Geschäftskonto-Vergleich: der komplette Ratgeber für 2023

Das ist der umfassendste Geschäftskonto-Vergleich im Internet.

Dein Vorteil?

Wir beschäftigen uns seit acht Jahren mit dem Thema und zeigen für jede Unternehmensform das beste Geschäftskonto.

Lass uns starten.

Die besten Geschäftskonten im Überblick

Mit dem Geschäftskontorechner im nächsten Abschnitt prüfst du selbst, welches Geschäftskonto zu dir und deinem Unternehmen passt.

Unsere Erfahrung und Recherchen haben gezeigt, dass folgende Banken ein gutes Gesamtpaket bieten:

  • Finom: kostenlose Kontoführung, 50 beleglose Buchungen kostenlos, 1 virtuelle Karte kostenlos
  • Holvi: Kontoführung ab 9 € pro Monat, 500 beleglose Buchungen kostenlos, 1 Debitkarte und 1 virtuelle Debitkarte kostenlos
  • Qonto: Kontoführung ab 9 € pro Monat, 30 beleglose Buchungen kostenlos, 1 Mastercard Karte kostenlos
  • Postbank: Kontoführung ab 5,90 € pro Monat, 0,22 € pro belegloser Buchung, 1 Debitkarte kostenlos

Kompakter Überblick: Geschäftskonto-Vergleich 2023

  • All-in-One: Banking, Rechnungsstellung und Buchhaltung
  • Kostenlose VISA-Karten – physisch und virtuell
  • Online-Kontoeröffnung für viele Rechtsformen – IBAN in nur 48 Stunden

All-in-one-Finanzlösung für Freiberufler:innen, Selbständige, Existenzgründer:innen und Unternehmen in Gründung.

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Wie funktioniert der Geschäftskonto-Vergleich?

Unser Geschäftskontorechner hilft dir, das richtige Geschäftskonto zu finden und zeigt die Gesamtkosten der Nutzung an.

Diese Kosten können jedoch von den tatsächlichen Gebühren abweichen, wenn du das Konto nutzt. In der Praxis hängen die Gebühren unter anderem davon ab, wie viele Buchungen über das Geschäftskonto getätigt werden und wie oft du Geld abhebst.

Um das beste Geschäftskonto zu finden, solltest du folgende Angaben auf dein Unternehmen anpassen:

Geldeingang pro Monat – Da einige Banken die Kontoführungsgebühren an den monatlichen Geldeingang koppeln, benötigen wir diese Angabe. Wenn du nur ein Business Konto eröffnen möchtest, kannst du auch deinen geplanten monatlichen Umsatz angeben.

Durchschnittliches Guthaben – Auch hier verbinden einige Banken die Höhe ihrer Grundgebühr mit dem Guthaben auf dem Konto.

Anzahl beleglose und beleghafte Buchungen – In den meisten Fällen ist eine bestimmte Anzahl an beleglosen Buchungen kostenlos, beleghafte Buchungen hingehen sind selten kostenlos. Daher ist eine Einschätzung über Anzahl wichtig, damit wir dir das beste Geschäftskonto empfehlen können.

Zusatzoptionen – Wenn du schon weißt, dass du eine EC-Karte, Kreditkarten oder eine Filialbank zwingend benötigst, solltest du im Rechner unbedingt darauf achten, die Optionen auszuwählen.

Unternehmensart – Nicht jedes Geschäftskonto kann für jede Unternehmensart eröffnet werden. Wähle daher im letzten Schritt unbedingt die Unternehmensform deines Unternehmens aus.

Was kostet ein Geschäftskonto?

Auch wenn ein Business Konto auf den ersten Blick kostenlos ist, können bei der Nutzung weitere Gebühren anfallen.

Auf folgende Punkte solltest du achten, bevor du dich für ein Geschäftskonto entscheidest:

  • monatliche Kontoführung
  • Gebühr für Kredit- und Girokarten
  • beleglose Buchungen – Lastschriften, Überweisungen, Daueraufträge
  • beleghafte Buchungen – Bargeldeinzahlung, Überweisungen ins Ausland
  • Bargeld Einzahlungen und Auszahlungen
  • Zinsen bei Kreditvergabe
  • Zinsen bei Kontoüberziehung und Kontokorrentkredit
  • Kontoauszüge – digital, per Post oder am Kontoauszugsdrucker in der Filiale

Geschäftskonto ohne Schufa – geht das?

Ja, ein Geschäftskonto trotz Schufa ist theoretisch möglich – jedoch mit gewissen Einschränkungen verbunden. Die Schufa-Abfrage gibt der Bank Auskunft darüber, wie es um die Kreditwürdigkeit einer Person steht. Das bedeutet: Bei einem negativen Schufa-Eintrag kann es schwer werden, ein Business Konto zu eröffnen.

