bucht, spart so über 200 Euro im Jahr.

Geeignet ist Tide für Einzelunternehmer und Freiberufler. Nicht alle Rechtsformen werden akzeptiert, GmbH- und UG-Inhaber müssen sich also woanders umsehen.

Wann lohnt sich Tide?

Am meisten holen Selbstständige aus Tide heraus, die wenige Buchungen haben und gleichzeitig mehr als 10.000 Euro auf dem Konto liegen lassen. Trifft beides zu, kassierst du die Zinsen praktisch ohne Zusatzkosten. Bei vielen Buchungen kippt die Rechnung dagegen schnell, weil sich die 0,20 Euro pro Buchung summieren.

Tide: Wie viel bringen die Zinsen?

Konkret bringt das bei 5.000 Euro Guthaben rund 212 Euro Zinsen im Jahr, bei 10.000 Euro etwa 425 Euro und bei 20.000 Euro rund 850 Euro. Während die meisten Geschäftskonten gar keine Zinsen zahlen, gibt es bei Tide 4,25 Prozent, ohne dass du etwas umschichten musst. Das Geld bleibt einfach liegen.

Was Tide gut macht:

  • 4,25 % Zinsen für 4 Monate auf das Guthaben direkt auf dem Konto
  • kostenloses Basiskonto ohne Grundgebühr
  • DATEV-Anbindung bereits im Gratis-Tarif
  • kostenlose Debitkarte inklusive
  • Online-Kontoeröffnung in wenigen Minuten

Was Tide weniger gut macht:

  • 0,20 € pro Buchung (teuer bei vielen Transaktionen)
  • nicht für alle Rechtsformen verfügbar
  • jüngerer Anbieter mit kürzerem Track Record

Bei wenigen Buchungen und hohem Kontostand nimmt man bei Tide die Zinsen praktisch nebenbei mit. Bei hohem Buchungsvolumen lohnt es sich nicht.

  • Am besten für: Einzelunternehmer mit Liquiditätsreserven, die Zinsen mitnehmen wollen
  • Besonderheit: 4,25 % Zinsen für 4 Monate auf das Guthaben direkt auf dem laufenden Konto
  • Schwäche: Buchungsgebühren machen das Konto bei hohem Volumen teuer
  • Preis: ab 0 € pro Monat
  • Bewertung: 3,8/5

FYRST Base: bestes dauerhaft kostenloses Konto für Freiberufler

FYRST kommt von der Deutschen Bank, und das Base-Konto ist dauerhaft kostenlos. Es richtet sich an Freiberufler, Einzelunternehmer und Kleingewerbetreibende. 50 Buchungen im Monat sind inklusive, jede weitere kostet 0,19 Euro.

Der wichtigste Vorteil ist die Bargeldeinzahlung. An den Automaten der Cash Group, also unter anderem von Deutscher Bank und Postbank, zahlst du kostenlos ein. In Deutschland sind das über 9.000 Standorte.

Wer benötigt Bargeldeinzahlung?

Für einen Webentwickler spielt das keine Rolle, für ein Café oder einen Marktstand dagegen schon: Wer täglich Bargeld einnimmt, muss es auch einzahlen können. Neobanken wie Vivid oder Finom bieten das nicht, FYRST schon. Unter den kostenlosen Konten im Test steht FYRST damit ziemlich allein da.

Den Telefon-Support erreichst du montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 15 Uhr. Bei einem kostenlosen Konto ist das selten, denn die meisten Neobanken bieten nur Chat.

Für GmbHs und UGs ist FYRST Base nicht geeignet; Kapitalgesellschaften benötigen FYRST Complete ab 10 Euro im Monat. Für Solo-Selbstständige mit wenigen Buchungen gehört FYRST Base aber zu den besten kostenlosen Konten in Deutschland.

FYRST: Wann reichen 50 Buchungen?

