Vivid Geschäftskonto: Meine Erfahrung und Urteil 2026
Das Vivid Geschäftskonto bietet unbegrenzte deutsche IBANs, kostenlose SEPA-Zahlungen und einen Einstiegszins von 4 Prozent pro Jahr auf EUR-Guthaben (5 Prozent auf USD und GBP). Der Free-Start-Tarif macht es für Freelancer und Gründer interessant. Schwächen liegen beim fehlenden Dispo, bei der Bargeldfunktion und beim Schutz der Einlagen.
Von unserer Redaktion aktualisiert
Stand:
8. Oktober 2026
Vivid wirbt mit einem kostenlosen Konto für Firmen und Selbstständige. Das Angebot klingt stark: viele IBANs, hohe Zinsen, Cashback auf Ausgaben. Aber ist das Vivid Geschäftskonto wirklich so gut? Und für wen lohnt es sich?
Dieser Test zeigt, was das Konto kann, was es kostet und wo Grenzen liegen. Du bekommst klare Antworten auf Basis von Tarifen, Bewertungen und einem Vergleich mit Finom, Kontist und Fyrst.
Vivid hat das Konto in den vergangenen Monaten deutlich ausgebaut. Im Free-Start-Tarif kostet keine Buchung mehr etwas, früher waren es 0,20 Euro. Dafür gibt es dort keine ausgehenden SWIFT-Überweisungen mehr. Die brauchst du ab dem Basic-Tarif (8,90 Euro pro Monat, bei Jahreszahlung 6,90 Euro). Oben in der Preisliste gibt es seit Kurzem den Tarif Enterprise+ für 319 Euro pro Monat oder 249 Euro bei Jahreszahlung. Dazu kommen Funktionen für große Teams wie eigene Rollen, Zahlungsfreigaben, Budgets und Überweisungsregeln.
Beim Zinskonto hat Vivid im März 2026 neben EUR auch USD und GBP ergänzt. Auf EUR-Guthaben gibt es 4 Prozent pro Jahr in den ersten vier Monaten, auf USD und GBP 5 Prozent für fünf Monate. Der Einstiegszins gilt nur bis zu einem Höchstbetrag je Tarif: bis 10.000 Euro im Free-Start-Tarif, bis 50.000 Euro im Basic-Tarif und bis 1.000.000 Euro in Pro, Enterprise und Enterprise+. Für Guthaben darüber gilt der reguläre Tarifzins.
Im März kamen außerdem über 100 neue Anlageinstrumente hinzu, dazu eine deutlich ausgebaute Web-Oberfläche für die Geldanlage. Im April folgten neue Modellportfolios: Vivid macht Ray Dalios „Allwetter“-Strategie für kleine und mittlere Unternehmen zugänglich, dazu kommt das defensivere „Permanent Portfolio“. Historische Backtests zeigen durchschnittliche Renditen von 7 bis 8 Prozent pro Jahr, garantiert ist das nicht. Das Angebot ist in den meisten EU-Märkten verfügbar.
Seit Herbst 2025 gibt es in allen Tarifen kostenlos KI-Assistenten, die Vivid „Digital Employees“ nennt. Inzwischen sind es drei: für Personal, Recht und Finanzen. Mit Vivid MCP lässt sich ein Geschäftskonto sogar aus einem KI-Chat wie Claude oder ChatGPT eröffnen, andere Funktionen sind laut Vivid angekündigt.
Neu ist auch die Auskunft zur Einlagensicherung: Vivid ist kein Kreditinstitut, deshalb gilt der gesetzliche Schutz bis 100.000 Euro nicht. Bei der Partnerbank Natixis greift für den dort liegenden Teil des Guthabens aber der französische Einlagensicherungsfonds FGDR bis 100.000 Euro pro Kunde. Der Großteil der Kundengelder liegt in einem Geldmarktfonds von BNP Paribas Asset Management. Wie viel bei Natixis liegt, nennt Vivid nicht.
Für wen eignet sich das Vivid Geschäftskonto?