Schwer, aber nicht unmöglich – denn zum Beispiel Finom bietet eine Firmenkonto-Eröffnung ohne Abfrage der Bonität an. Das Ergebnis ist ein Geschäftskonto auf Guthabenbasis; ein Überziehungsrahmen oder Dispokredit ist ausgeschlossen.

Der Unterschied zwischen Filialbank, Direktbank und Fintech

Nicht jede Bank bietet Firmenkonten für jede Unternehmensform an, was durchaus sinnvoll ist. Nehmen wir an, du bist in der Gastronomie angesiedelt und zahlst häufig Bargeld ein. In so einem Fall wäre es weder für dich noch für die Bank praktisch, allzu stark auf Online-Service zu setzen.

Wenn du wiederum Freelancer/in bist, kannst du deine Finanzen vermutlich sehr gut online managen.

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Übersicht über Filial-, Direktbanken und Fintechs | © junge-gruender.de | Lizenz CC BY ND 4.0

Klassische Filialbanken: Sparkasse, Commerzbank, Postbank, Volksbank

Diese Traditionsbanken bieten persönlichen Service: In aller Regel hast du hier die Möglichkeit, einen Beratungstermin auszumachen und deine Finanzen ausführlich zu besprechen.

Eine Auswahl an beliebten Anbietern:

Diese Variante ist besonders für umfangreiche Unternehmen wie GbRs oder GmbHs praktisch. Der Nachteil: Bei einer traditionellen Bank ein Geschäftskonto zu eröffnen, dauert meistens etwas länger (Terminvereinbarung, Dokumente prüfen, …). 7-14 Tage sind eine realistische Zeitspanne.

Fokus auf Online-Banking: Direktbanken wie DKB und Ethikbank

Bei Direktbanken spielt sich alles online ab. Sollte dir das gerade recht kommen, weil du am liebsten deine Finanzen per Smartphone oder am PC verwaltest: Hier bist du richtig! Das Geschäftskonto bei einer Direktbank ist bei Selbstständigen sehr beliebt – es kann sogar passieren, dass du bei der Kontoeröffnung ein gewisses Guthaben on top bekommst.

Beliebte Direktbanken für Firmenkonten sind:

  • DKB
  • EthikBank
  • Fidor Bank
  • GLS-Bank
  • ING Diba
  • Skatbank

Achtung: Ein Direktbank-Geschäftskonto ist eher nichts für dich, wenn du Wert auf regelmäßige und ausführliche Beratung legst. Mehr Online-Leistung, weniger Personal lässt sich die Situation treffend zusammenfassen.

Im Vergleich ist außerdem das Netz an Partnerbanken wichtig: Hat die Direktbank deiner Wahl genug Partnerfilialen in deinem Umkreis, sodass du im Zweifelsfall gebührenfrei Geld abheben kannst?

Oft ohne Gebühren: Fintechs wie Finom, N26, Kontist, Fyrst

Fintech-Geschäftskonten haben ebenfalls einen starken Online-Fokus und sind vor allem für Einzelunternehmen oft eine ideale Lösung. Wie du an unseren Empfehlungen schon gesehen hast, bekommst du bei diesen Anbietern eine Menge Leistung für einen sehr kleinen Preis.

Aus unserer Erfahrung am stärksten sind:

Mit anderen Banken in dem Segment, wie Bunq, Revolut oder Monese konnten wir noch keine Erfahrungen sammeln.

Diese Anbieter sind zugleich das beste Beispiel dafür, dass nicht jede Unternehmensform bei jeder Bank unterkommen kann. Kontist etwa vergibt keine Geschäftskonten an UGs oder GbRs, und N26 wendet sich explizit nur an Selbstständige/Freiberufler.

Ebenso siehst du anhand der Konditionen für diese Firmenkontos, dass sich ein näherer Blick lohnt, denn die digitalen Anbieter sind eigen. Holvi bietet beispielsweise keine Bareinzahlungen an. Geld musst du immer via SEPA Überweisung transferieren. Bei Fyrst ist das Einzahlen in einer Postbank-Filiale möglich, Geld abheben gelingt über einen von „über 10.000 Geldautomaten deutschlandweit“.

Für Auszahlungen über deine Kontist Karte fallen Kosten in Höhe von 2 Euro an. Im Ausland beziehungsweise beim Abheben in einer Fremdwährung „bezahlst du 1,7 % des abgehobenen Betrags für den Bargeldbezug.

Bei den meisten Fintech-Karten handelt es sich nicht um eine Girocard, in Deutschland als EC-Karte bekannt, sondern um Debitkarten.