50 Buchungen im Monat klingen knapp, sind aber für viele mehr als genug. Rechne es durch: Ein Texter mit drei Kunden kommt auf etwa sechs Buchungen für Ein- und Ausgänge, dazu ein paar laufende Abos für Mobilfunk, Cloud und Software. Macht vielleicht 20 Buchungen. Jede Buchung über das Limit hinaus kostet 0,19 Euro. Selbst 20 Extra-Buchungen wären also nur 3,80 Euro. Teurer als N26 Business Smart wird FYRST Base erst ab rund 100 Buchungen. Für die meisten Freiberufler reichen die 50 Gratis-Buchungen damit aus.

Was FYRST Base gut macht:

  • dauerhaft kostenlos für Freiberufler und Einzelunternehmer
  • kostenlose Bargeldeinzahlung und -abhebung bei der Cash Group
  • Telefon-Support montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr
  • Angebot der Deutschen Bank mit voller Einlagensicherung

Was FYRST Base weniger gut macht:

  • nur 50 Buchungen pro Monat inklusive
  • nicht für GmbH, UG oder andere Kapitalgesellschaften
  • Unterkonto ist kostenpflichtig
  • keine Buchhaltungstools

Für Freiberufler, die ein kostenloses Konto mit Bargeldeinzahlung und Telefon-Support suchen, ist FYRST Base die naheliegende Wahl. Beim Thema Bargeld zieht hier keiner mit.

  • Am besten für: Freiberufler mit wenigen Buchungen und Bedarf an Bargeldeinzahlung
  • Besonderheit: kostenlose Bargeldeinzahlung bei der Cash Group
  • Schwäche: 50 Buchungen im Monat sind schnell erschöpft
  • Preis: ab 0 € pro Monat (50 Buchungen inklusive, danach 0,19 € pro Buchung)
  • Bewertung: 4,0/5

Qonto: bestes Konto für Teams und alle Rechtsformen

Qonto gehört zu den am häufigsten empfohlenen Geschäftskonten in Deutschland, was vor allem am großen Funktionsumfang liegt. Es ist für jede Unternehmensform offen: Einzelunternehmer, GbR, GmbH, UG, AG und OHG. Wenn mehrere Personen ein Konto mit getrennten Zugriffsrechten teilen sollen, gibt es kaum ein besseres Angebot.

Der Starter-Tarif ist aktuell sechs Monate lang kostenlos. Danach liegt der Essential-Tarif bei 49 Euro im Monat und enthält 250 Buchungen sowie eine DATEV-Anbindung. Wer weniger benötigt, nimmt den Smart-Tarif für 19 Euro im Monat mit 100 Buchungen.

Die DATEV-Integration ist im Alltag praktisch: Du überträgst Buchungen direkt an deinen Steuerberater, ohne sie von Hand zu exportieren. Auch Lexware Office und sevdesk können angebunden werden. Über den Monat gerechnet spart das einige Stunden.

Qonto in der Praxis

In der App siehst du alle Ausgaben in Echtzeit und kannst Belege per Foto direkt zur passenden Buchung ablegen. Bei jeder Transaktion kommt eine Benachrichtigung, und das Ausgaben-Dashboard zeigt auf einen Blick, wohin das Geld fließt.

Für Teams ist vorwiegend die Nutzerverwaltung stark. Jeder bekommt eigene Zugriffsrechte: Der Buchhalter sieht die Buchungen, Mitarbeiter reichen Ausgaben ein, und die Geschäftsführung behält den Überblick.

Für Gründer ist der Starter-Tarif ein guter Einstieg: sechs Monate kostenlos testen und dann entscheiden. Der Essential-Tarif für 49 Euro im Monat ist danach allerdings happig. Für Solo-Selbstständige mit wenigen Buchungen lohnt er sich kaum, für eine GmbH mit Team dagegen schon.

Qonto für Kapitalgesellschaften

Eine GmbH hat andere Anforderungen als ein Einzelunternehmer. Sie benötigt meist mehrere Nutzerkonten, weil Buchhalter, Geschäftsführer und Mitarbeiter unterschiedliche Zugriffsrechte haben sollen. Bei Qonto lässt sich das genau festlegen. Der Buchhalter sieht zum Beispiel alle Buchungen und Belege, kann aber keine Überweisungen auslösen. Vergeben werden diese Rechte direkt in der App, in wenigen Minuten und ohne IT-Aufwand oder Papierformular.

