Firmenkreditkarten im Vergleich

Kevin Pflock

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Experte Geschäftskonten und Finanzen

Stand:

4. Januar 2026

Firmenkreditkarten stellen eine attraktive Alternative zu anderen Zahlungsmitteln wie EC-Karte oder Bargeld dar.

Die Karten bieten verschiedene Vorteile: übersichtliches Ausgaben-Reporting, gute Konditionen und ansprechende Zusatzleistungen.

Anbieter

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Enthaltene virtuelle Kreditkarten

unbegrenzt

unbegrenzt

unbegrenzt

300

unbegrenzt

unbegrenzt

1 pro Nutzer

Enthaltene physische Kreditkarten

unbegrenzt

1

2 Business Platinum Cards, 98 Business Gold Cards, weitere zubuchbar

3 pro Nutzer

1 Hauptkarte und bis zu 99 kostenlose Zusatzkarten

unbegrenzt

unbegrenzt

unbegrenzt

bis zu 30

Cashback

bis zu 10 %

1 %

bis zu 3 %

Grundgebühr

ab 0 €

9,99 € p. M.

850 € jährlich

ab 0 €

1. Jahr kostenlos, dann 175 €

0 €

ab 0 €

ab 0 €

0 €

Startguthaben

600 € oder 200.000 Membership Rewards®-Punkte**

150 €**

Guthaben und Gutscheine

600 Euro jährliches Reise- und Technologieguthaben

250

Verlängerte Zahlungsziel

bis zu 58 Tage

bis zu 50 Tage

bis zu 60 Tage

bis zu 30 Tage

Ausgabenlimit

200.000 € pro Karte

2,5 Mio. Euro

individuell

Buchhaltungsintegrationen

Stand: 16.12.2025, Quelle: Websites der Anbieter
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** Bedingungen gelten

Warum lohnt sich eine Firmenkredit­karte?

Firmenkreditkarten haben zahlreiche Vorteile gegenüber privaten Kreditkarten:

Bessere Konditionen und Leistungen

Firmenkreditkarten haben oft bessere Konditionen als klassische Kreditkarten und bieten Vorteile wie gebührenfreies und bargeldloses Bezahlen sowie das Abheben von Bargeld im Ausland.

Oftmals enthalten sind auch verlängerte Zahlungsziele (bis zu 75 Tage) oder Versicherungspakete (z. B. Reiserücktritts-, Gepäck- oder Auslandskrankenversicherung), die speziell für Firmenkunden viele Vorteile bieten.

Mitarbeiterzufriedenheit

Durch die Kreditkarten erhalten deine Mitarbeitenden Zugang zu attraktiven Vergünstigungen wie Bonusprogramme oder Cashback und müssen auf Geschäftsreisen nicht in Vorleistung gehen und Belege einreichen.

Die gebündelte Kreditkartenabrechnung spart zudem Zeit bei der Buchhaltung.

Beachten solltest du steuerliche Aspekte, da sich aus den Extras geldwerte Vorteile ergeben können.

Weitere Vorteile

Bei manchen Anbietern erhältst du oder deine Mitarbeiter Lounge-Zugang an Flughäfen und Bahnhöfen, Einladungen zu exklusiven Events oder Prämienprogrammen für Vielflieger (z. B. Miles & More).

Durch die verlängerten Zahlungsziele wird die Liquidität im Unternehmen geschont, über die Dashboards der Anbieter kannst du die Ausgaben sehr einfach analysieren.

Was ist die beste Firmenkredit­karte?

Analysiere für die Auswahl dein eigenes Unternehmen und erkenne so die Bedürfnisse und Anwendungsfälle.

Folgende Fragen helfen bei der Auswahl:

Wie viele Mitarbeiter beschäftigst du?

Danach richtet sich, ob du dich für eine Business Card oder Corporate Card entscheidest (mehr dazu weiter unten) und wie viel Jahresgebühr du für die Karten einplanen musst.

Reisen deine Angestellten viel ins Ausland?

Dann sind die Konditionen für Zahlungen und Bargeldabhebungen im Ausland entscheidend (Stichwort: Fremdwährung).

Benötigst du finanziellen Spielraum?

Firmenkreditkarten bieten dir schnell und flexibel einen Kredit an. Dieser Kreditrahmen hilft dir dabei, dein Unternehmen wachsen zu lassen.

Hast du nur geringe finanzielle Mittel?

Dann werden die jährlichen Kosten der Kreditkarte wichtig sein.

Ist es dir wichtig, den Administrationsaufwand zu reduzieren?

Dann solltest du darauf achten, dass sich die Kreditkartenübersicht in deine Buchhaltung integrieren lässt.

Möchtest du über Bonusprogramme die Mitarbeiterzufriedenheit steigern?

In diesem Fall sind natürlich die entsprechenden Extras für deine Mitarbeiter besonders wichtig.

Möchtest du eine spezielle Kreditkarte haben?

Mastercard, Mastercard Business oder doch lieber Visa? Verschiedene Karten bieten dir verschiedene Extras.

Möchtest du es vermeiden, separate Versicherungen abschließen zu müssen?

Dann solltest du dich für eine Kreditkarte, die ein umfangreiches Versicherungspaket anbietet, entscheiden.

Was kostet eine Firmenkredit­karte?

