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Verlag gründen am Beispiel des Hampp Verlags

Verlage sind groß und sperrig? Möglich aber es gibt spannende Gründe, warum es sinnvoll sein kann einen Verlag zu gründen.

Wir möchten uns zukünftig intensiv mit der Thematik auseinandersetzen, wie du dich als Verleger selbständig machet. Starten werden wir allerdings ungewöhnlich. Mit der Geschichte eines Fachverlags, der typisch für sehr viele BWL-Studenten ist.

Zum Hampp Verlag gehörten eine Vielzahl an Fachzeitschriften, diese gehören allerdings mittlerweile zu unterschiedlichen Verlagen. Anhand dieser Hintergründe können wir viel über die Verlagsbranche erfahren.

Bei weiteren Aktualisierungen werden wir den roten Faden kontinuierlich herausarbeiten.

Rainer Hampp Verlag – Fachliteratur für Mensch und Betrieb

Gründungsjahr: 1982
Unternehmenssitz: Augsburg
Standorte: München, Mering
Literatur: Wirtschaftswissenschaften, Psychologie, Soziologie, Ethik
Themen: Management, Personal, Arbeitsmarkt, Industrielle Beziehungen, Transformation, Unternehmensethik
Publikationen: Einzelveröffentlichungen (auch E-Books), Schriftenreihen, Fachzeitschriften

Der Rainer Hampp Verlag mit Hauptstandort in München ist ein wissenschaftlicher Verlag mit Publikationen zu wirtschaftlichen Themen, zum Beispiel Management, Personal, Arbeitsmarkt, Industrielle Beziehungen, Transformation, Unternehmensethik.

Er ist bekannt für seine zahlreichen deutschen, englischen und deutsch-englischen Fachzeitschriften, zu denen die Zeitschrift für Personalforschung, die Industrielle Beziehungen, die Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik oder auch das Journal of East European Management Studies zählen. Auch Einzelveröffentlichungen und Schriftenreihen wurden publiziert.

Die Veröffentlichungen mit, inhaltlich gesehen, wirtschaftlichem Schwerpunkt orientieren sich stets an aktuellen Prozessen in Unternehmen, im Management oder in der Personalführung. Außerdem werden die Entwicklungen der Wirtschaft zu den Bereichen Soziologie, Psychologie, Ethik oder Politik in Beziehung gesetzt.

Quelle: rhverlag.de Hampp Journals

Fachzeitschriften im Hampp Verlag

Seit 2016/2017 erscheinen die Fachzeitschriften „Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik – German Journal of Research in Human Resource Management“ (zfwu), „Journal of East European Management Studies“ (JEEMS) und „management revue – socio-economic studies“ (mrev)) im Nomos Verlag.

Die „Zeitschrift für Personalforschung – German Journal of Research in Human Resource Management“ (ZfP) erscheint hingegen im SAGE Verlag und die „Industrielle Beziehungen – The German Journal of Industrial Relations“ (IndBez) im Budrich Verlag.

Zeitschrift für Personalforschung (ZfP)

  • German Journal of Human Resource Management (GHRM)
  • Gründungsjahr: 1987
  • Thematik: Human Resource Management (HRM)
  • Klassifikation: Personalwesen
  • Erscheinung: vierteljährlich
  • Sprache: Deutsch, Englisch
  • Verlag: früher Rainer Hampp, heute SAGE (unter dem Namen German Journal of Human Resource Management (GHRM))

Die Zeitschrift für Personalforschung wurde im Jahr 1987 gegründet. Außerhalb der USA und Großbritannien ist sie die einzige Zeitschrift, die im Social Science Citation Index (SSCI) gelistet ist und wirtschaftswissenschaftliche Aufsätze zum großen Thema Human Resource Management (Personal, Führung und Motivation) veröffentlicht.

Fachübergreifende Beiträge aus den Bereichen Strategie, Organisation, Arbeitsrecht, Personalpsychologie, Arbeitswissenschaft, Arbeitssoziologie oder Organisationspsychologie sind ebenfalls Inhalt der zahlreichen Beiträge. Darüber hinaus veröffentlicht die Fachzeitschrift Journal of Human Resource Management Sonderhefte zu aktuellen Forschungsthemen, die von internationalen Gastredakteuren herausgegeben werden.

Zu den bisherigen Sonderthemen gehören beispielsweise „Qualitative Forschungsmethoden im Human Resource Management“, „Green Human Resource Management“, „International Human Resource Management“, „Human Resource Management in Professionellen Dienstleistungsunternehmen/ Human Resource Management in Professional Service Firms“ und „Human Resource Management aus Paradoxer Sicht“.

Die Zeitschrift erscheint vierteljährlich auf deutscher Sprache und wurde von einer Gruppe von Wissenschaftlern gegründet. Sie versteht sich laut Hampp-Verlag selbst als „eine wissenschaftliche Fachzeitschrift, die dem neuesten Stand der Forschung auf dem Gebiet strategischer und operativer Fragen der Bereitstellung und des zielgerichteten Einsatzes von Personal in Organisationen verpflichtet ist.“

In der Zeitschrift für Personalforschung werden quantitative und qualitative Forschungen sowie konzeptionelle und theoretische Aufsätze in Deutsch und Englisch veröffentlicht. Seit dem Jahrgang 30 (2016) erscheint die ZfP bei SAGE, einem unabhängigen Wissenschaftsverlag in den Vereinigten Staaten.

