Geschäftskonto-Vergleich für April 2024

Kevin Pflock

aktualisiert am

✅ Gute Gesamtpakete bieten folgende Geschäftskonten

  • Finom*: Banking, Rechnungsstellung und Buchhaltung ab 0 €, Unterkonten für verschiedene Ausgaben und bis zu 3 % Cashback auf alle Zahlungen

  • Vivid* – kostenloses Geschäftskonto mit bis zu 4 % Rendite für GmbHs und UGs

  • Kontist*: Steuerschätzung in Echtzeit sowie automatische Rücklagen für Umsatz- und Einkommensteuer, Dispokredit möglich

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Vor Eröffnung eines Geschäftskontos solltest du dir folgende Fragen stellen:

  • Für welche Unternehmensart möchte ich ein Geschäftskonto eröffnen?
  • Ist ein kostenloses Angebot das richtige oder bietet mir ein Angebot mit Grundgebühr auch mehr Leistungen?
  • Wie hoch sind die Kosten für beleglose und beleghafte Buchungen?
  • Benötige ich Bargeldeinzahlungen oder genügt ein Geschäftskonto bei einer reinen Onlinebank?
  • Vergibt die Bank Kredite und unter welchen Bedingungen?

Geschäftskonto-Vergleich

Mein Tipp für das beste Geschäftskonto 2024

Finom Logo

✅ Banking, Rechnungsstellung und Buchhaltung ab 0 €
✅ Kostenlose VISA-Karten – physisch und virtuell
✅ Kontoeröffnung für viele Rechtsformen in nur 48 Stunden

Sind Fintechs besser als traditionelle Banken?

Banken, die ausschließlich Online-Konten anbieten, tendieren dazu, kostengünstiger zu sein im Vergleich zu Finanzinstituten mit Filialen.

Dieser Kostenunterschied ergibt sich aus den Standort- und Personalausgaben, die Filialbanken im Gegensatz zu Direkt- und Neobanken (Banken, die sich auf die Nutzung von Smartphones als Hauptkanal konzentrieren) haben.

Wenn du auf persönliche Vor-Ort-Beratung verzichten kannst und bereits deine Bankgeschäfte über das Internet abwickelst, bietet dies eine ausgezeichnete Möglichkeit, um Kosten zu reduzieren.

Geschäftskonto Anbieter

Übersicht über Filial-, Direktbanken und Fintechs | © junge-gruender.de | Lizenz CC BY ND 4.0

Folgende Tabelle vergleicht die Einsteigerkonten von Fintechs und traditionellen Banken bzgl. ihrer Leistungen und Kosten:

Bank Finom Kontist Qonto Holvi Deutsche Bank Postbank Commerzbank
Kontomodell Solo Free Basic Lite Business BasicKonto Business Giro KlassikGeschäftskonto
Monatliche Kontoführung 0 € 0 € 9 € 9 € 12,90 € 9,90 € oder 5,90 € ab 5.000 € Guthaben 6 Monate frei, dann 12,90 €
beleglose Buchungen inklusive 50, dann 0,20 € je Buchung 10, dann 0,15 € je Buchung 30, dann 0,40 € pro Buchung 500, dann 0,25 € pro Buchung 0 inklusive, 0,25 € je Buchung 0 inklusive, 0,22 € je Buchung 10, dann 0,20 € je Buchung
beleghafte Buchungen inklusive 0 inklusive, 2,50 € je Buchung 0 inklusive, 2,50 € je Buchung 0 inklusive, 2,50 € je Buchung
Unterkonten inklusive 0 0 0 0 0 0 0
Physische Kreditkarten inklusive 1 1 1 0 inklusive, 24 € pro Karte pro Jahr 0 inklusive,  30 € pro Karte pro Jahr  0 inklusive, ab 70,80 € pro Karte pro Jahr 
Virtuelle Kreditkarten inklusive 10 pro Nutzer 1 0 1
Gebühr Bargeldabhebung 2 2 0 - 2 € je nach Kreditkarte 2,50% kostenlos kostenlos (EC), 2 bzw. 2.5 % (mind. 5,00 €) mit VISA 2,50 €
Gebühr Bargeldeinzahlung 2,50 € 3 € je angefangene 5.000 €, zzgl. Buchungspostenentgelt 2,50 €
Kreditrahmen 3.000 € nur über Drittpartner 250.000 € 250.000 €

Diese Geschäftskonten bieten besonders gute Leistungen

Ob ein Geschäftskonto für dein Unternehmen passt, hängt von vielen Punkten ab. Deshalb bieten wir dir unseren Geschäftskonto-Rechner an, mit dem du dir einen Überblick verschaffen kannst.

