Geschäftskonto-Vergleich für April 2026
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Inhalt
Darauf solltest du bei der Auswahl achten
Bei der Auswahl eines Geschäftskontos solltest du mehrere Faktoren berücksichtigen, abhängig von deinem Geschäftsmodell, deinem Zahlungsvolumen und deinen spezifischen Anforderungen.
Hier sind die wichtigsten Kriterien im Überblick.
Kontoführungsgebühr
Die monatliche Kontoführung bei Firmenkonten beginnt bei 0 Euro (bei Fintechs) und geht bis zu 30 Euro oder mehr bei klassischen Banken.
Achte darauf, ob es unterschiedliche Preismodelle je nach Umsatz oder Buchungsvorgängen gibt.
Kosten für Transaktionen
Hier solltest du darauf achten, wie viele Buchungen pro Monat im Geschäftskonto-Modell enthalten sind.
Manchmal ist auf den Websites der Anbieter auf den ersten Blick nicht alles problemlos ersichtlich. Schaue daher auch in die Inhalte der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Anbieter.
Zu Transaktionen gehören Überweisungen, Lastschriften, aber auch Kartenzahlungen.
Bei vielen Bargeldabhebungen solltest du auch auf die Gebühren achten und auch darauf, wo und wie oft du Bargeld abheben kannst.
Banking-Technologie und Benutzerfreundlichkeit
Schaue dir hier Screenshots des Onlinebanking deines Geschäftskonto an: Ist es modern, einfach und zuverlässig?
Hier können auch Bewertungen auf gängigen Portalen helfen.
Achte auch auf die mobile App: Unterstützt diese alle wichtigen Funktionen und wird regelmäßig geupdatet?
Im Alltag helfen Integrationen mit deiner Buchhaltungssoftware. Welche Integrationen werden angeboten (z. B. Lexware Office, sevdesk, DATEV)?
Sicherheit und Seriosität
Ist die Bank durch die deutsche Einlagensicherung abgesichert?
Hat sie eine BaFin-Lizenz (für Fintechs wichtig)?
Businessspezifische Funktionen
Frage dich hier, welche Funktionen du oder dein Unternehmen vom Geschäftskonto wirklich nutzt.
Mögliche Stichworte, auf die du beim Vergleich achten solltest, sind SEPA-Lastschriftverfahren, Unterkonten, Integration von Kreditkarten, Zahlungsdienstleistern (Stripe, PayPal) und Mehrbenutzer-Zugänge (z. B. für Steuerberater, Angestellte)
Zahlungsverkehr international
Bietet das Geschäftskonto Fremdwährungskonten oder günstige Auslandsüberweisungen (z. B. Wise, Revolut Business)?
Wie ist es um die SWIFT- und IBAN-Kompatibilität bestellt?
Buchhaltung und Steuerintegration
Bietet das Geschäftskonto eine automatisierte Belegerkennung und -zuordnung oder eine Umsatzsteuer-Voranmeldung via Schnittstelle?
Kundenservice
Wie schnell ist der Support erreichbar (Telefon, Chat, E-Mail)?
Gibt es persönliche Beratung oder eine Filiale bei komplexeren Anliegen?
Finanzierung und Kreditangebote
Bietet das Geschäftskonto einen Dispo oder Betriebsmittelkredit direkt an oder ist dies nur über Partner möglich?
Gibt es Möglichkeiten für Firmenkreditkarten, Leasing etc.?
Geschäftskonto eröffnen – Schritt für Schritt
Die Eröffnung eines Geschäftskontos läuft in mehreren Schritten ab – je nachdem, ob du zu einer klassischen Bank oder einem Fintech gehst.
1. Voraussetzungen prüfen
Bevor du ein Konto eröffnest, solltest du sicherstellen, dass du folgende Unterlagen und Voraussetzungen erfüllst.
Du musst geschäftlich tätig sein, also etwa als Einzelunternehmen, Freiberufler, GbR, UG (haftungsbeschränkt), GmbH und AG, oder als Verein oder Stiftung ein Geschäftskonto eröffnen wollen.
2. Benötigte Unterlagen
Je nach Unternehmensform unterscheiden sich die Unterlagen leicht:
| Unternehmensform | Erforderliche Unterlagen |
|---|---|
| Einzelunternehmen, Freiberufler | Personalausweis, evtl. Gewerbeanmeldung oder Nachweis der Tätigkeit |
| GbR | GbR-Vertrag, Personalausweise aller Gesellschafter, evtl. Gewerbeanmeldung |
| UG, GmbH und AG | Handelsregisterauszug, Gesellschaftervertrag, Gesellschafterliste, Legitimation aller vertretungsberechtigten Personen |
| Verein und Stiftung | Satzung, Vereinsregisterauszug, Legitimation der Vorstände |
3. Kontoeröffnung – Schritt für Schritt
Die Kontoeröffnung bei Fintechs oder klassischen Banken unterscheidet sich.