Das German Journal of Human Resource Management ist außerdem Mitglied des Committee on Publication Ethics (COPE).

Quelle: https://journals.sagepub.com/description/gjh

Auszug der in der „Zeitschrift für Personalforschung“ erschienenen Beiträge

  • Zwingmann, Ina et al. (2014): Is Transformational Leadership Healthy for Employees? A Multilevel Analysis in 16 Nations. In: Zeitschrift für Personalforschung, 28 (1-2), S. 24-51.

Die Studie untersucht die potenziellen gesundheitsfördernden und hemmenden Auswirkungen von transformationaler Führung, transnationaler Führung und Laissez-faire-Führung in 16 Ländern. Der Datensatz umfasst 93.576 Mitarbeiter in 11.177 Teams eines großen internationalen Unternehmens.

Es wird analysiert, wie sich die Wahrnehmung der Mitarbeiter/innen über das Führungsverhalten ihres/ihrer Vorgesetzten, auf die Gesundheit der einzelnen Mitarbeiter auswirkt und ob Führungskräfte, die sowohl transformativ als auch transaktional sind, mehr gesunde Mitarbeiter/innen haben (Augmentationseffekt).

Insgesamt zeigen die Ergebnisse dieser Studie, dass eine gemeinsame Vision sowie klare Ziele, Rollen und Belohnungen am Arbeitsplatz (entspricht transformationaler Führung) wichtig sind, um die Gesundheit der Mitarbeiter/innen weltweit zu fördern.

  • Hauptmann, Stefan und Steger, Thomas (2013): „A brave new (digital) world”? – Effects of in-house social media on HRM. In: Zeitschrift für Personalforschung/ German Journal of Human Resource Management 27 (1), S. 26-46.

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Nutzung von Social Media innerhalb von Organisationen. Die Autoren argumentieren, dass sich aus den technischen Besonderheiten virtueller Umgebungen und auch aus besonderen, gegenwärtig emergierenden sozialstrukturellen Konstellationen neue Verhaltensmuster der Organisationsmitglieder herleiten lassen.

Dabei wird die Reproduktion von Regeln und Normen ebenso diskutiert, wie sozialstrukturelle Studien zu Digital Natives bzw. der Generation Y. Mithilfe zweier Fallstudien werden die Konsequenzen für das Personalmanagement erörtert.

  • Laumer, Sven; Eckhardt, Andreas; Weitzel, Tim (2012): Online Gaming to Find a New Job – Examining Job Seekers’ Intention to Use Self-Assessment Tool. In: Zeitschrift für Personalforschung/ German Journal of Human Resource Management 26 (3), S. 218–240.

In der Personalbeschaffung werden professionelle Online-Spiele als Instrument zur Selbstselektion von Kandidaten und Kandidatinnen eingesetzt. Die Publikation entwickelt damit zusammenhängend und basierend auf Forschungsarbeiten ein Forschungsmodell, um die Intention von Jobsuchenden zur Nutzung solcher Anwendungen zu erklären. An der empirischen Studie haben 1882 Jobsuchende teilgenommen.

Die Ergebnisse zeigen, dass die wahrgenommene Einfachheit der Nutzung, die Nützlichkeit des Online-Spiels, der Spaß bei der Nutzung sowie die wahrgenommene Fairness des Selektionsinstruments signifikante Einflussfaktoren zur Nutzung solcher professioneller Online-Spiele sind.

  • Muster, Viola; Schrader, Ulf (2011): Green Work-Life Balance: A New Perspective for Green HRM. In: Zeitschrift für Personalforschung/ German Journal of Human Resource Management 25 (2), S. 140-156.

Der Beitrag untersucht die These, dass umweltorientiertes Personalmanagement (sogenanntes Green HRM) besonders wirkungsvoll sein kann, wenn es die Mitarbeiter/innen in ihrer Doppelrolle als Produzierende und Konsumierende berücksichtigt.

Durch eine grüne Work-Life-Balance, sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld, kann umweltfreundliches Verhalten in beiden Bereichen gefördert werden. Positive Effekte, beispielsweise Arbeitsmotivation und Mitarbeiterbindung, können dabei eintreten. Jedoch müssen auch negative Effekte, wie der Eingriff des Arbeitgebenden in die Privatsphäre der Mitarbeiter/innen bedacht werden.

Die Publikation wird auch im Rahmen des von Ulf Schrader geleiteten Projektes „Nachhaltig leben und arbeiten“ der TU Berlin in Kooperation mit den Praxispartnern Alnatura, tegut und REWE behandelt. Das von 2011 bis 2014 angelegte Projekt möchte aufzeigen, wie Nachhaltigkeits- und Personalmanagement in Unternehmen durch die Einbindung privater Nachhaltigkeitsorientierung von Mitarbeiter/inne/n gefördert werden kann.

  • Hell, Benedikt; Schuler, Heinz, Boramir; Ilkay und Schaar, Hagen (2006): Verwendung und Einschätzung von Verfahren der internen Personalauswahl und Personalentwicklung im 10 Jahres-Vergleich. In: Zeitschrift für Personalforschung/ German Journal of Human Resource Management 20, 58-78.