Besonders gute Gesamtpakete findest du bei folgenden Anbietern: Finom, Kontist, Qonto, Commerzbank und Holvi.

Finom

Finom ist eine niederländische Neobank, die über eine Banklizenz der Solarisbank verfügt. Das Geschäftskonto mit mehreren Preismodellen richtet sich an KMU, Unternehmen und Unternehmen unter Registrierung. Doch auch Freelancer, Selbstständige und Freiberufler können mit diesem Konto happy werden.

Der Leistungsumfang, der dir bei Finom geboten wird, ist auf jeden Fall beeindruckend, hängt aber auch sehr vom Modell ab, für das du dich entscheidest. Soll heißen: Nicht jede Leistung ist in jedem Paket (vollumfänglich) enthalten. Erwähnenswert finden wir die kostenlosen physischen und virtuellen VISA-Karten, die Wallets, teamübergreifende Ausgabenüberwachung und -verwaltung, den eingeschränkten oder unbegrenzten Zugriff für externe Buchhalter sowie verschiedene Buchhaltungsintegrationen.

Nicht nur die Leistungen, sondern auch die Vorteile von Finom sorgen dafür, dass wir dir dieses Geschäftskonto empfehlen können. Überzeugende Vorteile von Finom sind beispielsweise bis zu 3 % Cashback, der Kundensupport via WhatsApp, umfassende Sicherheitsstandards und ein Abhebelimit am Automaten bis zu 10.000 €.

Zum Thema Kosten ist zu sagen, dass du dich bei Finom zwischen vier unterschiedlichen Geschäftskonten entscheiden kannst: Finom Solo für 0 €, Finom Start für 7 €, Finom Premium für 24 € und Finom Corporate für 90 € Grundgebühr. Alle Preise sind pro Monat und exklusive Mehrwertsteuer.

Finom ist für viele auch wegen des kostenlosen Geschäftskontos attraktiv. Doch auch die drei anderen Kontomodelle sind es wert, getestet zu werden.

Kontist

Kontist richtet sich gezielt an Freiberufler und Selbstständige. Es unterteilt sich in drei Preismodelle, die dir viele spannende Features versprechen.

Hierzu gehören unter anderem Steuerschätzungen in Echtzeit, digitale Belegverwaltung mit Scan- und Upload-Funktion, Dispokredite mit Überzugrahmen von 500 bis 5.000 €, unbegrenzt viele kostenlose Überweisungen und ein smartes Rechnungstool.

Wir können dir ein Kontist-Geschäftskonto aber auch empfehlen, weil es Vorteile wie den einfachen Dispo-Antrag via App, die digitale Kontoeröffnung in 9 Minuten, eine übersichtliche Buchhaltung sowie Unterstützung und Überblick bei deinen Steuern mit sich bringt.

Das Preismodell von Kontist basiert auf drei verschiedenen Konten. Kontist Free ist kostenfrei, Kontist Premium kostet 9 € pro Monat und Kontist Duo 13 € monatlich. Die Preise sind exklusive Umsatzsteuer.

Kontist besticht durch großartige Leistungen zum kleinen Preis. Kein Wunder also, dass wir dir die Neobank wärmstens ans Herz legen können.

Qonto

Qonto gehört zu den sogenannten Neobanken und hat als Unternehmen mit Sitz in Paris eine französische Banklizenz. Das Fintech hat sich auf kleine und mittelständische Unternehmen, Startups, Gründer und Selbstständige spezialisiert und bietet diesen ein solides Geschäftskonto an.

Das Qonto Geschäftskonto unterteilt sich in mehrere Modelle, die auf die individuellen Bedürfnisse von KMUs, Freelancern und Gründern abgestimmt sind. Der Leistungsumfang variiert also von Modell zu Modell, was sich natürlich auch in den Kosten widerspiegelt.