Was Qonto gut macht:

  • unterstützt alle Rechtsformen (GmbH, UG, GbR, AG, Einzelunternehmer, OHG)
  • DATEV-Anbindung in allen bezahlten Tarifen
  • mehrere Nutzer mit eigenen Berechtigungen
  • Starter-Tarif sechs Monate kostenlos
  • App mit Belegmanagement und Ausgaben-Dashboard

Was Qonto weniger gut macht:

  • Essential-Tarif kostet 49 Euro pro Monat
  • keine Bargeldeinzahlung
  • kein Kontokorrentkredit

Qonto ist eine Alternative für Teams und Kapitalgesellschaften. Solo-Selbstständige mit wenigen Buchungen fahren mit einem der günstigeren Konten weiter oben besser.

  • Am besten für: Teams, GmbHs und wachsende KMU
  • Besonderheit: DATEV-Integration mit Mehrnutzerverwaltung
  • Schwäche: zu teuer für Einzelunternehmer mit unter 50 Buchungen
  • Preis: ab 0 € (6 Monate), danach 19 bis 49 € pro Monat
  • Bewertung: 4,1/5

N26 Business Smart: bestes Konto für Einzelunternehmer

N26 Business Smart kostet 4,90 Euro im Monat und enthält dafür unbegrenzte Buchungen, ganz ohne Buchungsgebühren. Für Einzelunternehmer ist das eine der günstigsten Optionen überhaupt. Auf der Monatsrechnung gibt es dadurch keine Überraschungen.

Praktisch sind außerdem die zehn Unterkonten. Viele Selbstständige nutzen eins davon für die Steuerrücklage und schieben von jeder Einnahme einen festen Anteil dorthin. Am Jahresende liegt das Geld dann bereit.

Das Steuerrücklagen-System mit N26

Ein Beispiel: Bei 5.000 Euro Einnahmen im Monat überweist du automatisch 20 Prozent, also 1.000 Euro, auf ein separates Steuerkonto. Im Januar liegt das Geld fürs Finanzamt dann bereit. Das klingt banal, und das ist es auch. Die meisten Selbstständigen machen es trotzdem nicht. Mit N26 Business Smart ist es schnell eingerichtet: Das Unterkonto hat eine eigene IBAN, auf die du in rund zehn Minuten einen Dauerauftrag legst.

Bargeld abheben ist fünfmal im Monat kostenlos, in Deutschland wie im EU-Ausland. Jede weitere Abhebung kostet 2 Euro, was für die meisten Selbstständigen kein Thema sein dürfte.

Das Konto ist allerdings nur für Einzelunternehmer und Freiberufler gedacht; GmbHs und UGs bekommen es nicht. Auch wer schon ein privates N26-Konto hat, kann kein Geschäftskonto ergänzen, denn N26 erlaubt nur ein Konto pro Person. Und eine DATEV-Anbindung fehlt, sodass du bei DATEV von Hand exportieren musst.

Was N26 Business Smart gut macht:

  • unbegrenzte beleglose Buchungen inklusive
  • 10 kostenlose Unterkonten für die Budgetplanung
  • 4,90 €/Monat ohne Buchungsgebühren
  • 5-mal pro Monat kostenlos Bargeld abheben
  • gut bewertete Banking-App

Was N26 Business Smart weniger gut macht:

  • nur für Einzelunternehmer und Freiberufler
  • nicht mit privatem N26-Konto kombinierbar
  • keine DATEV-Anbindung
  • Debitkarte kostet einmalig eine Gebühr

Wer als Einzelunternehmer wenig zahlen, aber unbegrenzt buchen will, fährt mit N26 Business Smart gut. Der Preis steht fest, die Monatsrechnung bleibt überschaubar.