Dieses Paper beschäftigt sich mit dem Einsatz und der Bewertung von Instrumenten zur internen Personalauswahl und -entwicklung. Es diskutiert den Einsatz dieser Instrumente nach Sektoren und Positionsgruppen. Herangezogen wurde eine 10-jährige Follow-Up-Studie.

Im Ergebnis wurde nach zehn Jahren festgestellt, dass mehr Methoden zur internen Selektion eingesetzt werden und ein starker Zusammenhang zwischen den Anforderungen einer Position und der Anzahl der eingesetzten Instrumente der Personalentwicklung entdeckt.

  • Kozica, Arjan und Brandl, Julia (2015): Handling Paradoxical Tensions through Conventions: the Case of Performance Appraisals. In: Zeitschrift für Personalforschung/ German Journal of Human Resource Management 29 (1), S. 49 – 68.

Der Beitrag untersucht, wie Konventionen es organisatorischen Akteuren und Akteurinnen ermöglichen, mit paradoxen Spannungen in Leistungsbewertungssystemen umzugehen. Eine Fallstudie, über eine Reform des Leistungsbeurteilungssystems in einer Organisation des öffentlichen Sektors, ist Grundlage der Analyse.

Es wird diskutiert, wie Vorgesetzte sowohl Verantwortlichkeit und kollegiale Solidarität als auch professionelle Logik und Qualifikationen bei der Bewertung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen an den Tag legen können.

  • Arp, Frithjof (2013): Typologies: What types of foreign executives are appointed by local organisations and what types of organisations appoint them? In: Zeitschrift für Personalforschung/ German Journal of Human Resource Management 27 (3), S. 167–194.

In diesem Beitrag wird ein aktuelles Thema der Personalforschung untersucht: globale Karrieren, die sich deutlich von traditionellen Auslandsentsendungen unterscheiden. Man nennt die ausländischen Führungskräfte in den Unternehmenszentralen kulturell ferner Organisationen „foreign executives in local organisations“ (FELOs).

Die Typologien dieser wurden untersucht sowie aufgezeigt, dass die Verpflichtung ausländischer Führungskräfte nicht unbedingt auf geozentrische Personalpraktiken hinweist und helfen, erfolgreiche sowie zum Scheitern neigende Arbeitsverhältnisse zu identifizieren.

Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik (zfwu)

  • Journal for Business, Economics & Ethics
  • Gründungsjahr: 2000
  • Thematik: Wirtschaftsethik, Unternehmensethik
  • Klassifikation: Philosophie und Theorie der Volkswirtschaft
  • Erscheinung: dreimal jährlich
  • Sprache: Deutsch, Englisch
  • Verlag: früher Rainer Hampp, heute Nomos

Die Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik verortet sich an der Schnittstelle von Ökonomie und (praktischer) Philosophie. Damit dient sie als Plattform zur wirtschaftsethischen Diskussion in deutscher und englischer Sprache.

Die dreimal jährlich erscheinenden Hefte haben immer einen anderen Schwerpunkt und werden jeweils durch den Hauptbeitrag eines renommierten Wissenschaftlers/ einer renommierten Wissenschaftlerin eröffnet. Der Hauptbeitrag und die weiteren Beiträge werden meist durch ein Korreferat kritisch kommentiert. In der Rubrik „Praxis“ ist dagegen Platz für einen Beitrag mit besonders hohem Praxisbezug. In jeder Ausgabe wird auch ein Dissertationsprojekt vorgestellt.

Inhaltlich beschäftigt sich diese wissenschaftliche Fachzeitschrift mit den Themen Unternehmensethik und Wirtschaftsethik, welche sie beispielsweise in Bezug setzt zu Religion, Historik, Soziologie oder Ökologie.

Seit dem Jahrgang 18 (2017) erscheint die Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik bei dem Nomos Verlag, einem der führenden Wissenschaftsverlage im deutschen Sprachraum.

Auszug der in der „Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik“ erschienenen Beiträge:

  • Mauksch, Stefanie (2014): More than Buzz – About the Promise and Practice of Social Entrepreneurship. In: Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik 15 (1), S. 148-158.

Diese Arbeit ist in den breiteren Kontext der Wirtschaftsanthropologie und Organisationswissenschaften eingebettet.

Sie untersucht das Social Entrepreneurship aus drei verschiedenen Ansätzen heraus und setzt sich damit auseinander „wie politische Entscheidungsträger das Konzept des sozialen Unternehmens und seine zukünftige Entwicklung bewerten, […] wie lokale Social Entrepreneurs dominante Perspektiven des Social Entrepreneurship narrativ reproduzieren, neu formulieren und hinterfragen und […] wie Berater im Bereich der sozialen Unternehmen die Bewegung durch Motive der transnationalen Führung und Spiritualität ästhetisieren und verschönern.“

  • Antoni-Komar, Irene; Lautermann, Christian; Pfriem, Reinhard (2012): Unternehmen und Konsumenten in Verantwortungsgemeinschaft jenseits des Konsumismus: Nachhaltigkeit erfordert, das Zusammenwirken zwischen Produzieren und Konsumieren neu zu denken. In: Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik, 13 (3), S. 297–316.

Der Beitrag untersucht das Verhältnis von Unternehmens- und Konsumentenethik und argumentiert, dass das Ziel der nachhaltigen Entwicklung eine Neukonzeption der Interaktion zwischen Unternehmen und Konsumenten erfordert.