Diese Kreditkarten sind nicht in das Electronic Cash System eingebunden.

Bei der Verwendung an Geldautomaten musst du auf das abgebildete Symbol achten.

Folgende Banken bieten kostenlose Bargeldabhebungen an:

  • bunq (10 kostenlose Abhebungen pro Monat inklusive & danach 0,99 Euro pro Abhebung)
  • N26 (3 Abhebungen kostenlos pro Kalendermonat, 2,00 Euro für jede weitere Abhebung)
  • Postbank

Wenn die Entscheidung bereits fast gefallen ist, bleibt noch eine Frage offen: online eröffnen oder in der Filiale? Welche Vor- und Nachteile beide Varianten bieten, erklären wir dir im nächsten Punkt!

Was ist ein Geschäftskonto? Der Unterschied zwischen Geschäftskonto und Privatkonto

Das Geschäftskonto ist (genau wie ein Girokonto) ein Kontokorrentkonto, über das täglich alle Zahlungsein- und -ausgänge erfasst werden. Mit diesem Firmenkonto kannst du die gleichen Funktionen nutzen, wie du es vom privaten Girokonto kennst:

  • Überweisungen
  • Daueraufträge
  • Lastschriften
  • Bargeld-Aktionen
  • EC-Karte(n)
  • Dispokredit

Dein Geschäftskonto dient der Abwicklung deines geschäftlichen Zahlungsverkehrs.

Der Unterschied zum Privatkonto liegt darin, dass über das Geschäftskonto wirklich nur geschäftliche Dinge geregelt werden. Theoretisch kannst du als Einzelunternehmer/in ein Girokonto als Geschäftskofinto nutzen – das sehen allerdings viele Banken nicht gerne. Sind bei wenigen Kontobewegungen und geringen Umsätzen allerdings kulant und somit für Freiberufler und Kleinstgewerbe denkbar.

Privatkunde vs. Geschäftskunde

Banken und Sparkassen differenzieren innerhalb ihrer Allgemeinen Geschäftsbedingungen zwischen den Kontoinhabern genau. Aus Verbraucherschutzgründen sind Finanzdienstleister gegenüber Privatkunden zu hoher Transparenz verpflichtet. Verhandlungen über Konditionen sind mit Unternehmen variabler. Kontoführung, Transaktionen, Bareinzahlungen und weitere Modalitäten lassen sich anpassen.

Und ab wann braucht man ein Geschäftskonto?

Keine Frage: Am besten ab Tag eins deiner Selbstständigkeit. Denn durch die separaten Konten lassen sich private und geschäftliche Transaktionen trennen. Das erspart dir auf lange Sicht viel Verwaltungsaufwand und vermutlich die eine oder andere Diskussion mit dem Finanzamt.

Besonders Kosten für Fehl- und Umbuchungen oder Änderungen innerhalb von (digitalen) Geschäftsinformationen kannst du dir durch eine direkte Trennung ersparen.

Für manche Unternehmensformen ist das separate Geschäftskonto sogar verpflichtend – mehr dazu im Anschluss!

Ist ein Geschäftskonto Pflicht?

Verpflichtend ist ein Geschäftskonto nur für Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG, KGaA), d. h. für alle haftungsbeschränkten Unternehmen. Denn diese müssen zuerst das Eigenkapital auf ihr Geschäftskonto einzahlen, bevor die Firma notariell im Handelsregister angemeldet wird.

Worauf du bei deinem Geschäftskonto achten solltest

Bei einem so vielschichtigen Thema wie dem Geschäftskonto-Vergleich passiert es schnell, dass du den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr siehst. Damit dich all die Informationen aus diesem Beitrag und aus anderen Quellen nicht gänzlich überrollen, möchten wir dir an dieser Stelle nochmal kurz und bündig erklären, worauf du achten musst, wenn du auf der Suche nach einem Geschäftskonto bist.

  • Wie viel willst du bezahlen?

    Eine kostenlose Grundgebühr ist immer verlockend – doch wirklich gratis ist ein Geschäftskonto in den seltensten Fällen! Wenn es um den Preis geht, solltest du genau hinschauen und dich beispielsweise auch über Kosten für deine Kontokarte, Buchungen und Kontoauszüge informieren.

  • Welche Rechtsform hast du gewählt?

    Nicht jedes Geschäftskonto ist für jede Rechtsform geeignet. Informiere dich daher im Vorfeld über besonders empfehlenswerte Angebote und solche, die (eher) nicht für dich in Frage kommen. Hierbei ist auch wichtig, zu wissen, dass nicht jeder Anbieter auch jede Rechtsform „annimmt“. Gerade Fintechs sind mitunter wählerisch.

  • Welche Basics sind dir wichtig?