  • Am besten für: Einzelunternehmer mit regelmäßigem Buchungsaufkommen
  • Besonderheit: 10 Unterkonten für automatisiertes Budgetmanagement
  • Schwäche: nicht für Kapitalgesellschaften, keine DATEV
  • Preis: 4,90 € pro Monat
  • Bewertung: 4,2/5

Holvi Pro: bestes Konto mit integriertem Rechnungstool

Holvi Pro kostet 9 Euro im Monat und vereint Banking, Rechnungsstellung und Belegverwaltung in einer App. Das passt für Freiberufler und kleine Unternehmen, die alles an einem Ort haben wollen.

Das stärkste Argument ist das Rechnungstool. Du schreibst und verschickst Rechnungen direkt in der App und siehst auf einen Blick, welche noch offen sind. Eingehende Zahlungen werden automatisch zugeordnet.

Holvi und E-Rechnungen

Auch E-Rechnungen nach dem neuen deutschen Standard sind möglich. Seit 2025 sind die für viele Unternehmen gesetzlich relevant, und Holvi unterstützt sie direkt. Gegenüber Konten ohne Rechnungstool ist das ein Vorteil.

Buchungen sind unbegrenzt inklusive. Dazu kommen drei klassische Debitkarten, eine virtuelle Karte und fünf Unterkonten mit eigener IBAN. Lexware Office und sevdesk können angebunden werden. Eine direkte DATEV-Anbindung fehlt allerdings. Und die 9 Euro im Monat sind nicht eben billig: Finom bietet im Basic-Tarif ähnliche Funktionen zum gleichen Preis und hat zusätzlich einen kostenlosen Einstiegstarif.

Was Holvi Pro gut macht:

  • unbegrenzte SEPA-Überweisungen und Lastschriften
  • Rechnungstool mit E-Rechnungsunterstützung
  • 5 Unterkonten mit eigener IBAN
  • 3 klassische und 1 virtuelle Debitkarte
  • Anbindung an Lexware Office und sevdesk

Was Holvi Pro weniger gut macht:

  • 9 €/Monat ohne Vorteil gegenüber Finom Basic
  • nur Chat und WhatsApp (kein Telefon)
  • keine DATEV-Anbindung

Holvi Pro lohnt sich für Freiberufler, die 9 Euro im Monat in ein Konto mit starkem Rechnungstool stecken wollen. Im direkten Vergleich mit Finom kostet beides 9 Euro im Monat. Finom hat DATEV und einen kostenlosen Einstiegstarif, Holvi punktet dafür mit E-Rechnungen. Für die meisten Selbstständigen gibt am Ende der kostenlose Einstieg den Ausschlag, und damit liegt Finom vorn.

  • Am besten für: Freiberufler, die Rechnungsstellung und Banking in einer App wollen
  • Besonderheit: Rechnungstool mit E-Rechnungsunterstützung
  • Schwäche: kein Telefon-Support, kein DATEV
  • Preis: 9 € pro Monat
  • Bewertung: 3,8/5
Geschäftskonto Vergleich Übersicht Banken
Geschäftskonto Vergleich Übersicht Banken
Geschäftskonto-Vergleichsübersicht Banken

Worauf du beim Geschäftskonto-Vergleich achten solltest

Die meisten schauen zuerst auf die Grundgebühr, aber das greift zu kurz. Ein kostenloses Konto kann am Ende teurer sein als eines für 9 Euro. Worauf es sonst noch ankommt, zeigen die folgenden Punkte.

Buchungskosten richtig ausrechnen

Zähl zuerst deine Transaktionen im Monat. Als Buchung zählt jede eingehende und ausgehende Überweisung, dazu Lastschriften und Kartenzahlungen. Ein Webentwickler mit drei Kunden landet vielleicht bei 15 Buchungen im Monat, ein Onlineshop mit täglichen Bestellungen bei 300 oder mehr. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Bei 80 Buchungen zu je 0,19 Euro zahlst du 15,20 Euro, mehr als die 4,90 Euro für N26 Business Smart mit unbegrenzten Buchungen. Wirf also einen Blick in deine letzten Kontoauszüge und rechne nach.