Der Konsum kann, laut der Forscher und Forscherinnen, niemals nachhaltig sein oder zu einem guten Leben beitragen, solange er dauerhaft gesteigert wird. Zum Durchbrechen dieser Spirale wird vorgeschlagen, dass sich Unternehmen und Verbraucher in Verantwortungsgemeinschaften engagieren.

Weitere spannende Artikel in der Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik

    • Kolmar, Martin und Beschorner, Thomas (2016): Locating Responsibility. An Extended Transaction Cost Approach. In: Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik 17 (1), S. 118-147.
    • Haaker, Andreas (2016): Widersprüche zwischen Kritischem Rationalismus und religiösem Glauben als Quellen wirtschaftsethischer Prinzipien – Anmerkungen zu Hans G. Nutzingers Folgerungen für die Wirtschaftsethik. In: Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik 17, S. 342-345.
    • Thielemann, Ulrich (2010): Wettbewerb als Gerechtigkeitskonzept. Kritik des Neoliberalismus rezensiert von Hermann Sautter (2011): In: Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik 12 (1), S. 152-156.
    • Risi, David (2014): Corporate social responsibility professionals and institutional work : an institutional perspective on a developing profession in multinational corporations. In: Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik. 15 (2), S. 279-286.

Industrielle Beziehungen (IndBez)

  • The German Journal of Industrial Relations
  • Gründungsjahr: 1988
  • Thematik: Industrielle Beziehungen
  • Klassifikation: Arbeitsbeziehungen
  • Erscheinung: vierteljährlich
  • Sprache: Deutsch, Englisch
  • Verlag: früher Rainer Hampp, heute Budrich

Die Fachzeitschrift ist im Forschungsbereich der Industriellen Beziehungen (engl.: Industrial Relations) angesiedelt. Dieses Feld umfasst laut Hampp Verlag „jene Netzwerke, Institutionen und Systeme, in die die verschiedenen Akteure der Arbeitswelt eingebunden sind und mit denen sie ihre wirtschaftlichen Austauschverhältnisse und sozialen Konfliktbeziehungen faktisch gestalten und normativ regeln“. (http://www.rhverlag.de/Hampp_Journals.htm)

Noch nicht allzu lange wird der Thematik der Industriellen Beziehungen in Deutschland eine gesteigerte Aufmerksamkeit zuteil. Vor allen Dingen die organisatorischen und technischen Umwälzungen in der Arbeitswelt sowie die politischen Veränderungen in Europa führten in den letzten Jahren dazu, dass Industrielle Beziehungen nunmehr auch als Teil des Managements betrachtet werden.

Daher macht die Fachzeitschrift diesen Wandel zum Thema und trägt den Untertitel „Zeitschrift für Arbeit, Organisation und Management“.

In unregelmäßigen Abständen erscheinen von der Zeitschrift Schwerpunkthefte. Zu diesen zählen beispielsweise:

  • Öffentlicher Dienst (2/1995)
  • Arbeit und Arbeitsbeziehungen in der Medienindustrie (1/1997)
  • Industrielle Beziehungen in der Bauwirtschaft (3/1999)
  • Rechtsökonomische Theorien der Arbeitsbeziehungen (4/2000)
  • Industrielle Beziehungen im Spannungsfeld zwischen ökonomischer Effizienz und sozialer Gerechtigkeit (4/2003)
  • Globalisierung und transnationale Arbeitsbeziehungen (1/2006)
  • Transnationale Unternehmen und Gewerkschaften in Osteuropa (2/2010)
  • Betriebliche Beschäftigungssysteme (2/2012)
  • Temporary Organization and Workers’ Representation (2/2013)
  • Atypische Beschäftigungsverhältnisse (1/2014)
  • Industrielle Beziehungen und Arbeitsmarkt (3-4/2015)
  • Entgrenzung von Organisation und Arbeit? Herausforderungen für Arbeitsrecht, Management und Mitbestimmung (2/2016)
  • Arbeitswelten und industrielle Beziehungen – zwischen Einfacharbeit und hochqualifizierter Arbeit (4/2016)
  • Interessenvertretung in (globalen) Wertschöpfungsnetzwerken (2/2021).

Seit dem Jahrgang 30 (2017) erscheint die IndBez im Budrich Verlag.

Auszug der in der „Industrielle Beziehungen. Zeitschrift für Arbeit, Organisation und Management“ erschienenen Beiträge:

  • Behrens, Martin und Helfen, Markus (2009): Innerverbandliche Heterogenität und die Vertretungswirksamkeit deutscher Arbeitgeberverbände. In: Industrielle Beziehungen 16 (1), S. 5-24.

„Der […] Beitrag analysiert die Auswirkungen der innerverbandlichen Heterogenität auf die Vertretungswirksamkeit von Arbeitgeberverbänden. Unter Rückgriff auf die Daten der Aachener Befragung ‚Wirtschaftsverbände in Deutschland 2005/ 2006‘ wird der Frage nachgegangen, wie sich unterschiedliche Aspekte verbandlicher Heterogenität auf den Organisationsgrad, die Politikbeeinflussung und den tarifpolitischen Erfolg deutscher Arbeitgeberverbände auswirken.“

  • Artus, Ingrid (2007): Prekäre Interessenvertretung. Ein deutsch-französischer Vergleich der Beschäftigtenrepräsentation im niedrig entlohnten Dienstleistungsbereich. In: Industrielle Beziehungen 14 (1), S.5-29.