Nachfolgend erfährst du, was dich erwartet.
Online (bei Fintechs oder modernen Banken wie Finom, Vivid etc.):
Als Erstes füllst du den Online-Antrag aus und machst dort Angaben zu deiner Person, deinem Unternehmen und eventuell auch zum erwarteten Umsatz.
Danach musst du dich legitimieren. Das heißt, du weist der Bank über einen Dienstleister deine Identität danach. Dies geschieht per Video-Ident über deine PC- oder Handy-Kamera oder via PostIdent in einer Postfiliale.
Lese aufmerksam durch, welche Unterlagen du benötigst. In der Regel ist dein Ausweis ausreichend und beim PostIdent-Verfahren der Barcode, den du von deiner Bank erhältst.
Als Nächstes musst du weitere Unterlagen über das Kundenportal der Bank hochladen. Dies können der Gewerbeschein oder auch Businesspläne bei größeren Vorhaben sein.
Die Bank prüft danach deinen Antrag und du erhältst in wenigen Minuten (bei Fintechs) oder einigen Werktagen (bei klassischen Banken) deinen Zugang zum Geschäftskonto inkl. IBAN und Zugangsdaten.
In der Filiale (bei klassischen Banken):
Bei klassischen Filialbanken eröffnest du dein Geschäftskonto in der Regel vor Ort mit einem persönlichen Gespräch mit einem Berater.
Achte hier darauf, ob dir der Berater weitere Produkte empfiehlt und ob du oder dein Unternehmen diese wirklich benötigt.
Nach der Abgabe der Unterlagen prüft die Bank die Eröffnung. Nach der erfolgreichen Eröffnung erhältst du die Zugangsdaten per Post.
Nach der Eröffnung: Was kommt danach?
Nach der Eröffnung deines Geschäftskontos erhältst du in der Regel deine IBAN und kannst deine Debitkarte oder Kreditkarte beantragen.
Zugleich erhältst du deinen Zugang zum Onlinebanking und kannst etwaige Buchhaltungssoftware an dein Firmenkonto anbinden.
Zuletzt kannst du dein Konto auch gegenüber Dritten, also Mitarbeitern oder deinem Steuerberater, freigeben.
Dauer
Bei Fintechs und Onlinebanken ist die Geschäftskonto-Eröffnung oft in 10–30 Minuten erledigt, das Konto meist am selben oder nächsten Tag aktiv.
Bei klassischen Banken kann die Eröffnung schon einmal ein bis fünf Werktage in Anspruch nehmen, da oft die Bonität oder das Geschäftsmodell besonders geprüft wird.
Achtung: Ablehnungen möglich
Wenn du in Branchen mit hohem Risiko, also etwa im Glücksspiel oder bei Kryptowährungen, tätig bist, kann es sein, dass die Bank die Eröffnung deines Geschäftskontos ablehnt.
Auch bei unerklärlichen Geldflüssen kann dies der Fall sein, um der Geldwäsche präventiv entgegenzuwirken.
Bei einer negativen Schufa wirst du es vorwiegend bei Filialbanken schwierig haben, ein Firmenkonto zu eröffnen. Hier können Fintechs, dann größtenteils ohne Dispokredit, eine gute Alternative sein.
Sind Fintechs besser als klassische Banken?
| Kriterium | Klassische Banken | Fintechs (z. B. Qonto, Finom, Kontist) |
|---|---|---|
| Gebühren | Höher | Niedriger oder transparent |
| Filialen/Bargeld-Service | Vorhanden | Meist nicht vorhanden |
| Technische Integration | Eingeschränkt | Sehr gut (API, Buchhaltung etc.) |
| Kundenservice | Persönlich möglich | Digital, evtl. beschränkt |
| Zusatzleistungen | Oft breiter (z. B. Kredit) | Fokus auf Kernfunktionen |
Übersicht über Filial-, Direktbanken und Fintechs
Folgender Vergleich zeigt die Einsteigerkonten von Fintechs und traditionellen Filialbanken bzgl. ihrer Leistungen und Kosten:
Häufig gestellte Fragen
Ein Geschäftskonto, auch Firmenkonto oder Geschäftsgirokonto genannt, ist ein Kontokorrentkonto, über das Zahlungsein- und Zahlungsausgänge erfasst werden.
Durch das separate Konto werden private und geschäftliche Einnahmen und Ausgaben getrennt.