    Auf der Suche nach einem Geschäftskonto solltest du dir natürlich ganz grundsätzliche Fragen stellen, wie zum Beispiel: Möchte ich eine Beratung vor Ort? Oder: Wie oft muss ich Bargeld abheben und einzahlen? Erst wenn du genau weißt, was du brauchst, kannst du herausfinden, wo du es bekommst.

  • Welche Extras sind dir wichtig?

    Nicht ganz so wichtig wie die Basics, aber deswegen keinesfalls irrelevant sind Extras, die du von deinem Geschäftskonto erwarten kannst. Hierzu gehören unter anderem ein zusätzliches Buchhaltungsprogramm, Unterkonten oder auch die ethische Ausrichtung des Anbieters.

  • Mit welchem Anbieter fühlst du dich wohl?

    Klassische Filialbanken, Direktbanken und Fintechs unterscheiden sich teils stark voneinander. Was für den einen eine Grundvoraussetzung ist, gilt für den anderen regelrecht als No-Go. Umso wichtiger ist es, dass du dir im Klaren darüber bist, welcher „Art“ von Anbieter du deine Finanzen anvertrauen möchtest.

Günstiges oder kostenloses Geschäftskonto? Die Kosten im Überblick

Gibt es ein Geschäftskonto ohne Gebühren? Wie du im Vergleich vermutlich sehen wirst: Ja! Die Gebühren sind allerdings nur einer von vielen Faktoren.

Dass dir im (Geschäfts-)Leben kaum etwas geschenkt wird, sollte dir natürlich klar sein. Doch wie hoch sind denn nun die Kosten für ein Geschäftskonto im Detail?

Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es selbstverständlich nicht. Wenn du unseren Geschäftskonto-Vergleich nutzt und dort deine Eckdaten wie Unternehmensform, durchschnittlicher Geldeingang pro Monat, Durchschnittsguthaben, Anzahl der Buchungen und gewünschte Zusatzoptionen eingibst, wirst du ein breites Spektrum an Ergebnissen und Kosten erhalten.

Während die Grundgebühren in der Regel zwischen 0 und 30 Euro pro Monat betragen, sind die wahren Kostenfaktoren beleglose und vor allem beleghafte Buchungen. Diese sorgen im Extremfall schnell dafür, dass die Kosten für dein Geschäftskonto jährlich 1.000 Euro und mehr betragen können. Im Best Case (beispielsweise als Freiberufler, der keinerlei beleghafte Buchungen hat) kannst du mit Summen von 0 bis 100 Euro im Jahr rechnen. Du siehst: Die Preisspanne ist wirklich enorm und eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Thema lohnt sich.

Wenn du genau wissen möchtest, welche monatlichen beziehungsweise jährlichen Ausgaben du für dein Geschäftskonto einplanen musst, empfehlen wir dir, unseren Geschäftskonto-Vergleich zu nutzen. Damit erhältst du nicht nur einen Kosten-Überblick, sondern kannst auch ganz einfach herausfinden, welches Konto von welchem Anbieter am besten zu dir passt.

Geschäftskonto eröffnen: online oder vor Ort?

Du weißt bereits, dass du ein Geschäftskonto benötigst, hast einen passenden Anbieter herausgesucht und möchtest erfahren, wie die Eröffnung abläuft? Wir erklären die die einzelnen Schritte, damit du alle Unterlagen zur Hand hast.

Kurz und knapp: Wenn du dein Geschäftskonto bei einer Traditionsbank eröffnest und das vor Ort in einer Filiale tust, brauchst du vermutlich etwas mehr Geduld. Die Online-Eröffnung lässt sich im Vergleich dazu oft in ein paar Minuten abschließen.

Was du in beiden Fällen wissen solltest, das Konto können nur Geschäftsführer oder Bevollmächtigte eröffnen. Außerdem brauchst du in der Regel ausnahmslos immer (mindestens) folgende Angaben:

  • Name und Anschrift
  • Geburtsdatum und -ort
  • Branche, Name und Rechtsform des Unternehmens

Variante 1: Das Geschäftskonto in der Filiale eröffnen

Für die Kontoeröffnung in einer Filiale brauchst du zunächst einen Termin. Die Bank teilt dir bei der Terminvereinbarung mit, welche Unterlagen du mitbringen musst. Je nachdem, um welche Unternehmensform es geht, kann diese Liste relativ umfangreich ausfallen und u. a. folgende Dokumente umfassen:

  • die beglaubigte Gründungsurkunde
  • den Handelsregisterauszug
  • Einkommensnachweis

Auch der Schufa-Score wird in diesem Rahmen abgefragt. Darum kümmert sich die Bank selbst, du musst hier also keine Unterlagen mitbringen. Apropos Bonität – hat man mit einem negativen Schufa-Eintrag überhaupt eine Chance auf ein Geschäftskonto?