Die Publikation bewegt sich im Themenfeld „Dienstleistungsarbeit unter prekären Beschäftigungs- sowie Partizipationsbedingungen“. Es wird der prekäre Dienstleistungsbereich in Deutschland mit dem in Frankreich verglichen. Dafür werden 40 qualitative Interviews in einschlägigen Branchen herangezogen, was im engeren Sinne zu einer deutsch-französischen Studie im Einzelhandel führt.

  • Jahn, Elke (2005): Was macht den Unterschied? Determinanten der Nachfrage nach Leiharbeit in Deutschland und den Niederlanden/ What makes the difference? Determinants of the demand for temporary agency work in Germany and the Netherlands. In: Industrielle Beziehungen 12 (4), S. 393-423.

Dieser Beitrag sucht nach Gründen für die unterschiedliche Nachfrage der Leiharbeit in Deutschland und den Niederlanden. Es werden die Regulierung der Leiharbeit, die Funktion der Leiharbeit, ihre volkswirtschaftliche Bedeutung und die Struktur der Nachfrage verglichen.

  • Keller, Berndt und Nienhüser, Werner (2014): Atypische Beschäftigungsverhältnisse – Einleitung zum Schwerpunktheft. In: Industrielle Beziehungen 21 (1), S. 5–14.

Der einleitende Beitrag im Schwerpunktheft „ Atypische Beschäftigungsverhältnisse“ (= Minijob, Teilzeit, Leiharbeit, Solo-Selbstständigkeit etc.) bespricht die aktuellen Entwicklungen in diesem Bereich und insbesondere die Folgen atypischer Beschäftigung für die Arbeitnehmer/innen und die Gesellschaft (etwa für die sozialen Sicherungssysteme) sowie für die Unternehmen, z. B. für die langfristige Sicherung von Humankapital oder Innovationsfähigkeit.

Die Beiträge dieses Schwerpunktheftes spiegeln sowohl die inhaltliche als auch die methodische Heterogenität der aktuellen Diskussion wider.

  • Rosenbohm, Sophie (2013): Verhandelte Arbeitnehmerbeteiligung. Ein empirischer Vergleich der Formen vor und nach der Gründung einer Europäischen Aktiengesellschaft. In: Industrielle Beziehungen 20 (1), S. 8–35.

Bei der Gründung einer Europäischen Aktiengesellschaft müssen Management- und Arbeitnehmer/innen/vertreter festlegen, wie die Arbeitnehmer auf künftige Unternehmensentscheidungen Einfluss nehmen können. Die Studie untersucht auf Grundlage einer Datenbankanalyse und zweier Fallstudien die Verhandlungsprozesse zwischen Management- und Arbeitnehmer/innen/vertretern sowie deren Ergebnisse und Wirkungen.

  • Bernaciak, Magdalena und Scepanovic, Vera (2010): Challenges of Upgrading: The Dynamics of East Central Europe’s Integration Into the European Automotive Networks. In: Industrielle Beziehungen 2010 17 (2), S. 123-146.

Der Beitrag „analysiert die sich verändernde Architektur der europäischen Automobilindustrie nach der Einbeziehung der ostmitteleuropäischen […] Staaten in grenzüberschreitende Produktionsnetzwerke.“

  • Apitzsch, Birgit (2013): How Personal Relations Work: Individual Market Adaptation and Collective Action in Flexible Labour Markets. In: Industrielle Beziehungen 20 (2), S. 116-141.

Netzwerken wird „das Potenzial zugeschrieben, die Interessen temporär Beschäftigter zu organisieren und ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern.“ In dieser qualitativen Forschung werden Formen und Funktionen persönlicher Netzwerke in der deutschen Film- und Fernsehwirtschaft untersucht, um ein besseres Verständnis der Arbeitsbeziehungen in flexiblen Arbeitsmärkten zu entwickeln.

  • Fassauer, Gabriele und Geithner, Silke (2016): Entgrenzung und Grenzarbeit in Co-Konfiguration: Eine tätigkeitstheoretische Perspektive. In: Industrielle Beziehungen 23 (2), S. 92-112.

Diese Arbeit diskutiert die Herausforderungen, die sich aus einer co-konfigurierten Leistungserstellung (= gemeinsame Herstellung von Produkten durch verschiedene Partner/innen, bspw. Unternehmen, Kunden und Zulieferer) für Beschäftigte ergeben. Anhand eines Fallbeispiels werden die Grenzen der individuellen Arbeitsleistung der Beteiligten untersucht und sichtbar gemacht.

  • Brinkmann, Ulrich und Nachtwey, Oliver (2014): Prekäre Demokratie? Zu den Auswirkungen atypischer Beschäftigung auf die betriebliche Mitbestimmung. In: Industrielle Beziehungen 21 (1), S. 78-98.

Das Paper thematisiert die betriebliche Mitbestimmung und geht von einer grundlegenden Veränderung dieser gegen Ende des 20. Jahrhunderts aus. Empirische Untersuchungen der Leiharbeit und eine Fallstudie zum Einsatz von Werkverträgen zeigen auf, dass Leiharbeiter und Werkvertragsnehmer teils gravierenden staatsbürgerlichen Defiziten (im Vergleich zu Stammbeschäftigen in einem Normalarbeitsverhältnis) unterliegen.

