Das solltest du bei der Auswahl einer Firmenkreditkarte beachten

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Als Unternehmer hast du die Option zu deinem Geschäftskonto Firmenkreditkarten für deine Angestellten zu beantragen. Einkäufe, die deine Mitarbeiter mit dieser Kreditkarte tätigen, werden dann über das Firmenkonto abgerechnet. Früher konnte die Abrechnung auch über das Girokonto der Mitarbeiter erfolgen, seit 2015 ist das aber aufgrund der EU-Verordnung über Interbankenentgelte für kartengebundene Zahlungsvorgänge nicht mehr möglich.

Wir haben im Folgenden eine Übersicht zusammengestellt, die dir dabei helfen soll verschiedene Anbieter zu vergleichen:

Geldeingang p.m.
Euro
∅ Guthaben:
Euro
Zusatzoptionen:
ec-Karte
Kreditkarte
Nur Filialbanken
Beleglose Buchungen p.m.
Beleghafte Buchungen p.m.
Unternehmensart:
Zahlungseingang: 3000 € / Guthaben: 5000 €
Holvi Starter
0,00 €
  • 0,00 € beleglos
  • -- € beleghaft
N26 N26 Business
0,00 €
  • 0,00 € beleglos
  • -- € beleghaft
Kontist Kontist Free
29,00 €
  • 0,00 € beleglos
  • -- € beleghaft
Penta Advanced
108,00 €
  • 0,00 € beleglos
  • -- € beleghaft
Kontist Kontist Premium
108,00 €
  • 0,00 € beleglos
  • -- € beleghaft
* Werte für gewählten Zeitraum, die Berechnung erfolgt auf Basis der aktuellen Zinssätze vom 13.08.2020. Alle Angaben ohne Gewähr, © financeAds.net
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Welche ist die richtige Firmenkreditkarte für mein Unternehmen?

Willst du Firmenkreditkarten beantragen, siehst du dich einer Reihe verschiedener Anbieter gegenüber, deren Kreditkarten mit unterschiedlichen Vorzügen punkten. Bei der Auswahl der richtigen Firmenkreditkarte solltest du dich also fragen was für dein Unternehmen wichtig ist und worauf du daher besonderen Wert legst.

  • Hast du viele Angestellte? – Danach wird sich richten ob du dich für Business oder Corporate Card entscheidest und wie viel Jahresbeitrag du bereit bist zu zahlen.
  • Reisen deine Angestellten viel ins Ausland? – Dann sind vielleicht die Konditionen für Zahlungen und Bargeldabhebungen im Ausland entscheidend
  • Hast du nur geringe finanzielle Mittel? Dann werden die jährlichen Kosten der Kreditkarte wichtig
  • Ist es dir wichtig den Administrationsaufwand zu reduzieren? – Dann solltest du darauf achten, dass sich die Kreditkartenübersicht in deine Buchhaltung integrieren lässt.
  • Vielleicht möchtest du über Bonusprogramme die Mitarbeiterzufriedenheit steigern? – Dann sind natürlich die entsprechenden Extras besonders wichtig.
  • Oder möchtest du es vermeiden separate Versicherungen abschließen zu müssen? – Dann solltest du dich vermutlich für eine Kreditkarte mit integriertem Versicherungspaket entscheiden

Welche Arten der Kreditkarte gibt es?

Bei Firmenkreditkarten unterscheidet man zwischen folgenden zwei Arten:

Business CardsCorporate Cards
Business Cards sind für kleinere Unternehmen gedacht, die nur an wenige Mitarbeitende eine Firmenkreditkarte ausgeben. Der Anbieter setzt dementsprechend für Business Cards eine Höchstzahl von Karten fest, die ausgegeben werden.

Business Cards haben zudem kaum Zusatzleistungen, wie Bonusprogramme und Versicherungspakete.
Corporate Cards sind oftmals mit einer Mindestabnahme verbunden und werden dementsprechend eher von größeren Unternehmen in Anspruch genommen. Dabei gilt: Je mehr Karten ein Unternehmen für seine Angestellten anfordert, umso besser sind oft auch die Konditionen, die mit diesen Karten verbunden sind.

Corporate Cards bieten häufig Bonusprogramme, Versicherungspakete und sogar die Möglichkeit zur Integration in das Buchhaltungssystem deines Unternehmens.

Letztlich unterscheiden sich Business und Corporate Cards also vor allem hinsichtlich ihrer Konditionen und Zusatzleistungen. Die Grenze zwischen Business Cards und Corporate Cards verschwimmt allerdings zusehends, denn inzwischen gibt es auch Anbieter, die Corporate Cards an Einzelunternehmer ausgeben.

Warum lohnt sich ein Firmenkreditkarte?

