UnitPlus Business: Vor- und Nachteile

Jessika Fichtel

Expertin für Entrepreneurship

Stand:

5. Juni 2026

Daten aktuell
Mit UnitPlus Business parkst du freie Unternehmensgelder in Geldmarktfonds von Goldman Sachs AM und DWS – ohne Mindestanlage, ohne Bindung und mit Sondervermögensschutz auch über 100.000 Euro. Ob sich das für dich lohnt, zeigt dieser Überblick.
Merkmal UnitPlus Cash UnitPlus Tagesgeld UnitPlus Festgeld
Zinssatz2,17 % p.a.2,33 % p.a.2,70 % p.a.
VerfügbarkeitTäglichTäglich6 Monate Bindung
MindestanlageKeineKeineKeine
HöchstbetragKeinerKeinerKeiner
ZinskorrelationEZB-LeitzinsEZB-LeitzinsFest für Laufzeit
EinlagenschutzSondervermögen (unbegrenzt)Sondervermögen (unbegrenzt)Sondervermögen (unbegrenzt)
FondsmanagerGoldman Sachs AM / DWSGoldman Sachs AM / DWSGoldman Sachs AM / DWS
Teaser-ZinsenNeinNeinNein
RegulierungBaFinBaFinBaFin
Kosten nach Volumen
Klein0,033 % / Monat  ·  ~396 € p.a. pro 100.000 €
Mittel0,025 % / Monat  ·  ~300 € p.a. pro 100.000 €
Groß0,021 % / Monat  ·  ~252 € p.a. pro 100.000 €
Sehr groß0,017 % / Monat  ·  ~204 € p.a. pro 100.000 €

Im Überblick

Das UnitPlus Business Angebot umfasst drei Produkte:

  • UnitPlus Cash: Geldmarktfonds mit täglicher Verfügbarkeit. Aktuell 2,17% p.a. Der Zins folgt dem EZB-Leitzins automatisch.
  • UnitPlus Tagesgeld: Täglich verfügbar, EZB-korreliert (2,33 % p.a.). Kein Mindest- oder Höchstbetrag.
  • UnitPlus Festgeld: Sechs Monate Bindung, aktuell 2,70% p.a. Für Kapital, das länger geparkt werden kann.

Kein Produkt arbeitet mit Teaser-Zinsen. Es gibt kein Einführungsangebot, das nach drei Monaten endet. Der Zinssatz bleibt konstant mit dem Markt korreliert.

Kosten

Die Gebühren hängen vom Volumen ab:

  • Kleines Volumen: 0,033 % monatlich
  • Mittleres Volumen: 0,025 % monatlich
  • Höheres Volumen: 0,021 % monatlich
  • Sehr großes Volumen: 0,017 % monatlich

Beispiel: 100.000 Euro angelegt kosten etwa 400 Euro im Jahr. Der verbleibende Nettozins liegt noch immer über dem Marktdurchschnitt auf Firmentagesgeld, der bei 1,20% p.a. liegt.

Es gibt keine Kontoführungsgebühren. Keine Transaktionskosten. Keine Mindestanlage.

Was ist neu?

Seit einigen Wochen steht Unternehmen ein kostenloses Cashflow-Analyse-Tool zur Verfügung, mit dem Finanzteams tiefe Einblicke in ihre Zahlungsströme gewinnen und Liquiditätsentwicklungen vorausschauend planen können.

Immer mehr Unternehmenskunden binden eine Whitelabel-API direkt in ihre ERP-, CRM- oder Treasury-Systeme ein, wodurch Prozesse automatisiert, Daten zentralisiert und manuelle Aufwände spürbar reduziert werden.

Über intelligente, regelbasierte Auszahlungen lässt sich die Liquiditätssteuerung weiter automatisieren – Unternehmen können Gelder dabei gezielt auf vorab definierte Bankkonten übertragen lassen.

In den kommenden Wochen geht zudem eine vollwertige DATEV-Integration live, über die Finanzdaten nahtlos in bestehende Buchhaltungsprozesse übernommen und der manuelle Abstimmungsaufwand deutlich gesenkt werden kann.

Anwendungsfälle

Nach einer Finanzierungsrunde liegen oft hohe Beträge auf dem Konto. Viele davon werden kurzfristig nicht gebraucht. Meist liegen sie unverzinst. UnitPlus Business gibt diesen Mitteln eine Rendite. Ohne Bindung.

Das Series-B-Startup Finanzguru setzt auf UnitPlus Business. Benjamin Michel ist Co-CEO von Finanzguru. Er nutzt die Plattform für die Unternehmensgelder. Auch MyWage GmbH und north.io GmbH sind Kundenreferenzen.