Ähnlich wie Girokonten bieten Banken bei Geschäftskonten auch Dispokredite, Kreditkarten und andere Funktionen an.
Verpflichtend ist ein Geschäftskonto nur für Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG, KGaA).
Unsere klare Empfehlung: Eröffne unbedingt ein separates Kontos, um private und geschäftliche Finanzen voneinander zu trennen. So vermeidest du auch Ärger mit dem Finanzamt.
Am besten ab Tag eins deiner Selbstständigkeit.
Durch die separaten Konten lassen sich private und geschäftliche Transaktionen trennen.
Für manche Unternehmensformen ist ein eigenes Geschäftskonto sogar verpflichtend.
Bei einem Wechsel zu einem neuen Firmenkonto solltest du aktuelle Angebote in einem Vergleich nach deinen eigenen Bedürfnissen vergleichen und danach dein neues Konto eröffnen.
Ist dieses fertig eingerichtet, teilst du allen involvierten Parteien mit, dass sich das Geschäftskonto geändert hat. Also etwa dem Finanzamt, Vermieter, Lieferanten, dem Telefonanbieter.
Ändere gleichzeitig die Angaben wie Bankname, IBAN und BIC auf deiner Website (sofern dort vorhanden) sowie allen Formularen und Vorlagen.
Tipp: Lass dein altes Konto noch einen Monat laufen, damit du sicher bist, dass dort keine Zahlungen mehr ein- oder ausgehen.
Im Anschluss kannst du dein altes Geschäftskonto kündigen.
Schufa-freie Konten bietet unter anderem Finom und Vivid an.
Beachte, dass das Konto dann mit Einschränkungen verbunden ist: Du erhältst ein Konto auf Guthabenbasis. Etwaige Dispokredite und Überziehungsrahmen sind dann ausgeschlossen.
Solltest du finanzielle Mittel wie einen Kredit benötigen, kannst du dich jederzeit auch an andere Anbieter als deinen Geschäftskonto-Betreiber wenden.
Zunächst gilt es festzuhalten, dass es keine eindeutige Definition gibt, was nachhaltig bedeutet. Orientierung bieten die ESG-Kriterien, die verschiedene Standards zusammenfassen.
Recherchiere daher genau, was nachhaltig bei deiner Wunschbank bedeutet und das Geld angelegt wird.
Beachten solltest du, dass nachhaltige Banken oft höhere Gebühren für das Geschäftskonto, Karten und andere Dienstleistungen haben.
Nur wenige Geschäftskonten bieten Guthabenzinsen an. Auch, wenn immer mehr Anbieter auch Zinsen gewähren.
Eine dieser Ausnahmen ist Vivid. Bei Vivid erhältst du für vier Monate vier Prozent Zinsen und danach bis zu 2,7 % jährlich.
Eine Alternative zu Vivid ist UnitPlus Business. Hier kannst du deine Liquidität auch in Festgeld anlegen.




Der Artikel hat mir sehr bei der Auswahl meines Geschäftskontos weitergeholfen. Weiter so!
Vielen Dank liebe Marieke 🙂
Hallo
vielen Dank für die vielen Tipps und Hinweise. Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich mir die Auswahl nun auch leichter vorgestellt habe. Ich stehe mir da wohl selber im Weg. Ich betreibe ein Kleingewerbe und muss natürlich die Kosten so gering wie möglich halten. Bei den ganzen Hinweisen fehlt mir aber die Auswahl, welches dieser Konten auch eine Schnittstelle für das FA oder Steuerberater hat.
Habe ich hier etwas überlesen?
Für mich speziell sind Beleglose Buchungen wichtig, kein Dispo oder Kredit, Bargeldeinzahlungen können aber müssen nicht sein und eine EC-Visa-Karte benötige ich auch nicht.
Wie schon erwähnt, wichtig ist mir hier eine Schnittstelle und auch die Möglichkeit, ein bis zwei Unterkonten anzulegen.
Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.
LG A.L.
Hi Anne,
danke für deinen Kommentar – ich gebe dir recht, bei der Auswahl ist es nicht immer leicht, den Überblick zu bewahren.
In deinem Fall würde ich dir ein Geschäftskonto bei Vivid Business (hier der Link zum Detailartikel https://www.junge-gruender.de/geschaeftskonto/vivid-geschaeftskonto/) oder Kontist (https://www.junge-gruender.de/geschaeftskonto/kontist-geschaeftskonto/) empfehlen.
Bei beiden hast du eine Schnittstelle zu Datev (= zu deinem Steuerberater) und auch Unterkonten dabei.
Liebe Grüße
Kevin
Äußerst informativ! Danke!
Vielen Dank 🙂