Vivid passt vorwiegend zu digitalen Unternehmen und Selbstständigen. Wer viel mit Bargeld arbeitet, ist hier an der falschen Adresse.
Für Freelancer und Solo-Selbstständige lohnt sich der Free-Start-Tarif: deutsche IBAN, kostenlose SEPA-Überweisungen und eine direkte DATEV-Anbindung, und das ohne Grundgebühr.
Auch beim Gründen einer GmbH oder UG hilft das Konto. Eröffnet ist es in rund zehn Minuten, und die Bescheinigung über das eingezahlte Stammkapital liegt oft schon eine Stunde später vor. Auf das Guthaben gibt es in den ersten Monaten obendrein ordentliche Zinsen.
Für Teams mit Werbebudget wird es interessant. Wer etwa 5.000 Euro im Monat in Google Ads steckt, holt sich über die Cashback-Kategorien bis zu 500 Euro davon zurück. Dieses Geld lassen die meisten Geschäftskonten einfach liegen.
Das Cashback greift auch bei Amazon-Bestellungen und Facebook-Anzeigen. Wer auf mehreren Kanälen wirbt, stellt die Kategorien jeden Monat neu ein und passt das Konto so ans aktuelle Budget an.
Kleine Firmen mit vielen Tools haben vor allem von der Anbindung an DATEV und Lexware Office etwas. Der automatische Datenabgleich spart in der Buchhaltung jeden Monat einige Stunden.
Schwierig wird es, sobald viel Bargeld im Spiel ist. Gastronomie und Handel stoßen schnell an Grenzen, denn einzahlen lässt sich Bargeld nicht direkt. Und wer einen Dispo benötigt oder die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro will, ist bei einer klassischen Bank besser aufgehoben.
Bleibt der Zahlungsverkehr ins Ausland. SWIFT-Überweisungen gehen ab dem Basic-Tarif weltweit raus, im Pro-Tarif sind zehn pro Monat kostenlos. Für Firmen mit Lieferanten oder Kunden im Ausland ist das ein gutes Argument.
Vivid Geschäftskonto: Vor- und Nachteile
Vorteile:
- Kostenloses Konto für fast alle Rechtsformen
- Unbegrenzte deutsche IBANs ohne Aufpreis
- SEPA-Instant-Zahlungen in allen Tarifen kostenlos
- Einstiegszins 4 Prozent pro Jahr (EUR) und 5 Prozent pro Jahr (USD und GBP)
- Cashback bei Google Ads, Amazon und Facebook
- Mehr als 20 Tools wie DATEV, Lexware Office und sevDesk
- Konto in rund zehn Minuten online eröffnen
- Gründungskonten für GmbH und UG in Gründung
- Kostenloses Depot für Aktien, ETFs und Krypto
- Trustpilot: 4,7 von 5 Sternen aus mehr als 30.000 Bewertungen
Nachteile:
- Kein klassischer Schutz der Einlagen bis 100.000 Euro
- Kein direktes Einzahlen von Bargeld
- Bargeld abheben: Free Start bis 100 Euro pro Monat gratis, danach 2 Prozent; Basic und Pro bis 200 beziehungsweise 500 Euro pro Monat gratis, danach jeweils 1 Prozent
- Zinsen sinken nach dem Einstiegszeitraum stark ab
- Kein Dispo und kein Überziehungsrahmen
- Kundensupport laut Bewertungen manchmal langsam
Was das Vivid Geschäftskonto kann
Unbegrenzte IBANs und Unterkonten
Jedes Vivid Konto enthält unbegrenzt viele Unterkonten. Jedes Unterkonto hat eine eigene deutsche IBAN. Das ist ein echter Vorteil. Viele andere Anbieter begrenzen die Anzahl oder verlangen Aufpreis.
Mit mehreren IBANs lässt sich das Geld klar aufteilen:
- Eine IBAN für Umsatzsteuer
- Eine IBAN für laufende Ausgaben
- Eine IBAN für Rücklagen oder Projekte
Das erleichtert die Buchführung und spart Zeit beim Sortieren von Kontoauszügen.