Variante 2: Online Kontoeröffnung

Die Online-Eröffnung geht in der Regel sehr schnell über die Bühne. Qonto z. B. wirbt damit, dass das Konto in rund 10 Minuten eröffnet ist.

Natürlich muss bei der Online-Variante eine Identifizierung stattfinden. Das geschieht üblicherweise über Video- oder Postident-Verfahren. Was die Unterlagen betrifft, musst du neben den o. g. persönlichen Daten außerdem angeben, welche Rechtsform das Unternehmen hat und unter welchem Namen es registriert ist. Konkrete Angaben variieren je nach Kreditinstitut etwas.

Wie schnell ist mein Konto einsatzbereit?

Wie so oft gibt es auch hier mal wieder nicht „die eine“ Antwort auf deine Frage. Tatsache ist nämlich: Jeder Anbieter arbeitet anders, wodurch die Dauer von der Eröffnung bis zur Nutzer stark schwankt.

Grundsätzlich können wir folgendes festhalten:

  1. Die Zeitspanne von der Kontoeröffnung bis zur Nutzung beträgt im Durchschnitt einen bis fünf Tage. In Ausnahmefällen kann es bis zu 14 Tagen dauern, bis dein Geschäftskonto einsatzbereit ist. Beachte das vor allem, wenn du eine Kapitalgesellschaft gründest und einen strengen Zeitplan verfolgst.
  2. Direktbanken und Fintechs arbeiten in der Regel agiler, wodurch du dein Geschäftskonto meist schneller verwenden kannst. Die Eröffnung mithilfe von Video-Ident-Verfahren ist häufig sogar am Wochenende möglich.
  3. Klassische Filialbanken brauchen oftmals länger, bis dein Konto eröffnet ist. Die genaue Dauer hängt jedoch von verschiedenen Faktoren wie Standort der Bank, Wochentag der Eröffnung und Mitarbeiterauslastung ab.

Exkurs: Feststellung deiner Identität

Wer sein Geschäftskonto vor Ort eröffnet, hat in der Regel keine Probleme damit, seine Identität zu beweisen. Die Vorlage von Personalausweis oder Reisepass reicht in den meisten Fällen aus, um alle Zweifel aus dem Weg zu räumen.

Etwas anders beziehungsweise komplizierter verhält es sich hingegen, wenn du dein Geschäftskonto online – beispielsweise bei einer Direktbank oder einem Fintech – eröffnen willst. Um hier deine Identität zu bestätigen, kommt beispielsweise das sogenannte Video-Ident-Verfahren zum Einsatz.

Was ist das Video-Ident-Verfahren?

Hierbei handelt es sich vereinfacht ausgedrückt um einen Videochat, den du bequem von zuhause aus, aber auch unterwegs durchführen kannst.

Was du hierfür brauchst:

  • einen Einladungslink, den dir der Anbieter des Geschäftskontos meist per Mail schickt
  • eine stabile Internetverbindung
  • ein Endgerät mit Kamera (zum Beispiel Laptop, Smartphone oder Tablet)
  • Personalausweis oder Reisepass

So läuft die Video-Identifikation ab

Der Video-Chat findet in den meisten Fällen mit einem Mitarbeiter des Unternehmens statt, bei dem du dein Geschäftskonto eröffnen willst. Wichtig ist, dass du gut erkennbar bist – immerhin muss der Mitarbeiter einschätzen können, ob du auch wirklich die Person bist, die du vorgibst, zu sein.

Um das zweifelsfrei herauszufinden, wird man dich auch bitten, dein Ausweisdokument in die Kamera zu halten. Achte darauf, dass alle Angaben gut lesbar sind und befolge die Anweisungen des Mitarbeiters. Dieser wird beispielsweise verlangen, dass du deinen Ausweis kippst und bewegst, um Sicherheitsmerkmale wie das Hologramm überprüfen zu können.

Für noch mehr Klarheit und Sicherheit versenden viele Anbieter eine TAN per E-Mail oder SMS, die du am Ende des Verfahrens in eine Maske eingeben musst. Auf diese Weise werden die Zweifel an deiner Identität maximal aus der Welt geschafft und du kannst schon bald dein Geschäftskonto nutzen.

Insgesamt dauert das Video-Ident-Verfahren nur wenige Minuten. Mehr als eine Viertelstunde musst du hierfür nicht einplanen. Und noch ein Pluspunkt im Vergleich zur klassischen Konto-Eröffnung vor Ort: Die Online-Verifizierung deiner Person ist bei vielen Anbietern fast rund um die Uhr möglich. Einige ermöglichen das Video-Ident-Verfahren sogar am Wochenende!