Der Beitrag wurde beispielsweise in der Tageszeitung „junge Welt“ von Herbert Wulff rege diskutiert.

Weitere Beiträge in der Zeitschrift Industrielle Beziehungen

  • Ruiner, Caroline (2016): Tagungsbericht – Ausdifferenzierung der Tariflandschaft oder Tarifeinheit? Neue Akteure, Spaltungslinien und Konfliktebenen. In: Industrielle Beziehungen 23 (1), S. 72-77.
  • Lücking, Stefan (2009): Tagungsbericht: Management und Arbeitgeberverbände als Akteure industrieller Beziehungen. Jahrestagung der deutschen Sektion der Industrial Relations Association (GIRA) am 8. und 9. Oktober 2009 in Erlangen. In: Industrielle Beziehungen 16 (4), S. 376–385.
  • Bohle, Dorothee und Sadowski, Dieter (2010): Transnationale Unternehmen und Gewerkschaften in Osteuropa. In: Industrielle Beziehungen 17 (2), S. 119-22.
    • https://publications.ceu.edu/biblio/author/745
  • Hauff, Sven und Kirchner, Stefan (2014): Job Quality between Institutional Differences and Convergence. In: Industrielle Beziehungen 21 (4), S. 352-370.
    • http://www3.wiso.uni-hamburg.de/professuren/wirtschafts-und-organisationssoziologie/team/s-kirchner/publications/

Journal of East European Management Studies (JEEMS)

  • Zeitschrift für osteuropäische Managementforschung
  • Gründungsjahr: 1996
  • Thematik: Management, Organisation, Osteuropa, Organisations- und Führungswechsel
  • Klassifikation: Unternehmensführung
  • Erscheinung: vierteljährlich
  • Sprache: Englisch
  • Verlag: früher Rainer Hampp, heute Nomos

Die Zeitschrift für osteuropäische Managementforschung untersucht, erforscht und erklärt das Verhalten und die Praktiken des Managements in Mittel- und Osteuropa. Sie ruft Wissenschaftler/innen aller Nationen und Regionen dazu auf, Beiträge zu den Heften zu verfassen, insbesondere jedoch diejenigen, die den direkten transformativen Wandel in ihrem Land miterleben.

Damit will sie „den Dialog zwischen Ost und West über Themen aus der Managementpraxis, der Theorie und der damit verbundenen Forschung in den sich wandelnden Gesellschaften Mittel- und Osteuropas“ fördern.

Das Journal of East European Management Studies setzt den inhaltlichen Fokus auf die Bereiche Organisations- und Führungswechsel, mittel- und osteuropäische Gesellschaften (einschließlich der Gesellschaften am Rande Europas), die sich in einem Übergangs- oder Transformationsprozess befinden und auf wissenschaftliche Fragen der Wirtschaft, des Managements und der Organisation in diesem Kontext.

Die Zeitschrift JEEMS ist im Thomson Reuters Social Sciences Citation Index und Scopus gelistet. Seit der Ausgabe 27 (2017) wird das Journal of East European Management Studies über den Nomos Verlag publiziert.

Auszug der in dem „Journal of East European Management Studies“ erschienenen Beiträge:

  • Gołębiowski, Tomasz und Lewandowska, Małgorzata Stefania (2015): Influence of internal and external relationships of foreign subsidiaries on innovation performance. Evidence from Germany, Czech Republic and Romania. In: Journal of East European Management Studies 20 (3), S. 304-327.

Diese Publikation thematisiert den Einfluss der inner- und zwischenbetrieblichen Beziehungen zwischen ausländischen Tochtergesellschaften auf die Leistung von Produktinnovationen. Dafür werden Daten der Jahre 2006-2008 aus 1747 ausländischen Tochterfirmen mit Sitz in Deutschland, 385 ausländischen Tochterfirmen in der Tschechischen Republik und 276 ausländischen Tochterfirmen in Rumänien herangezogen.

  • Hirt, Christian und Ortlieb, Renate (2012): Cultural standards of Bosnia and Herzegovina: Empirical findings and implications for strategic human resource management. In: Journal of East European Management Studies 17 (2), S. 205-225.

Der Beitrag analysiert kulturelle Standards in der Transformationsökonomie von Bosnien-Herzegowina in Bezug auf das strategische Personalmanagement. Grundlage der Forschung bilden Interviews mit zwölf österreichischen Managern und Feedback-Gespräche mit 30 bosnischen Wirtschaftsexperten.

  • Arh, Tanja; Jerman, Borka und Dimovski, Vlado (2012): The impact of technology-enhanced organisational learning on business performance: an empirical study. In: Journal of East European Management Studies 17 (3), S. 369-383.

In diesem Beitrag wird ein strukturelles Modell entwickelt, um die Auswirkung von technologisch unterstütztem und organisiertem Lernen auf den Unternehmenserfolg slowenischer Firmen mit mehr als 50 Beschäftigten zu testen. Auf Basis der Stakeholder-Theorie und der Balanced-Scorecard-Methode (BSC) werden sowohl finanzielle als auch nicht-finanzielle Erfolgsaspekte berücksichtigt.

  • Vliegenthart, Arjan (2009): Who is undermining employee involvement in postsocialist supervisory boards? National, European and international forces in the revision of Hungarian company law. In: Journal of East European Management Studies 14 (3), S. 265-285.