Neben den klassischen Leistungen wie SEPA-Überweisungen und -Lastschriften, beleglose Papierverwaltung und einer Vereinfachung deiner Buchhaltung bietet Qonto auch eine ganze Reihe spezieller Features, die deine Entscheidung für ein Geschäftskonto beeinflussen könnten. Hierzu zählen unter anderem zahlreiche Partner-Integrationen und Schnittstellen, Unterkonten (teilweise mit eigener IBAN) und Tools für deine Ausgabenverwaltung.

Die Vorteile von Qonto reichen von der schnellen Kontoeröffnung in rund 10 Minuten und einer deutschen IBAN über mehrere Auszeichnungen und Zertifikate hin zu einer leichten Handhabung und 24/7-Kundenservice.

Im Hinblick auf die Kosten mag es Qonto offensichtlich differenziert. Als Freelancer bezahlst du je nach Kontomodell monatlich 9, 19 oder 39 €, als KMU oder Startup 29 €, 99 € oder 249 € und als Gründer 9, 19 oder 29 €. Alle Preise sind netto, also exklusive Mehrwertsteuer.

Wie du siehst, bietet Qonto kein kostenloses Geschäftskonto an. Neben der monatlichen Kontoführungsgebühr werden unter Umständen weitere Kosten fällig – beispielsweise für beleghafte Überweisungen und Bargeldein- sowie -auszahlung. Dafür bekommst du jedoch auch tolle Leistungen und Services.

Commerzbank

Die Commerzbank kommt eher traditionell daher und steht für vertrauensvolles Banking mit jahrzehntelanger Erfahrung. Gleichzeitig ist sie auch für junge Gründer aus den unterschiedlichsten Branchen attraktiv. Warum das so ist, wollen wir nun einmal etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Besondere Leistungen der Commerzbank, die wir an dieser Stelle hervorheben wollen, sind unter anderem die Datenschnittstelle für dein Steuerbüro, ein umfassendes Beratungsangebot, Telefonbanking, zahlreiche Anlage- und Finanzierungsmöglichkeiten und die Banking-App mit vielen nützlichen Funktionen.

Wenn du dich für die Commerzbank entscheidest, kannst du dich außerdem über Vorteile wie die persönliche Beratung vor Ort, ein deutschlandweites Filialnetz für Bargeldein- und -auszahlungen sowie umfassende Sicherheitsmaßnahmen freuen.

Preislich rangiert die Commerzbank eher im oberen Segment. Die monatlichen Kosten reichen von 12,90 € (KlassikGeschäftskonto) über 29,90 € (GründerAngebot) bis zu 29,90 € (PremiumGeschäftskonto).

Die Commerzbank hat zwar kein kostenloses Geschäftskonto im Portfolio, überzeugt dafür jedoch durch starke Leistungen wie Beratungs-, Anlagen- und Finanzierungsmöglichkeiten.

Holvi

Holvi ist wie Qonto eine Neobank und verfügt ebenfalls über eine eigene Banklizenz – eine finnische, um genau zu sein. Das Geschäftskonto von Holvi richtet sich an Selbstständige, Freelancer und Freiberufler. Für GmbH und UG in Gründung hat das finnische Zahlungsinstitut das sogenannte Gründerkonto entwickelt.

Das Leistungsspektrum von Holvi ist breit und umfasst unter anderem Punkte wie Ausgaben-Verwaltung, Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Rechnungsbericht, Umsatzsteuer-Bericht in Echtzeit, Rechnungstool, biometrischer Log-in und Zugang für externe Steuerberater.

Es dürfte wenig überraschend sein, dass dir Holvi mit diesen hilfreichen Features auch viele Vorteile liefert. Die, die mich am meisten überzeugen konnten, sind die Holvi-App mit tollen Funktionen, umfassende Sicherheitsmaßnahmen und die unbegrenzte Anzahl von Karten für Mitarbeiter. Außerdem hast du deine Einnahmen und Ausgaben jederzeit genau im Blick und kannst ganz unkompliziert zwischen den unterschiedlichen Kontomodellen wechseln.