Und was ist das Post-Ident-Verfahren?

Neben der Video-Ident gibt es eine weitere Möglichkeit zur Identifikation deiner Person, wenn du dein Geschäftskonto nicht in einer Bank-Filiale eröffnen möchtest. Für das sogenannte Post-Ident-Verfahren musst du jedoch trotzdem das Haus verlassen und eine Filiale der Deutschen Post aufsuchen.

Hier kannst du – ähnlich wie bei der Video-Identifikation – mittels Personalausweis oder Reisepass deine Identität bestätigen lassen.

Dein Ausweisdokument muss noch gültig sein und das ausgedruckte und ausgefülltes Formular sowie Post-Ident-Coupon nicht vergessen!

Auch wenn das Post-Ident-Verfahren noch immer von vielen Direktbanken angeboten wird, handelt es sich eher um ein Auslaufmodell. Denn Hand aufs Herz: Wer keine Lust hat, eine Bankfiliale aufzusuchen, der macht in der Regel auch einen Bogen um den Postschalter.

Exkurs: Geschäftskonto und Privatkonto

Der Unterschied zum Privatkonto liegt darin, dass über das Geschäftskonto wirklich nur geschäftliche Dinge geregelt werden. Theoretisch kannst du als Einzelunternehmer/in ein Girokonto als Geschäftskofinto nutzen – das sehen allerdings viele Banken nicht gerne.

Zusätzliches Geschäftskonto bei meiner Bank eröffnen?

Wenn du ein Konto für dein Unternehmen eröffnen möchtest, spricht zunächst einmal nichts dagegen, dich bei der Bank zu informieren, bei der du dein privates Girokonto hast. Nahezu alle Banken und Sparkassen bieten ihren Kunden auch geschäftliche Produkte an und sind natürlich froh, wenn du ihnen als Kunde treu bleibst.

Doch ist dieses Vorgehen wirklich sinnvoll? Diese Frage wollen wir gern beantworten, indem wir das Für und Wider genauer unter die Lupe nehmen.

Was spricht dafür, Geschäftskonto und Privatkonto bei der gleichen Bank zu haben?

  • Du kennst den Anbieter und hast Vertrauen in ihn. Dieser Vorzug überzeugt vor allem dann, wenn es dir schwer fällt, neuen Dingen eine Chance zu geben oder du schlichtweg ein „Gewohnheitstier“ bist.
  • Du kannst über einen Onlinebanking-Zugang beide Konten verwalten und hast weniger Aufwand. (Doch Vorsicht: Nicht aus Versehen geschäftliche Rechnungen mit deinem privaten Guthaben oder umgekehrt bezahlen!)
  • Du sparst Wege und Zeit, wenn du z. B. Kontoauszüge holst und/oder Geld abheben willst.

Was spricht dagegen, Geschäftskonto und Privatkonto bei der gleichen Bank zu haben?

  • Geschäfts- und Privatkunden werden in den meisten Fällen gesondert „bearbeitet“, d.h. du hast vermutlich zwei verschiedene Ansprechpartner und musst auch mehrere Termine für unterschiedliche Anliegen vereinbaren. (Es gibt Ausnahmen, wenn du beispielsweise schon sehr lang Kunde bei deiner Bank bist und ein überdurchschnittlich gutes Verhältnis zu deinem Berater pflegst.)
  • Auch wenn du mit deinem privaten Girokonto zufrieden bist, heißt das nicht automatisch, dass das Geschäftskonto der Bank deinen Ansprüchen gerecht wird/die beste Wahl für dein Business ist.
  • Du erhältst in der Regel keine Vergünstigungen/ Rabatte/ Sonderkonditionen.
  • Kostenlose Girokonten, die viele Kunden anlocken, werden eventuell durch teurere Geschäftskonten ausgeglichen. Es kann also sein, dass du hierfür extra tief in die Tasche greifen musst.

Du hast dich entschieden, dein Business Konto bei deiner derzeitigen Bank zu eröffnen. Solltest du nun mit Unterkonten arbeiten? Also, dein Girokonto so anpassen, dass es auch dein Geschäftskonto „inkludiert“.

Ein solches Vorgehen ist durchaus vorstellbar. Das bedeutet aber nicht, dass es automatisch erlaubt ist. Entscheidend ist hierbei in erster Linie, für welche Unternehmensform du dich entschieden hast. Ein separates Geschäftskonto ist nur für Kapitalgesellschaften verpflichtend – als Gründer einer GmbH, UG (haftungsbeschränkt), AG oder KGaA kommst du also nicht um ein Extra-Konto herum. Ob du dieses bei deiner „Hausbank“ oder bei einem anderen Anbieter eröffnest, ist dir überlassen.