Firmenkreditkarten haben zahlreiche Vorteile gegenüber privaten Kreditkarten. Zum einen haben sie oft bessere Konditionen, wie zum Beispiel gebührenfreies Bezahlen und Abheben von Bargeld im Ausland oder auch ein verlängertes Zahlungsziel – das liegt bei privaten Kreditkarten häufig bei 30 Tagen, bei geschäftlichen Kreditkarten bei beispielsweise 75 Tagen. Zudem beinhalten viele Angebote Versicherungspakete mit Reiserücktritt-, Gepäck- oder Auslandskrankenversicherung. So musst du keine separaten Versicherungen für deine Angestellten abschließen.

Bei Firmenkreditkarten gibt es zwar eine geringere Anbieter-Auswahl als bei privaten Kreditkarten, es kann sich aber lohnen sich mit dieser geringeren Auswahl zu begnügen. Denn auch bei Firmenkreditkarten gibt es einige Anbieter die attraktive Vergünstigungen in Form von Bonusprogrammen zur Verfügung stellen. Diese Boni können weitergegeben werden und so als positiver Anreiz zur Mitarbeitermotivation beitragen. Du kannst dabei deine Mitarbeiter einladen ihren persönlichen Namen in den Bonusprogrammen anzugeben und so sicherstellen, dass verfügbare Boni ausgenutzt werden. Als Arbeitgeber musst du dennoch steuerliche Aspekte beachten, da sich aus den Boni geldwerte Vorteile ergeben können.

Es trägt auch zur Mitarbeiterzufriedenheit bei, wenn deine Angestellten nicht länger ihre Spesen auslegen und einen Papierberg an Einzelbelegen einreichen müssen. Gleichzeitig muss das Unternehmen keine Vorschüsse für Hotels, Mietwagen, etc. zahlen. Nicht nur das, die gebündelte Kreditkartenabrechnung spart auch der Buchhaltung Zeit.

Außerdem kannst du über Firmenkreditkarten die Liquidität deines Unternehmens schonen, weil so Vorauszahlungen und Barreserven für Spesenausgaben nicht mehr nötig sind und Ausgaben über Firmenkreditkarten einen kurzfristigen zinslosen Kredit darstellen. Nicht zuletzt bieten dir Firmenkreditkarten eine einfache Möglichkeit deine Ausgaben zu analysieren. Die Auswertung dieser Daten kann dir helfen den Überblick über deine Einnahmen zu behalten und kommt auch bei Kooperationsverhandlungen mit oft genutzten Dienstleistern gelegen.

Worauf du achten solltest

Für Firmenkreditkarten haftet das Unternehmen. Das hat den Vorteil, dass die Bonität und Schufa-Auskunft des Mitarbeiters weitestgehend unerheblich für die Beantragung der Kreditkarte sind. Es bedeutet aber auch, dass Angestellte keine privaten Ausgaben mit der Firmenkreditkarte tätigen sollten. Denn warum sollte das Unternehmen für private Ausgaben seiner Mitarbeiter haften?

Du kannst als Arbeitgeber außerdem ein Standardlimit für deine Firmenkreditkarten festlegen, das flexibel und auch zeitlich begrenzt angepasst werden kann.

Ein weiterer Stolperstein ist der Administrationsaufwand, der natürlich mit der Anzahl der Kreditkarten, die du an deine Angestellten ausgibst, steigt. Du musst im Blick behalten welche deiner Angestellten eine Firmenkreditkarte haben, Limits setzen, Ausgaben überprüfen, Karteipflege betreiben etc. – das kostet Zeit und Geld.

Letztendlich müsstest du die Spesenausgaben deiner Mitarbeitenden aber sowieso im Blick behalten und das können dir Firmenkreditkarten tatsächlich erleichtern. Zum einen kannst du die getätigten Ausgaben übersichtlich auf der Kreditkartenabrechnung einsehen, zum anderen bieten einige Anbieter dir die Möglichkeit durch eine direkte Verbindung zwischen Ihnen und deiner Buchhaltungssoftware einen Echtzeit-Überblick über alle Ausgaben zu erhalten.

Es ist in jedem Fall empfehlenswert einen Verantwortlichen für die Firmenkreditkarten festzulegen, falls du dich nicht selbst darum kümmerst. So vermeidest du Verwirrung über Verantwortlichkeiten und gibst den Angestellten einen Ansprechpartner. Es ist auch sinnvoll ein Handling für die Kreditkarten aufzusetzen, das wichtige Fragen klärt, wie zum Beispiel:

  1. „Wie wird die Kreditkarte beantragt?“
  2. „Wofür darf die Kreditkarte genutzt werden?“
  3. „Was ist das Kreditkartenlimit?“

Du solltest außerdem darauf achten keine Karteileichen zu produzieren. Verlässt ein Angestellter das Unternehmen, muss die Firmenkreditkarte wieder eingezogen werden, sonst kann der ehemalige Mitarbeiter das Firmenkonto weiter belasten.

Letztlich lohnen Sich Firmenkreditkarten vor allem für Angestellte, die viele firmenbezogene Ausgaben haben, zum Beispiel durch Geschäftsreisen, Networking, Materialbeschaffung, etc. Wie oben erwähnt, gilt dabei: Je mehr Kreditkarten du anforderst, desto bessere Konditionen kannst du verhandeln.

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