Unternehmensform als ersten Filter

Nicht jedes Konto nimmt jede Rechtsform. FYRST Base, N26 Business und Vivid Business Standard sind nur für Einzelunternehmer und Freiberufler gedacht; mit einer GmbH oder UG benötigst du ein anderes Konto. Qonto, Finom und Holvi Pro nehmen dagegen alle gängigen Rechtsformen. Das solltest du gleich zu Beginn klären, das spart Zeit.

Hier noch einmal sortiert, welche Konten zu welcher Rechtsform passen:

  • Nur für Einzelunternehmer und Freiberufler: FYRST Base, N26 Business Smart, Vivid Business Standard.
  • Für alle gängigen Rechtsformen: Qonto, Finom, Holvi Pro und, je nach Tarif, Tide.
  • Besonders gut für GmbH und UG: Qonto Essential und Smart, weil es dort Mehrnutzerverwaltung und DATEV gibt, beides für Kapitalgesellschaften praktisch Pflicht.

Ein Tipp noch: Schau vor der Anmeldung auf die Webseite des Anbieters. Manche Konten schließen bestimmte Branchen aus, etwa Finanzdienstleister oder einzelne Gewerbe.

DATEV mit dem Steuerberater abstimmen

Frag deinen Steuerberater, mit welcher Software er arbeitet. Bei den meisten ist es DATEV. Eine direkte Schnittstelle bieten Qonto, Finom (ab Basic-Tarif) und Tide. N26 Business und Vivid Business haben keine, da heißt es wieder von Hand exportieren, was Zeit kostet und die Fehlerquote erhöht. Wer viel mit dem Steuerberater zu tun hat, sollte DATEV nicht unterschätzen.

Bargeldversorgung klären

Neobanken haben keine Filialen. Wer regelmäßig Bargeld einzahlt, ist deshalb bei FYRST oder der Commerzbank besser aufgehoben. FYRST erlaubt kostenlose Einzahlungen an über 9.000 Cash-Group-Automaten, was unter den kostenlosen Konten kaum ein anderer bietet. Wer nur vereinzelt abhebt, kommt bei fast allen günstig weg: FYRST, N26 und Vivid bieten kostenlose Abhebungen im Rahmen eines Limits.

Zinsen einkalkulieren

Tide zahlt 4,25 Prozent für 4 Monate direkt auf das laufende Konto, Vivid 4 Prozent für 4 Monate auf das Firmentagesgeldkonto. Bei 20.000 Euro Guthaben macht der Unterschied zwischen 0 und 4 Prozent rund 800 Euro im Jahr aus. Besonders für Unternehmen mit saisonalen Überschüssen lohnt sich das: Wer im Herbst Rücklagen bildet und erst im Frühjahr investiert, kassiert in der Zwischenzeit Zinsen. Lass das Geld also nicht zinslos liegen und schau dir Tide oder Vivid an.

Buchhaltungstools nur zahlen, wenn du sie nutzt

Rechnungstool, automatischer Zahlungsabgleich, Belegverwaltung: Das klingt nützlich, kostet aber extra. Wer seine Rechnungen ohnehin in Lexware Office schreibt, benötigt kein zweites Rechnungstool im Konto. Überleg dir also, welche Programme du heute schon nutzt, und ob eine direkte Integration wirklich Zeit spart. Falls ja, sind Finom oder Holvi gute Kandidaten; falls nein, bleibst du besser bei einem kostenlosen oder günstigen Konto. Als Faustregel: Wer schon Lexware Office oder sevdesk nutzt, fährt mit der reinen Anbindung am günstigsten.