Kapitalgesellschaften (GmbH, UG (haftungsbeschränkt), KGaA, Limited, AG) müssen ein separates Geschäftskonto eröffnen. Holdings, die mindestens aus zwei Kapitalgesellschaften bestehen, benötigen ebenso ein separates Konto.

Für alle anderen Unternehmensformen gilt diese Pflicht nicht. Einzelunternehmer, GbRs, OHGs, Freiberufler und andere können – rein theoretisch – sogar ihr privates Konto für geschäftliche Zwecke nutzen. Der Haken: Die meisten Geldinstitute sehen das nicht gern und auch dein Steuerberater wird sich sicher freuen, wenn du berufliche und private Finanzen strikt voneinander trennst.

Ob du die Trennung über Unterkonten löst oder über ein eigenes Geschäftskonto, hängt zum einen von deinen Vorlieben ab und zum anderen von der Arbeitsweise deiner Bank. Eine offene Kommunikation ist hier zweifelsfrei der beste Weg, um Unstimmigkeiten und drohenden Ärger aus der Welt zu schaffen. Mit anderen Worten:

Einzelunternehmer (GbRs, OHGs, Freiberufler) müssen nicht zwingend ein getrenntes Geschäftskonto eröffnen. Jedoch lohnt sich die Trennung zwischen privaten und geschäftlichen Finanzen.

Geschäftskonto wechseln

Du bist nicht zufrieden mit deinem bisherigen Business Konto und willst zu einem neuen Anbieter wechseln? Das sollte kein allzu großes Problem sein – solange du systematisch vorgehst:

  • Vergleiche mehrere Geschäftskonten und eröffne dann dein neues Konto.
  • Teile allen involvierten Parteien mit, dass sich das Geschäftskonto geändert hat, also u. a. dem Finanzamt, Vermieter/innen, Lieferanten, dem Telefonanbieter, … Ändere die Angaben unbedingt auch auf allen Formularen sowie der Firmenwebsite.
  • Lass beide Konten parallel laufen, bis du dir sicher bist, dass das Neue deinen Ansprüchen gerecht wird.
  • Kündige dein altes Firmenkonto.

Häufig gestellte Fragen

Nachfolgend haben wir häufig gestellte Fragen zum Thema aufgelistet und beantwortet.

Was ist ein Geschäftskonto?

Das Geschäftskonto ist ein Kontokorrentkonto, über das alle Transaktionen und Zahlungseingänge laufen, die mit dem Unternehmen zusammenhängen.

Welche Bank ist zu empfehlen?

Zu empfehlen ist die Bank, die dir am günstigsten alle Leistungen bietet, die du brauchst. Deshalb ist ein gründlicher Vergleich wichtig: Schau dir die einzelnen Anbieter im Detail an. Generell ist aus unserer Erfahrung für Einzelunternehmer und Freiberufler ein Bankkonto bei N26 zu empfehlen. Für Unternehmen eignet sich, unserer Meinung nach, ein Geschäftskonto bei Holvi.

Wo gibt es kostenlose Geschäftskonten?

Geschäftskonten ohne Grundgebühr bieten unter anderem Holvi, Penta und N26 an. Achtung: Gänzlich kostenlos ist ein Firmenkonto nur selten. Bitte informiere dich vor Abschluss eines Kontos über eventuell auftretende Kosten bei beleghaften Buchungen oder Bargeldabhebungen.

Was ist das beste Geschäftskonto für Selbstständige?

Firmenkonten bei N26 haben sich erfahrungsgemäß für Selbstständige bewährt. Vergleiche aber trotzdem verschiedene (Direkt-)Banken miteinander – jede Situation ist unterschiedlich!

Wie finde ich das optimale Geschäftskonto?

Vergleiche verschiedene Anbieter bezüglich folgender Faktoren und gemäß deinen Bedürfnissen:

  • Buchungen (beleghaft und beleglos)
  • Kartengebühren
  • Filialbank oder Direktbank?
  • Guthaben und Eingänge

Wähle nun eine Handvoll Anbieter aus und bohre genauer nach. Gibt es Erfahrungsberichte? Wie schnell und umfassend kann dir der Support weiterhelfen? Nur wenn du auch in dieser Hinsicht zufrieden bist, solltest du das Konto eröffnen.

Was kostet ein Geschäftskonto?

Die Kosten und die damit verbundenen Leistungen sind von der jeweiligen Bank abhängig.

Betreibst du zum Beispiel einen Onlineshop und benötigst keine Sonderleistungen wie regelmäßige Bargeldeinzahlungen, ist ein Firmenkonto bei einer Onlinebank ausreichend.