Management Revue – Sozioökonomische Studien

  • management revue: socio-economic studies (mrev)
  • Gründungsjahr: 1990
  • Thematik: Management, Aktionsforschung, Soziologie, Psychologie
  • Klassifikation: Unternehmensführung
  • Erscheinung: vierteljährlich
  • Sprache: Englisch
  • Verlag: früher Rainer Hampp, heute Nomos

Die management revue ist eine interdisziplinäre, europäische Zeitschrift und veröffentlicht sowohl quantitative und qualitative als auch rein theoretische Beiträge internationaler Wissenschaftler/innen. Die Arbeiten sollen das Studium von Management, Organisation und Arbeitsbeziehungen vorantreiben und rezensieren internationale Management-Studien.

Thematisch sehr breit gefächert beinhaltet die Zeitschrift auch Beiträge zu den Themen Wirtschaft und öffentliche Verwaltung, Organisationsverhalten, Soziologie und Psychologie sowie Rezensionen von Büchern, die für Management- und Organisationsstudien relevant sind.

Es werden auch Sonderhefte publiziert, welche von ausgewählten Gastredakteuren organisiert werden und jeweils mindestens zwei kontroverse Übersichtsartikel von Führungskräften, mindestens drei neue empirische Beiträge und bis zu zehn Buchbesprechungen zum jeweiligen Thema beinhalten.

Im Rahmen der Zeitschrift findet zudem der jährliche Workshop „Organisationstheorie“ im Inter-University Center Dubrovnik statt – ein multidisziplinäres Forum zur Diskussion empirischer und theoretischer Studien. Zu Vorbereitung eines Sonderthemas der management revue: socio-economic studies findet zusätzlich jährlich im Frühjahr ein Seminar statt.

Die management revue ist im ABS Academic Journal Ranking 2018, im Thomson Reuters‘ Emerging Sources Citation Index (ESCI), im Scopus (Elsevier) und im Research Papers in Economics (RePEc) gelistet. Seit der Ausgabe 27 (2017) erscheint die mrev bei dem Nomos Verlag.

Auszug der in der „management revue: socio-economic studies“ erschienenen Beiträge:

  • Mitterle, Alexander; Bloch, Roland und Würmann, Carsten (2015): Time to teach – revisiting teaching time in German higher education. In: management revue: socio-economic studies 26 (3), S. 203-226.

Die Forscher untersuchen in diesem Beitrag, wie die Unterrichtszeit an deutschen Universitäten aufgebaut ist. Dabei argumentieren sie, dass das wöchentliche Uhrzeitsystem nicht der Realität an Hochschulen entspricht.

Vielmehr richtet sich die Struktur von Akademikern und Akademikerinnen nach der sogenannten Semesterwochenstunde (SWS), welche einen unterschiedlichen zeitlichen Rahmen umfassen kann. Im Zusammenhang damit werden auch die Arbeitsbelastung von Akademiker/inne/n und deren Gründe analysiert.

  • Hoßfeld, Heiko (2013): Corporate Dieting. Persuasive Use of Metaphors in Downsizing. In: management revue: socio-economic studies 24 (1), S. 53-70.

Hoßfelds Beitrag untersucht, wie Unternehmen ihre eigenen Massenkommunikationsmedien nutzen, um ein legitimierendes Bild ihrer Praktiken, bspw. Personal- und Kostensenkungen, zu vermitteln.

Dafür werden die Fallbeispiele zweier Banken genutzt, die zwischen 2001 und 2003 metaphorische Konzepte nutzten, um ebensolche Praktiken als gutes und korrektes Führungsverhalten darzustellen. Verdichtet spricht der Autor dabei von der verbergenden Metapher, der euphemistischen Metapher sowie der Dringlichkeits- und Kontrollmetapher.

  • Gunkel, Marjaana und Schlägel, Christopher (2010): The influence of personality on students‘ career decisiveness – a comparison between Chinese and German economics and management students. In: management revue: socio-economic studies 21 (3), S. 229-243.

Diese Studie untersucht den länderspezifischen Einfluss der fünf großen Persönlichkeitsmerkmale auf die berufliche Entscheidungsfähigkeit und ihre Determinanten, nämlich karrierebezogene Anpassungsfähigkeit, karrierebezogener Optimismus und karrierebezogenes Wissen. Die Ergebnisse stützen sich auf die Analyse von 406 chinesischen und deutschen Wirtschafts- und Managementstudierenden.

    • Fietze, Simon; Holst, Elke und Tobsch, Verena (2011): Does Personality explain the Gender Career Gap? In: management revue 22 (3), S. 240-273.

Diese Studie zeigt auf, wie sich Führungskräfte in den meisten untersuchten Persönlichkeitsmerkmalen signifikant von anderen Angestellten (ohne Führungsposition) unterscheiden. Die englischsprachige Studie basiert auf den Daten des Sozio-Ökonomischen Panels (SOEP). Es wurden Angaben von über 20 000 Frauen und Männern im Jahr 2007 ausgewertet.

  • Horn, Gustav; Logeay, Camille und Rietzler, Katja (2008): Much Ado about Nothing? Recent Labour Market Reforms in Germany – a Preliminary Assessment. In: management revue 19 (3), S. 161-178.