Was sonst noch im Konto steckt:
- Kostenlose, unbegrenzte VISA-Karten für Teammitglieder
- Firmendepot für Aktien, ETFs und Krypto
- Kartenlesegerät ohne Aufpreis
- KI-Tools für Personal- und Rechtsfragen
SEPA-Instant-Zahlungen sind in allen Tarifen kostenlos. Eingehende Auslandszahlungen per SWIFT kosten derzeit nichts (Aktion bis 30. November 2026). Ausgehende SWIFT-Überweisungen gibt es erst ab dem Basic-Tarif: Im Basic-Tarif sind fünf pro Monat frei, im Pro-Tarif zehn, jede weitere kostet 5 Euro.
Zinsen auf Guthaben
Das Zinskonto von Vivid zahlt 4 Prozent pro Jahr auf EUR-Guthaben in den ersten vier Monaten, das dabei jederzeit frei verfügbar ist. Das ist wichtig für Firmen, die Liquidität flexibel halten wollen.
Den Einstiegszins gibt es nur bis zu einem Höchstbetrag: 10.000 Euro im Free Start, 50.000 Euro im Basic und 1 Million Euro in Pro, Enterprise und Enterprise+. Darüber gilt der normale Tarifzins.
Beim Zinskonto liegt das Geld getrennt von Vivids eigenen Mitteln bei einer Stiftung und wird in einen qualifizierten Geldmarktfonds angelegt. Solche Fonds sind streng reguliert und dürfen nur sehr sichere, liquide Werte wie kurzfristige Staatsanleihen halten. Der Fonds liegt auf Stufe 1 von 7 des Risikoindikators. Ein kleines Restrisiko bleibt.
Nach dem Einstiegszins sinkt der Satz deutlich:
- Free Start: 0,1 Prozent pro Jahr
- Basic: 0,5 Prozent pro Jahr
- Pro: 1,3 Prozent pro Jahr
Wer dauerhaft hohe Beträge parken will, sollte das beim Vergleich beachten. Der Einstiegszins ist gut, aber die Langfristzinsen sind niedrig.
Cashback auf Kartenzahlungen
Alle Tarife bieten Cashback auf Kartenzahlungen. Im Free-Start-Tarif sind es 0,1 Prozent auf alle Einkäufe. Der Pro-Tarif bringt 0,35 Prozent auf alle Zahlungen.
Dazu kommen monatliche Cashback-Kategorien:
- Bis zu 10 Prozent bei Google Ads, Amazon und Facebook
- Bis zu 30 Prozent auf Hotels, die direkt über Vivid gebucht werden
Wer jeden Monat 5.000 Euro für Werbung ausgibt, holt je nach Tarif bis zu 500 Euro zurück. Das ist ein echter Vorteil für Firmen mit Werbebudget.
Tools für die Buchführung
Vivid lässt sich mit mehr als 20 Tools verbinden. Das spart Zeit bei der Buchführung und bei der Steuer.
Zu den verfügbaren Verbindungen zählen:
- DATEV
- Lexware Office (ehemals Lexoffice)
- sevDesk
- Odoo
- Sage
- FastBill
- BuchhaltungsButler
Buchungen werden automatisch übertragen. Freelancer können die Steuerabrechnung direkt in der App erstellen, ohne Extrakosten. Rechnungen stellen und offene Beträge verfolgen geht ebenfalls ohne Aufpreis.
Wer mit DATEV oder Lexware Office arbeitet, spart durch die direkte Verbindung viel manuellen Aufwand. Das ist einer der stärksten Punkte des Vivid Kontos im Vergleich zu Alternativen.
Schnelle Online-Eröffnung
Das Konto eröffnen dauert rund zehn Minuten. Alles läuft online. Keinen Filialbesuch nötig, kein PostIdent. Der Ausweis-Check läuft per Video oder per digitalem Ausweis.
Für Gründer ist das praktisch. Wer eine GmbH oder UG startet, kann das Vivid Konto schon in der Gründungsphase nutzen. Der digitale Beleg über das Stammkapital kommt innerhalb einer Stunde nach der Einzahlung. Dann geht der Beleg zum Notar für die Gründung.