Neobanken vs. Filialbanken

Neobanken wie Qonto, Finom, Tide und Vivid sind rein digital, ohne Filialen und Berater vor Ort. Das hält sie günstig, bedeutet aber auch Chat und E-Mail statt Telefon. Filialbanken wie Commerzbank, Deutsche Bank und FYRST haben dagegen ein Filialnetz; sie kosten mehr, dafür triffst du einen Berater persönlich. Für Unternehmer, die darauf Wert legen, kann das den Ausschlag geben.

Die meisten Selbstständigen benötigen aber keine Filiale, für sie ist die Neobank die günstigere Wahl. Ausnahmen gibt es trotzdem: Wer einen Firmenkredit benötigt oder Bürgschaften stellen muss, ist mit dem persönlichen Kontakt einer Filialbank oft besser dran. Für die reine Zahlungsabwicklung reicht eine Neobank locker.

Grob gilt: Gründer und Solo-Selbstständige fahren mit einer Neobank gut, eine wachsende GmbH sollte sich eine Filialbank zumindest ansehen.

Kontokorrentkredit und Liquidität

Nicht jede Bank bietet zum Geschäftskonto einen Kontokorrentkredit. Bei Qonto und Vivid gibt es keinen, bei der Commerzbank, FYRST Complete und DKB Business ist er möglich. Wer saisonale Schwankungen hat oder Rechnungen vorfinanzieren muss, sollte darauf achten. Ein Freelancer mit regelmäßigem Einkommen benötigt das selten, eine GmbH mit Projekten auf Ziel deutlich häufiger.

Sicherheit der Einlagen

Alle Banken im Test unterliegen der deutschen oder europäischen Einlagensicherung, Einlagen bis 100.000 Euro sind also abgesichert. Bei FYRST greift die Einlagensicherung der Deutschen Bank, bei Qonto, Finom und Holvi die europäische. Das Risiko ist überall gering. Für die meisten Gründer reicht das aus. Wer mehr als 100.000 Euro auf einem Konto hält, verteilt sie besser auf mehrere Banken, und das nicht nur beim Geschäftskonto.

Häufig gestellte Fragen

Benötige ich als Selbstständiger ein Geschäftskonto?

Als Freiberufler oder Einzelunternehmer bist du gesetzlich nicht verpflichtet, ein Geschäftskonto zu führen. Für GmbHs und UGs ist es Pflicht. Trotzdem empfehlen Steuerberater das separate Konto für alle: Es trennt private und geschäftliche Buchungen klar und macht die Steuererklärung am Jahresende deutlich einfacher.

Was kostet ein Geschäftskonto im Monat?

Kostenlose Konten wie Vivid Business, FYRST Base und Tide haben keine Grundgebühr. N26 Business Smart kostet 4,90 Euro, Holvi Pro 9 Euro und Qonto Essential 49 Euro. Der Preis allein sagt aber wenig: Buchungsgebühren und Zusatzkosten bestimmen, was das Konto am Ende wirklich kostet. Zähl deine Transaktionen und rechne nach.

Welches Geschäftskonto eignet sich für eine GmbH?

Vivid ist 2026 die beste Wahl für GmbHs. Es akzeptiert alle gängigen Rechtsformen, bietet DATEV und unterstützt mehrere Nutzer mit eigenen Zugriffsrechten. Finom und Holvi Pro sind ebenfalls für Kapitalgesellschaften geeignet. FYRST Base und N26 Business Smart sind dagegen nicht für GmbHs und UGs zugelassen.

Kann ich ein Privatkonto als Geschäftskonto nutzen?

Technisch geht das, aber die meisten Banken verbieten die gewerbliche Nutzung des Girokontos in ihren AGB. Im schlimmsten Fall kündigt die Bank das Konto fristlos. Da es genug kostenlose Geschäftskonten gibt, lohnt sich das Risiko nicht. Halte private und geschäftliche Finanzen sauber getrennt.

Wie schnell kann ich ein Geschäftskonto eröffnen?

Bei Neobanken dauert die Kontoeröffnung 10 bis 30 Minuten. Du legitimierst dich per Video-Ident am Smartphone oder per Post-Ident. Qonto, Finom, Tide und N26 schaffen das vollständig online. Filialbanken wie die Commerzbank benötigen länger, weil Unterlagen geprüft und Verträge unterzeichnet werden müssen.