Der Artikel untersucht die makroökonomischen Auswirkungen der jüngsten Arbeitsmarktreformen in Deutschland. Hierfür wird eine theoretische Analyse herangezogen.

International Journal of Action Research (IJAR)

  • Gründungsjahr: 2005
  • Thematik: Aktionsforschung, Arbeitsforschung, Soziologie
  • Klassifikation: Sozialwissenschaften
  • Erscheinung: dreimal jährlich
  • Sprache: Englisch
  • Verlag: früher Rainer Hampp, heute Budrich

Das International Journal of Action Research soll ein Forum für eine offene Diskussion über die gegenwärtige und zukünftige Aktionsforschung bieten. Die Debatte ist dabei offen für Beiträge aus aller Welt und im Mittelpunkt steht der Dialog zwischen Theorie und Praxis.

Die Zeitschrift ist außerdem durch einen problemorientierten Ansatz gekennzeichnet und „konzentriert sich auf die Vorstellung, dass organisatorische, regionale und andere Formen der sozialen Entwicklung als multidimensionale Prozesse verstanden und aus einer breiten sozial-ökologischen, partizipativen und gesellschaftlichen Perspektive betrachtet werden sollten.“ (https://www.budrich-journals.de/index.php/ijar)

Im Fokus des International Journal of Action Research stehen daher die Aktionsforschung und deren Praxis sowie die konzeptionellen und theoretischen Diskussionen über die sich verändernden Arbeits- und Gesellschaftswelten.

Seit der Ausgabe 13 (2017) wird die IJAR über den Budrich Verlag publiziert.

Auszug der in dem „International Journal of Action Research“ erschienenen Beiträge:

  • Fricke, Werner und Pfeiffer, Sabine (2015): Editorial: Action Research perspectives in German social science. In: International Journal of Action Research 11 (1-2), S. 5-13.

Dieses Sonderheft gibt einen Einblick in die aktuelle Aktionsforschung in Deutschland. Im Editorial diskutieren Fricke und Pfeiffer die Frage, warum diese in Deutschland weniger Anklang und Verbreitung findet als in anderen Ländern. Als „Sonderheft-Ausgabe der Sonderhefte“ baut es auf dem bereits 2007 (3 (1-2)) erschienenen Sonderheft „On the Diversity of Action Research“ auf.

Besondere Studien im Hampp Verlag

  • Schneidhofer, Thomas M.; Schiffinger, Michael; Mayrhofer, Wolfgang (2012): Still a man's world? The influence of gender and gender role type on income in two business school graduate cohorts over time. In: Equality, Diversity and Inclusion: An International Journal. 31 (1), S. 65-82.

Die Studie untersucht die Wechselbeziehung von Geschlecht, Geschlechterrollentyp und Einkommen.

  • Löfgren, Susanne et al. (2016): Unveiling the Mechanisms of Change: An Explanatory Case Study of Improving Hip Fracture Rehabilitation in Sweden. In: Journal of Novel Physiotherapy and Physical Rehabilitation 3 (1), S. 40-45.

Dies ist eine Fallstudie zu einem Projekt zur Verbesserung der Hüftfraktur von Patienten. Dieses Projekt zur Rehabilitation von Hüftfrakturen an einem schwedischen Universitätskrankenhaus führte zu einer Verkürzung der Krankenhausaufenthaltsdauer, zu einer früheren Entlassung und zu Kostensenkungen.

Besondere Einzelveröffentlichungen im Hampp Verlag

  • Miles, Matthew B.; Huberman, A. Michael und Saldaña, Johnny (2013). Qualitative Data Analysis – A Methods Sourcebook. Sage.

Diese Einzelveröffentlichung zu den klassischen Forschungsmethoden von Miles und Hubermann wurde in der dritten Ausgabe von Johnny Saldaña, dem Autor des „Coding Manual for Qualitative Researchers“, aktualisiert und optimiert.

Das Werk enthält bspw. verschiedene Strategien, die Präsentation der Grundlagen des Forschungsdesigns und des Datenmanagements mithilfe verschiedener Analysemethoden, aktuelle Beispiele, das berühmte Kapitel „Zeichnen und Überprüfen von Schlussfolgerungen“ und das überarbeitete Kapitel „Schreiben über qualitative Forschung“.

  • Yin, Robert K. (2009): Case study research: Design and methods (4th Ed.). Thousand Oaks, CA: Sage. 219, 240.

Die sechs Kapitel dieser Einzelveröffentlichung enthalten jeweils einen Schritt im linearen Prozess der Fallstudienforschung (Planung, Design, Vorbereitung, Sammlung, Analyse und Austausch) und zeigen, wie jeder Schritt den Forscher dazu verpflichtet, frühere Entscheidungen zu überprüfen und zu überarbeiten.

Das Werk umfasst mehr als 50 Fallstudien, schenkt quantitativen Analysen neue Aufmerksamkeit, diskutiert die Verwendung von Forschungsdesigns für gemischte Methoden und enthält neue methodische Erkenntnisse.

Gründungsblick

Im zweiten Teil werden wir uns die Verlagswelt in Deutschland genauer betrachten und dir zeigen, ab wann du selbst einen Verlag gründen sollst und kannst.

Bevor wir tief einsteigen, solltest du dir das Business Model Canvas näher betrachen. Auf diesem Modell bauen unsere weiteren Ideen und Vorstellungen auf.

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