Das spart Zeit im Vergleich zu klassischen Banken, wo ein Termin oft mehrere Tage wartet.
Depot, Kredit und Extra-Features
Vivid bietet ein kostenloses Depot für Aktien, ETFs und Krypto. Das ist kein Standard bei Firmenkonten. Für Firmen, die überschüssiges Geld anlegen wollen, ist das eine einfache Option direkt im Konto.
Für kurzfristigen Bedarf gibt es Kredite bis 200.000 Euro. Die Laufzeit beträgt bis zu zwölf Monate. Ein kostenloses Gerät für Kartenzahlungen steht ebenfalls zur Verfügung.
Die KI-Tools für Personal- und Rechtsfragen sind in allen Tarifen ohne Aufpreis enthalten. Wer Hilfe bei HR-Fragen oder einfachen Rechtspunkten sucht, bekommt das direkt im Konto.
Das macht Vivid zu mehr als nur einem Konto. Es ist ein digitales Finanz-Hub für kleine Firmen. Wer viele dieser Features benötigt, bekommt viel Wert ohne hohe Gebühr. Das ist der Kern des Angebots.
Tarife und Preise des Vivid Geschäftskontos
Vivid hat fünf Tarife. Alle Preise gelten zzgl. Steuer. Bei Jahreszahlung spart man bis zu 24 Prozent.
Der Free-Start-Tarif ist ideal für Selbstständige mit wenig Transaktionen. Wer viel zahlt und empfängt, für den lohnt sich der Wechsel zum Basic- oder Pro-Tarif. Das spart Gebühren je Buchung und bringt mehr Karten und mehr Cashback.
- Free Start: 0 Euro pro Monat. Gebühr je Buchung: 0 Euro. Karten: kostenlos, keine Stückzahl-Begrenzung (bei Inaktivität: 1 Euro pro Monat für virtuelle, 2 Euro für physische Karten). Cashback: 0,1 Prozent auf alle Kartenzahlungen. Ausgehende Auslandszahlungen per SWIFT nicht verfügbar.
- Basic: 8,90 Euro pro Monat oder 6,90 Euro bei Jahreszahlung. Karten: kostenlos und unbegrenzt (bei Inaktivität: 1 Euro pro Monat für physische Karten, virtuelle kostenfrei). Cashback bis 4 Prozent auf Kategorien. Fünf kostenlose Auslandsüberweisungen pro Monat.
- Pro: 24,90 Euro pro Monat oder 18,90 Euro jährlich. Karten: kostenlos und unbegrenzt, keine Inaktivitätsgebühr. Cashback bis 6 Prozent auf Kategorien. Zehn kostenlose Auslandsüberweisungen. Eigener Ansprechpartner.
- Enterprise: 96 Euro pro Monat oder 79 Euro pro Monat bei Jahreszahlung. Karten kostenlos. Cashback bis 10 Prozent auf Kategorien. Ein Team von Ansprechpartnern steht bereit.
- Enterprise+: 319 Euro pro Monat oder 249 Euro jährlich.
Diese Gebühren gelten in allen Tarifen:
- Bargeld abheben weltweit: Free Start bis 100 Euro pro Monat gratis, danach 2 Prozent; Basic bis 200 Euro pro Monat gratis, danach 1 Prozent; Pro bis 500 Euro pro Monat gratis, danach 1 Prozent
- Bargeld einzahlen geht nicht direkt, nur über eine andere Bank
- Kein Dispo, kein Überziehungsrahmen
- Kartenzahlungen von Kunden mit EWR-Karten kosten bei Vivid je nach Tarif ab 0,79 Prozent plus 0,25 Euro je Buchung (Pro-Tarif). Insgesamt nennt Vivid eine Transaktionsgebühr von bis zu 1,49 Prozent. Die genauen Sätze für Free Start und Basic Vivid können abweichen.
Karten sind physisch und virtuell in allen Tarifen kostenlos. Alle Unterkonten haben eine eigene deutsche IBAN, ohne Aufpreis.
