Einblick in den Gründeralltag
Wie sieht dein Gründeralltag als Texterin aus, Lilli Koisser?

Lilli Koisser arbeitet in Wien als freie Texterin für Content Marketing und erstellt unter anderem Texte für Webseiten, Newsletter und E-Books.

Wir haben mit der jungen Unternehmerin über ihren Gründeralltag und Tools gesprochen, die sie regelmäßig nutzt.


Hallo Lilli, bitte stelle dich und dein Unternehmen vor.

Hallo, vielen Dank für die Einladung zum Interview.

Ich bin seit vier Jahren freie Texterin für Content Marketing mit meinem Unternehmen LILY Text & Content. Das bedeutet, dass ich meinen Kunden dabei helfe, online mehr Menschen zu erreichen: Über Website, Blog, Social Media, Newsletter und E-Books.

Außerdem habe ich 2017 LETTERS, den Blog für Freelance-Texter, gegründet: Dort teile ich meine Erfahrungen und Tipps mit anderen freien Textern. Langfristig möchte ich mit dem Blog auch Geld verdienen.

Kannst du uns einen Einblick in deinen Alltag geben, wie läuft für dich ein Tag ab?

Ich beginne zwischen 9 und 11 Uhr mit Kundenaufträgen, mache irgendwann zwischen 12 und 14 Uhr Mittagspause und arbeite meist bis 17 oder maximal 19 Uhr.

Je nach Tagesverfassung, Auftragslage, anstehenden Deadlines etc. Zwischendurch betreue ich meine Social-Media-Kanäle inkl. Facebook-Gruppe, habe Skype-Termine und Telefonate mit Kunden, checke meine E-Mails etc.

Die E-Mails beantworte ich meist erst am späten Nachmittag. Zum Bloggen komme ich zurzeit nur freitags, oder oft auch am Wochenende.

Meine einzige Regel ist, dass ich abends und am Wochenende keine Kundenaufträge erledige.

Lilli Koisser

Lilli Koisser

Wie schaffst du es täglich aufs Neue, dich für deine Aufgaben zu motivieren?

Ich arbeite mittlerweile nur noch mit Kunden zusammen, die zu mir passen und für die ich gerne arbeite – sowohl vom Thema als auch von der Persönlichkeit her.

Da ist es nicht so schwer, Motivation für die anstehenden Jobs zu finden. Im Gegenteil, meist freue ich mich auf meine Aufgaben.

Für die Buchhaltung und Ablage kann ich mich allerdings sehr schwer motivieren… Diese Aufgaben werden bis auf den letzten Drücker aufgeschoben.

Welche Tools – online wie offline – nutzt du regelmäßig im Unternehmensalltag?

Ich arbeite viel mit dem Google-Kalender, Microsoft Word, Evernote, Dropbox und Google-Tabellen.

Wenn ich mich mal gar nicht konzentrieren kann, werfe ich den Focus Booster an und arbeite mit der Pomodoro-Technik für mehr Produktivität.

Für Social Media verwende ich Buffer, für meine Grafiken Canva, für Newsletter GetResponse, für Pinterest TailWind und für Instagram Planoly.

Ich versuche mich immer wieder an Organisationsplattformen wie Trello, Asana und Co., aber im Endeffekt ist es mir zu aufwändig, diese zu befüllen. Da mache ich mir lieber eine Notiz in Evernote oder einem echten Notizbuch, und fertig. Vielleicht teste ich mal eine Methode wie Getting Things Done, um diese Notizen dann auch tatsächlich zur Umsetzung zu bringen.

10 kostenlose Tools für freie Texter habe ich übrigens schon auf meinem Blog vorgestellt.

Welchen Tipp kannst du für andere Gründer und deren Gründeralltag geben?

Ich stelle meinen Kunden seit neuestem immer vier Fragen: Was bietest du an, für wen, wie und warum?

Je genauer man diese Fragen beantworten kann, desto einfacher lassen sich der eigene Unternehmensauftritt, die Marketing-Strategie und der ganze Rattenschwanz hintennach (Facebook-Postings etc.) gestalten.

Also z. B. statt „Ich biete Texte für Unternehmen an“ lieber „Ich biete unterhaltsame, fundiert recherchierte und suchmaschinenoptimierte Texte für das Content Marketing von Lifestyle- und Marketing-Unternehmen an. Meine Zielgruppe sind Geschäftsführer und Marketing Manager dieser Unternehmen“, etc.

Es lohnt sich, die Positionierung einmal bzw. immer wieder für sich selbst auszuformulieren.

Vielen Dank für das Gespräch Lilli, und weiterhin viel Erfolg.

Danke, ebenfalls.

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