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So machst du dich 2024 als Freiberufler selbstständig

Jessika Fichtel Expertin für Entrepreneurship und Karriere

Aktualisiert am

Freiberufler genießen einen gewissen Sonderstatus unter den Selbstständigen und unterscheiden sich klar von Gewerbetreibenden.

Ich zeige dir, welche Schritte notwendig sind, um deine freiberufliche Tätigkeit anzumelden.

Anmeldung als Freiberufler

Erfreulicherweise ist es recht einfach, sich als Freiberufler beim Finanzamt anzumelden. Hier erfährst du, wie es geht.

Schritt 1: Prüfe, ob dir der Status „Freiberufler“ zusteht

Bevor du dich mit den nächsten Schritten beschäftigst, solltest du zunächst einmal klären, ob du wirklich Freiberufler bist oder nicht.

In Zeiten der Digitalisierung gibt es viele Grenz- und Streitfälle, die nicht eindeutig in eine der Kategorien Freiberuflichkeit oder Gewerbe eingeordnet werden können.

Erst wenn klar ist, dass dir der Status auch wirklich zugesprochen wird, lohnt es sich, weitere Schritte einzuleiten.

Schritt 2: Sende ein formloses Schreiben an dein Finanzamt

Als Nächstes gilt es, ein formloses Schreiben an das Finanzamt aufzusetzen. Darin sollten folgende Informationen enthalten sein:

  • dein Name und deine Kontaktdaten
  • die Tätigkeit, die du als Freiberufler ausüben möchtest
  • die Bitte um die Vergabe einer Steuernummer

Schritt 3: Belege deine fachliche Eignung

Wie in PartGG § 1 Abs. 2 zu lesen ist, basiert eine freiberufliche Tätigkeit auf einer „besonderen beruflichen Qualifikation oder schöpferischen Begabung“, die es natürlich auch nachzuweisen gilt.

Im Klartext bedeutet das, dass du dem Finanzamt Unterlagen übermitteln musst, die deine fachliche Eignung belegen. Hierbei kann es sich zum Beispiel um Zertifikate, Abschlusszeugnisse und Diplome handeln, aber beispielsweise auch um Arbeitszeugnisse.

Die entsprechenden Nachweise kannst du entweder auf Anfrage nachreichen oder direkt mit deinem formlosen Schreiben an das Finanzamt schicken. Wir empfehlen dir die zweite Variante, da du dadurch etwas Zeit sparst.

Schritt 4: Fülle den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung aus

Den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung musst du wahrheitsgemäß und vollständig ausfüllen und an das Finanzamt zurücksenden.

Tipp: Im Internet findest du etliche Ausfüllhilfen für den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung. Wenn du wirklich auf Nummer Sicher gehen möchtest, raten wir dir allerdings, das Dokument gemeinsam mit deinem Steuerberater auszufüllen.

Schritt 5: Warte auf deine Steuernummer und lege los

Nun spricht nichts mehr dagegen, deine Tätigkeit aufzunehmen.

Auch wenn du noch keine Steuernummer erhalten hast, darfst du bereits deinem Beruf nachgehen und sogar Rechnungen schreiben. Beachte allerdings, dass du auf diesen für deine Kunden vermerkst, dass eine Steuernummer beantragt wurde und nachgereicht wird.

Gut zu wissen: Als Freiberufler musst du keine Gewerbeanmeldung durchführen. Auch der Gang zum Notar, die Eintragung ins Handelsregister und eine Mitgliedschaft in der IHK oder HWK sind Aspekte, die du im Zuge deiner Freiberuflichkeit guten Gewissens von der Agenda streichen kannst.

Leseempfehlungen & Tools

Geschäftskonto für Freiberufler

Wer sich als Freiberufler selbstständig machen möchte, sollte sich natürlich auch so früh wie möglich Gedanken über seine Finanzen machen. Unsere Empfehlung für dich: Trenne von Anfang an dein privates Budget vom geschäftlichen und nutze hierfür ein separates Geschäftskonto.

In unserem Artikel zum Thema Geschäftskonto für Freiberufler findest du alle wichtigen Informationen und nachfolgend eine Tabelle, mit der du geeignete Geschäftskonten vergleichen kannst.

Weitere Infos zu Themen wie Buchhaltung und Steuern für Freiberufler findest du in unserem Übersichtsartikel zum Thema.

Autor

Jessika Fichtel

Jessika Fichtel hat sich im Laufe ihrer bisherigen Karriere als Freelance-Autorin auf die Themenschwerpunkte Karriere und Entrepreneurship spezialisiert. Sie gehört seit 2017 zum Team von Junge Gründer. Jessikas besonderes Interesse gilt kreativen Startups, die sich vom „Mainstream“ abheben und sich trauen, anders zu sein. In ihren Artikeln lässt die freiberufliche Texterin gern eigene Erfahrungen einfließen.