Wer viel im Ausland zahlt, sollte die SWIFT-Kosten genau prüfen. Ausgehende SWIFT-Zahlungen sind im Free-Start-Tarif nicht möglich. Wer regelmäßig ins Ausland zahlt, benötigt mindestens den Basic-Tarif mit fünf freien SWIFT-Zahlungen pro Monat.
Alternativen zum Vivid Geschäftskonto
Vivid ist stark, aber nicht für jeden das Richtige. Drei Anbieter sind als gute Option zu nennen, je nach Bedarf und Branche.
- Finom: Digitales Konto für Freelancer und kleine Firmen. Bietet eine deutsche IBAN, Cashback bis 3 Prozent und eine integrierte Rechnungsstellung. Gut, wenn Buchführung und Fakturierung in einem Tool liegen sollen. Das Konto ist auch kostenlos erhältlich, aber mit weniger Funktionen als der Vivid Free-Start-Tarif.
- Kontist: Für Freelancer entwickelt. Die Steuerpuffer-Funktion legt bei jeder Zahlung automatisch Geld für die Steuer zur Seite. Das ist hilfreich für Selbstständige ohne Steuerberater. Kontist bietet weniger Rechtsformen als Vivid an.
- Fyrst: Produkt der Deutschen Bank AG in enger Kooperation mit der Postbank, inklusive Postbank-IBAN. Bietet direktes Einzahlen von Bargeld und klassischen Schutz der Einlagen. Besser für Branchen mit viel Bargeld oder für Kunden, die eine echte Bank wollen. Fyrst hat aber weniger digitale Features als Vivid.
Was ist Vivid Money?
Vivid Money wurde 2019 in Berlin gegründet. Das Fintech bot zunächst nur Konten für Privatkunden an. Seit 2024 gibt es Konten für Firmen, Selbstständige und Gründer.
Vivid ist in mehreren Ländern Europas aktiv. In Deutschland ist das Konto besonders für Freelancer und Startups beliebt. Die App läuft auf iOS und Android. Alles geht per Handy oder Web, ohne Filiale.
Früher arbeitete Vivid mit der Solarisbank als Partner zusammen. Das gab Kunden Zugang zum klassischen Schutz der Einlagen.
Dann kaufte Vivid das E-Money-Institut Joompay. Seitdem hat das Unternehmen eine eigene Lizenz als E-Money-Anbieter. Die Behörde in Luxemburg, die CSSF, überwacht das Unternehmen. Vivid Money BV in Amsterdam steht unter der Aufsicht der AFM in den Niederlanden.
Das ist ein wichtiger Unterschied. Vivid ist kein klassisches Bankkonto. Es ist ein E-Money-Konto. Das hat Folgen für den Schutz des Geldes.
Häufige Fragen
Ja, der Free-Start-Tarif hat keine Grundgebühr. Eine VISA-Karte und eine deutsche IBAN sind inklusive. Wer mehr Karten, mehr Cashback oder kostenlose Auslandsüberweisungen will, wählt einen Tarif ab 6,90 Euro pro Monat bei Jahreszahlung.
Vivid Money SA ist ein reguliertes E-Money-Institut. Die CSSF in Luxemburg ist die zuständige Behörde. Vivid Money BV in den Niederlanden steht unter Aufsicht der AFM. Gelder der Kunden werden getrennt von Firmenmitteln gehalten: auf Kundengeld-Konten bei Partnerbanken und zum größten Teil in einem qualifizierten Geldmarktfonds, der von BNP Paribas Asset Management verwaltet wird. Einen klassischen Schutz bis 100.000 Euro gibt es nicht, da Vivid keine Bank ist.
Vivid akzeptiert Freiberufler, Einzelunternehmer, GbR, OHG, KG, GmbH, UG, AG und mehr. Vereine und gemeinnützige Organisationen können ein Konto eröffnen. Auch GmbH in Gründung und UG in Gründung sind willkommen. Diese breite Auswahl ist unter digitalen Anbietern in Deutschland nicht selbstverständlich.