Wenn du dich im Handel oder in der Gastronomie selbstständig machen möchtest und deine Kundschaft oft mit Bargeld bezahlt, ist es sinnvoll, eine Bank mit einem großen Netz an Filialen auszuwählen.

Wie lange dauert die Eröffnung eines Geschäftskontos?

Bei einigen Banken ist die Eröffnung durch das Video-Ident-Verfahren in wenigen Minuten möglich. Andere Banken verlangen eine Einsendung diverser Unterlagen, bevor das Konto eröffnet wird. Die Dauer der Kontoeröffnung hängt außerdem von der Unternehmensform ab.

Welches Geschäftskonto eignet sich für einen Onlineshop?

Je nachdem, in welcher Rechtsform der Onlineshop geführt wird, eignen sich verschiedene Angebote. Beachte bei einem großen Shop unbedingt die Kosten der Buchungen und prüfe, ob Zahlungsmöglichkeiten wie Sofortüberweisung oder Lastschrifteinzug als Optionen angeboten werden.

Welches Geschäftskonto eignet sich bei einem Kleingewerbe?

Bei einem Kleingewerbe eignet sich ein kostenloses Angebot bei einer Onlinebank wie Holvi oder N26.

Welches Geschäftskonto eignet sich für eine GbR?

Bei der Gründung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) ist ein separates Bankonto zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben. Trotzdem erleichtert auch hier ein Firmenkonto, zum Beispiel bei FYRST, die Buchhaltung.

Welche Unterlagen brauche ich für ein Geschäftskonto?

Je nachdem, für welche Unternehmensform du ein Geschäftskonto eröffnen möchtest, verlangt die Bank unterschiedliche Dokumente und Nachweise von dir. Allgemein benötigst du folgende Unterlagen für eine Kontoeröffnung:

  • Bonitätsauskunft der Schufa
  • ausgefüllte und unterschriebene Kontoverträge
  • Gewerbeanmeldung bei Gewerbetreibenden
  • Steuernummer bei freiberuflich tätigen Personen
  • evtl. ältere Kontoauszüge
  • evtl. Vollmacht der Geschäftsführung

Die genau benötigten Unterlagen kannst du im Vorfeld bei der Bank erfragen.

Welches Geschäftskonto eignet sich für eine GmbH?

Bei der Auswahl für eine GmbH solltest du überlegen, welche Leistungen dein Unternehmen wirklich benötigt. Bei der Fidor Bank etwa kannst du das Angebot auch mit einer GmbH kostenlos nutzen und Kosten wie eine Grundgebühr sparen.

Welches Geschäftskonto eignet sich für ein Nebengewerbe?

Wenn du ein Nebengewerbe führst, ist ein zusätzliches Geschäftskonto zu deinem Girokonto nicht gesetzlich vorgeschrieben. Jedoch erleichtert das separate Geschäftskonto die Buchführung, weshalb wir dir ein kostenloses Angebot bei einer Onlinebank empfehlen.

Was kostet eine beleghafte Buchung?

Einige Anbieter bieten kostenlose Kontingente (Freikosten im Jahr/Monat) an beleghaften und beleglosen Transaktionen an.

Im Penta Advanced Tarif sind derzeit 100 ausgehende SEPA-Transaktionen im Monat kostenlos. Jede weitere Überweisung kostet 20 Cent.

Wird eine Gebühr verlangt, bewegt sich diese zwischen 20 Cent und 3,5 Euro.

Beleglose Buchungen werden elektronisch am Terminal oder via Online-Banking von dir selbst vorgenommen werden.

Eine Beleghafte Buchung wird über einen Überweisungsträger durch einen Bankberater durchgeführt und ist daher bei vielen Online Business Konten nicht möglich. Notwendig ist dieser Fall unserer Meinung nach sowieso nur, wenn das Internet ausgefallen ist.

Zusammenfassung

Nicht jedes Angebot eignet sich für jede Unternehmensform. Es lohnt sich daher auf jeden Fall, mehrere Geschäftskonten bezüglich Leistungen und Gebühren zu vergleichen und sich die einzelnen Angebote gründlich anzusehen. Das kannst du mit unserem Firmenkonto-Vergleich ganz einfach erledigen.

Kevin Pflock

Kevin Pflock

Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens hinter Junge Gründer - der KP Smart Media UG.

Mit dem Thema Selbstständigkeit beschäftige ich mich, seit ich 2011 einen Zeitungsartikel über die Gründungsmentalität Jugendlicher in den USA gelesen habe.

Als Chefredakteur von Junge Gründer möchte ich mein Wissen und meine Erfahrungen an Gründungsinteressierte und junge Selbstständige weitergeben.