Die Vorteile für Startups und Gründer:

  • Mehr Runway: Freies Kapital arbeitet, statt zu liegen.
  • Kein Aufwand: Keine manuelle Umschichtung nötig.
  • Volle Flexibilität: Einzahlen und auszahlen geht jederzeit.
  • Sicherheit bei großen Beträgen: Sondervermögensschutz ohne Obergrenze.

Alternativen

Wer Vergleiche zieht, schaut meist auf diese Optionen:

  • Qonto oder Vivid: Neobanken mit Geschäftskonto. Gut für den Zahlungsverkehr, aber ohne starke Zinsfunktion.
  • Direktbanken mit Festgeld: Zinsen teils höher, aber begrenzt durch die 100.000-Euro-Einlagensicherung.
  • Treasury-Lösungen der Großbanken: Komplex und teuer, oft erst ab großem Volumen sinnvoll.

UnitPlus Business ersetzt das Geschäftskonto nicht. Unternehmen behalten ihr Konto. Sie überweisen Überschüsse an UnitPlus. Das Geld ist jederzeit zurückholbar. Es ist eine Ergänzung, kein Ersatz.

Wichtig: Wer mehr als 100.000 Euro anlegen will, hat bei Direktbanken ein Problem. Die Einlagensicherung greift nur bis zu dieser Grenze. Beim Sondervermögen bei UnitPlus gibt es diese Grenze nicht. Das ist für Startups nach großen Fundingrunden ein zentraler Punkt.

Häufige Fragen

Was ist UnitPlus Business genau?

unitplus Business ist eine Plattform für Unternehmensgelder. Firmen legen freie Mittel in regulierte Geldmarktfonds an. Es ist kein Bankkonto. Die Einlagen gelten als Sondervermögen und sind auch über 100.000 Euro geschützt. Die BaFin beaufsichtigt das Angebot. Goldman Sachs Asset Management und DWS verwalten die Fonds.

Wie hoch sind die Zinsen bei UnitPlus Business?

UnitPlus Cash bietet aktuell 2,07% p.a. Das Term Deposit liegt bei 2,60% p.a. bei sechs Monaten Bindung. Die Zinsen sind EZB-korreliert und passen sich automatisch an. Es gibt keine Teaser-Zinsen. Einführungsangebote, die nach kurzer Zeit ablaufen, gibt es nicht.

Ist UnitPlus Business sicher?

Ja. Die Einlagen gelten als Sondervermögen. Sie sind rechtlich vom Vermögen von UnitPlus getrennt. Bei einer Insolvenz von UnitPlus sind Kundengelder sicher. Die BaFin beaufsichtigt die Plattform. Die Fonds verwalten Goldman Sachs Asset Management und DWS.

Welche Unternehmen nutzen UnitPlus Business?

Das Series-B-Startup Finanzguru (Co-CEO Benjamin Michel), MyWage GmbH (Dr. Gamal Moukabary) und north.io GmbH (CFO Frank Stoltz) nutzen unitplus Business. Die Plattform richtet sich an Startups, Mittelständler und Holdings.

Was kostet UnitPlus Business?

Die monatliche Gebühr liegt zwischen 0,017 % und 0,033 % des angelegten Betrags. Sie hängt vom Volumen ab. Es gibt keine Mindestanlage. Keine Kontoführungsgebühren. Keine Transaktionskosten.

Benötige ich ein neues Geschäftskonto?

Nein. UnitPlus Business ersetzt das bestehende Geschäftskonto nicht. Firmen überweisen freie Mittel an UnitPlus. Das Geld ist jederzeit abrufbar. Das bestehende Konto bleibt für den normalen Zahlungsverkehr erhalten.

Fazit 2026

UnitPlus Business ist ein gutes Werkzeug für Firmen mit freier Liquidität. Startups, die Funding haben und es parken wollen, profitieren am meisten. Die Gelder sind flexibel. Sie sind geschützt. Und sie bringen mehr als auf dem normalen Geschäftskonto.

Die Zinsen liegen über dem Marktdurchschnitt. Die Kosten sind klar und gestaffelt. Der Aufwand ist gering. UnitPlus Business ist kein Ersatz für das klassische Konto, aber eine sinnvolle Ergänzung.

Wer als Gründer freie Mittel hat und diese nicht binden will, sollte UnitPlus Business prüfen.

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Über den Autor

Jessika Fichtel

Jessika Fichtel ist erfahrene Redakteurin mit Fokus auf Entrepreneurship und Karriere.

Seit über zehn Jahren schreibt sie für renommierte Wirtschafts- und Gründermedien über Themen rund um Gründung, Unternehmensführung und smarte Tools für Selbstständige und Unternehmen.

Ihre Artikel zeichnen sich durch tiefgehende Recherchen, klare Sprache und hohen Praxisbezug aus. Jessika legt besonderen Wert auf unabhängige Informationen und verständliche Inhalte für Gründer:innen und KMU.

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