Die Eröffnung dauert laut Vivid rund zehn Minuten. Kein Filialbesuch, kein PostIdent nötig. Die Identifizierung läuft per Video-Aufruf oder per digitalem Ausweis. Gründer erhalten den digitalen Beleg über das Stammkapital innerhalb einer Stunde nach der Einzahlung.
Nicht im klassischen Sinne, der gesetzliche Schutz bis 100.000 Euro gilt nicht. Vivid hält das Geld der Kunden aber getrennt vom eigenen Vermögen. Das Geld liegt auf getrennten Kundengeld-Konten bei Partnerbanken und zum größten Teil in einem qualifizierten Geldmarktfonds von BNP Paribas Asset Management.
Im Insolvenzfall von Vivid Money SA wird laut Vivid das gesamte Kundengeld aus den Sicherungskonten und Fonds zurückgezahlt, unter Aufsicht der CSSF. Bei der Partnerbank Natixis greift zusätzlich die französische Einlagensicherung (FGDR) bis 100.000 Euro pro Kunde. Wie viel deines Guthabens dort liegt, nennt Vivid nicht. Für Zinskonto, Modellportfolios und Firmendepot (Vivid Money BV) gilt ein getrennter Schutz über Stiftungen. Im Ausnahmefall zahlt hier die niederländische Anlegerentschädigung bis 20.000 Euro je Rechtsperson.
Nein. Eine direkte Einzahlung von Bargeld bietet Vivid nicht an. Wer Barmittel auf das Konto buchen will, muss eine andere Bank nutzen. Das verursacht extra Kosten und Aufwand. Bargeld abheben ist in allen Tarifen möglich. Im Free-Start-Tarif sind die ersten 100 Euro pro Monat gratis, danach kostet es 2 Prozent. In Basic und Pro sind es 200 beziehungsweise 500 Euro gratis pro Monat, danach jeweils 1 Prozent.
So haben wir das Vivid Geschäftskonto getestet
Wir haben Tarife, Gebühren und Leistungen von Vivid Money ausgewertet. Die Angebote von Finom, Kontist und Fyrst flossen zum Vergleich ein. Bewertungen aus mehreren Quellen wurden analysiert.
Auf Trustpilot hat Vivid 4,7 von 5 Sternen aus mehr als 30.000 Bewertungen. Im App Store und bei Google Play liegt die App bei 4,6 von 5 Sternen aus mehr als 53.000 Bewertungen. Das sind gute Werte unter den Neobanken in Deutschland.
Wir haben vier Bereiche bewertet: Eröffnung, Gebühren, Funktionen und Sicherheit. Jeder Bereich wurde anhand von Tarifdaten und Meinungen der Nutzer geprüft.
Fazit: Vivid Geschäftskonto 2026
Das Vivid Geschäftskonto ist eine gute Wahl für digitale Firmen, Freelancer und Gründer. Der kostenlose Free-Start-Tarif, die deutschen IBANs ohne Limit und die Einstiegszinsen sind echte Stärken. Das Cashback lohnt sich für Firmen mit Werbeausgaben. Die über 20 Tool-Verbindungen mit DATEV, Lexware Office und sevdesk sparen im Alltag Zeit.
Der fehlende klassische Schutz der Einlagen ist der wichtigste Punkt, den du kennen musst. Vivid ist kein Bankkonto. Wer auf den Schutz bis 100.000 Euro angewiesen ist, benötigt eine echte Bank. Kein Dispo und kein direktes Einzahlen von Bargeld sind weitere Grenzen.
Das Vivid Geschäftskonto passt für Freelancer, Start-ups und Teams mit Werbeausgaben. Firmen mit viel Bargeld und Firmen, die einen Dispo benötigen, fahren mit Finom, Kontist oder einer echten Bank besser.
Insgesamt bietet Vivid viel für wenig Geld. Das kostenlose Konto, die IBANs und der Einstiegszins sind stark. Die Schwächen sind klar benannt und gut zu bewerten. Das hilft dir bei der Wahl.