Firmenkreditkarten lassen sich in der Standardausführung kostenlos nutzen. Karten mit mehr Leistungen können bis zu 850 Euro jährlich kosten.

Durch die Zusatzleistungen werden die Gebühren meist wieder ausgeglichen.

Die Kosten für Business-Kreditkarten setzen sich wie folgt zusammen:

  • monatliche Grund- oder Jahresgebühr (meist pro Nutzer)
  • monatliche Gebühren für spezielle Karten
  • eventuell Sollzinsen bei schrittweiser Begleichung der Kreditkartenrechnung
  • eventuell Gebühren für Bargeldabhebungen
  • eventuell Wechselkurszuschlag bei Abhebung einer Fremdwährung

Was ist eine Firmenkredit­karte?

Firmenkreditkarten sind Kreditkarten, die auf bestimmte Mitarbeiter ausgestellt und somit personalisiert werden können.

Sie vereinfachen die Abrechnung von Geschäftsessen, Geschäftsreisen und anderen Ausgaben wie Flügen und Mietwagen.

Neben physischen Firmenkreditkarten aus Plastik werden auch virtuelle Karten angeboten, die mittels App genutzt werden können.

Generell unterscheidet man zwischen Prepaid-, Debit- und echter Kreditkarte.

Die Unterschiede zwischen diesen Kreditkarten

Bei einer Prepaid-Kreditkarte muss vor dem Gebrauch ein Guthaben aufgeladen werden, das du von deinem Geschäftskonto überweisen kannst.

Debit-Kreditkarten hingegen benötigen keine Guthabenaufladung und buchen Zahlungen direkt vom angebundenen Geschäftskonto ab.

Echte Kreditkarten („Charge Cards“) buchen die getätigten Zahlungen erst später ab, sodass du ein Zahlungsziel von 30 bis 75 Tagen und damit mehr finanzielle Flexibilität erhältst.

Welche Arten der Firmenkredit­karte gibt es?

Generell unterscheidet man zwischen Business Cards und Corporate Cards.

Business Cards sind für kleinere Unternehmen mit wenigen Mitarbeitenden gedacht. Die Anbieter setzen eine Höchstzahl von Karten fest, die ausgegeben werden. Business Cards haben zudem kaum Zusatzleistungen wie Bonusprogramme und Versicherungspakete.

Corporate Cards sind oftmals mit einer Mindestabnahme verbunden und werden dementsprechend von größeren Unternehmen in Anspruch genommen. Je mehr Karten ein Unternehmen für seine Mitarbeiter anfordert, umso besser sind oft auch die Konditionen, die mit diesen Karten verbunden sind.

Corporate Cards bieten häufig Bonusprogramme, Versicherungspakete und sogar die Möglichkeit zur Integration in das Buchhaltungssystem deines Unternehmens.

Grenzen zwischen Business Cards und Corporate Cards verschwimmen zusehends, inzwischen gibt es auch Corporate Cards für Einzelunternehmen.

Fragen und Antworten

Wer haftet bei einer Firmenkreditkarte?

Bei der Nutzung von Firmenkreditkarten haftet das Unternehmen.

Um Missbrauch vorzubeugen, solltest du darauf achten, dass du flexibel oder zeitlich begrenzt Limits für den Kartenumsatz festlegen kannst.

Wer kann eine Firmenkreditkarte nutzen?

Kleinere und neu gegründete Unternehmen können es schwerer haben, Firmenkreditkarten zu erhalten.

Grund hierfür ist die Prüfung der Bonität des Unternehmens bzw. des Selbstständigen.

Die Voraussetzungen variieren von Anbieter zu Anbieter.

Ist eine Nutzungsvereinbarung für Mitarbeiter sinnvoll?

Kurze Antwort: Ja.

Eine Nutzungsvereinbarung zwischen deiner Firma und den Mitarbeitern ist sinnvoll, um die genaue Nutzung der Kreditkarte festzulegen und die private Nutzung zu verbieten.

Erhalte ich eine Firmenkreditkarte auch bei negativer Schufa?

Sollte dein Antrag auf eine Geschäftskreditkarte dennoch abgelehnt werden, kannst du eine Prepaid-Credit-Card beantragen.

Diese werden in der Regel auch bei negativer Schufa ausgestellt.

Schufa-Einträge deiner Mitarbeiter spielen bei der Vergabe von Geschäftskreditkarten keine Rolle.

Kevin Pflock

Über den Autor

Kevin Pflock

Kevin Pflock ist Gründer und Chefredakteur bei Junge Gründer und spezialisiert auf Geschäftskonten, FinTechs und digitale Finanzlösungen für Selbstständige und Unternehmen.

Seit 2011 analysiert und vergleicht er regelmäßig Anbieter von Firmenkonten, Tagesgeldlösungen und Geschäftskreditkarten.

Mit über 100 veröffentlichten Fachartikeln hat er sich in der deutschsprachigen Finanz- und Gründerlandschaft einen Namen gemacht. Seine Recherchen stützen sich auf eigene Tests, regelmäßige Marktanalysen und Gespräche mit Finanzverantwortlichen aus KMU und Startups.

Weitere Fachbeiträge von Kevin findest du auf seiner Autorenseite oder auf LinkedIn.