Geschäftskonto-Vergleich: unser Fazit 2026

Die wichtigste Erkenntnis aus dem Vergleich: Es gibt kein Konto, das für alle passt. Stattdessen hat jeder Typ von Selbstständigem seine beste Option. Entscheidend sind am Ende deine Rechtsform und dein Buchungsvolumen.

Für Teams und Kapitalgesellschaften ist Vivid die sicherste Wahl, weil es alle Rechtsformen abdeckt, DATEV mitbringt und mit dem Unternehmen mitwächst.

Für Freiberufler und Einzelunternehmer ohne großes Buchungsvolumen sind FYRST Base und Vivid Business die besten Optionen, beide kostenlos. FYRST überzeugt mit Bargeldeinzahlung und Telefon-Support, Vivid mit unbegrenzten Buchungen und Unterkonten.

Wer Rechnungsstellung und Banking in einem Tool will, ist bei Finom richtig; der kostenlose Solo-Tarif macht den Einstieg risikolos, und der Cashback von bis zu 3 Prozent ist ein netter Bonus. Holvi punktet vorwiegend dann, wenn dir E-Rechnungen wichtig sind.

N26 Business Smart ist der beste Mittelweg: 4,90 Euro im Monat für unbegrenzte Buchungen. Sobald du über etwa 50 Transaktionen im Monat kommst, schlägt das fast jedes andere Konto.

Tide lohnt sich, wenn du Guthaben auf dem Konto liegen lässt und die 4,25 Prozent Zinsen mitnehmen willst; bei vielen Buchungen wird es dagegen teuer. Rechne deshalb immer die Gesamtkosten, also Grundgebühr plus Buchungsgebühren. Erst dann zeigt sich, welcher Anbieter für dich wirklich günstig ist.

Unterm Strich: Vergleiche nicht nur die Grundgebühr, sondern rechne die Buchungskosten mit ein, prüfe deine Rechtsform und stimme DATEV mit deinem Steuerberater ab. Dann passt das Konto am Ende auch wirklich zu dir.

Kevin Pflock

Über den Autor

Kevin Pflock

Kevin Pflock ist Gründer und Chefredakteur bei Junge Gründer und spezialisiert auf Geschäftskonten, FinTechs und digitale Finanzlösungen für Selbstständige und Unternehmen.

Seit 2011 analysiert und vergleicht er regelmäßig Anbieter von Firmenkonten, Firmentagesgeldlösungen und Geschäftskreditkarten.

Mit über 100 veröffentlichten Fachartikeln hat er sich in der deutschsprachigen Finanz- und Gründerlandschaft einen Namen gemacht. Seine Recherchen stützen sich auf eigene Tests, regelmäßige Marktanalysen und Gespräche mit Finanzverantwortlichen aus KMU und Startups.

Weitere Fachbeiträge von Kevin findest du auf seiner Autorenseite oder auf LinkedIn.

6 Kommentare zu „Geschäftskonto-Vergleich Juni 2026“

  1. Hallo
    vielen Dank für die vielen Tipps und Hinweise. Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich mir die Auswahl nun auch leichter vorgestellt habe. Ich stehe mir da wohl selber im Weg. Ich betreibe ein Kleingewerbe und muss natürlich die Kosten so gering wie möglich halten. Bei den ganzen Hinweisen fehlt mir aber die Auswahl, welches dieser Konten auch eine Schnittstelle für das FA oder Steuerberater hat.
    Habe ich hier etwas überlesen?
    Für mich speziell sind Beleglose Buchungen wichtig, kein Dispo oder Kredit, Bargeldeinzahlungen können aber müssen nicht sein und eine EC-Visa-Karte benötige ich auch nicht.
    Wie schon erwähnt, wichtig ist mir hier eine Schnittstelle und auch die Möglichkeit, ein bis zwei Unterkonten anzulegen.
    Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.
    LG A.L.

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