Das Preismodell von Holvi ist übersichtlich und fair. Holvi Lite kostet 9 €, Holvi Pro 15 € und Holvi Pro+ 18 € pro Monat. Bitte beachte zudem, dass zusätzliche Kosten entstehen können – beispielsweise in Form von monatlichen Kartengebühren und Gebühren für Bargeldauszahlung oder Kartenzahlung im Ausland.

Holvi überzeugt mich durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Vor allem die Features, die deine Buchhaltung erleichtern, werden dir gut gefallen.

Auf diese Kosten solltest du achten

Was dich dein Geschäftskonto am Ende des Monats tatsächlich kostet, ist oftmals nur schwer vorauszusagen. Denn neben der Kontoführungsgebühr, die bei manchen Konten kostenfrei ist, gibt es eine ganze Reihe zusätzlicher Gebühren, die du unbedingt auf dem Schirm haben solltest.

•      Kontoeröffnung: Gelegentlich kommt es vor, dass du schon für die Eröffnung eines Geschäftskontos extra in die Tasche greifen musst. Doch dieser Kostenpunkt ist eher die Ausnahme.

•      Kontoführungsgebühr: Die Kontoführungsgebühr ist der offensichtlichste Verursacher von Kosten bei einem Geschäftskonto. Die Preisspanne reicht von 0 € bis etwa 30 € pro Monat. In der Regel gilt: Je mehr Kontoführungsgebühr du pro Monat zahlst, desto mehr Leistungen kannst du von deinem Businesskonto erwarten.

•      beleglose Buchungen: Beleglose Buchungen, also normale Zahlungsein- und -ausgänge, verursachen Kosten im niedrigen Cent-Bereich. Viele Geschäftskonten kommen mit einer gewissen Anzahl kostenfreier Buchungen daher. Doch sobald sich die beleglosen Buchungen häufen, steigen auch die Kosten schnell an.

•      beleghafte Buchungen: Beleghafte Buchungen sind teurer als beleglose. Sie werden in Form eines physischen Überweisungsauftrags eingereicht (bspw. Scheck oder Überweisungsträger) und spielen mittlerweile eine eher untergeordnete Rolle im Banking.

•      Echtzeitüberweisungen: Wenn das Geld in Sekundenschnelle von A nach B geschickt werden muss, bietet sich eine Echtzeitüberweisung an. Die Kosten hierfür variieren je nach Anbieter und Kontomodell stark und reichen von kostenlos bis 5 €.

•      Auslandsüberweisungen & Fremdwährungsaufschlag: Auch Überweisungen ins Ausland und die damit verbundene Umwandlung von Euro in eine Fremdwährung verursachen in der Regel zusätzliche Kosten. Bedenke dies vorwiegend dann, wenn du regelmäßig nicht-SEPA-Überweisungen tätigst, weil Kunden oder Lieferanten ihren Sitz außerhalb des europäischen Zahlungsraums haben.

•      Bargeldeinzahlung: Wie viel eine Bargeldeinzahlung kostet, hängt von verschiedenen Faktoren wie der Höhe der Geldsumme, der Menge an Scheinen und Münzen sowie die Art der Einzahlung (Automat oder Schalter) ab. In wenigen Fällen ist das Einzahlen von Bargeld gratis.

•      Bargeldauszahlung: Während Bargeldauszahlungen bei den meisten Filialbanken kostenfrei sind, musst du als Kunde einer Direkt- oder Neobank meist Kosten für diese Dienstleistung in Kauf nehmen. Ob du pro Auszahlung einen festen Betrag (bspw. 3 €) oder eine prozentuale Gebühr zahlst, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich.

•      Kontoauszüge: Kosten für Kontoauszüge entstehen in den meisten Fällen dann, wenn du dir diese postalisch zuschicken lässt. Ebenso gibt es auch einige Anbieter, die für die digitale Bereitstellung der Auszüge Geld verlangen.

•      Herausgabe und Nutzung einer Girokarte: Die Herausgabe und Nutzung der ersten Giro- bzw. Debitkarte ist meist kostenfrei. Doch spätestens bei der zweiten oder dritten Karte musst du mit monatlichen oder jährlichen Zusatzkosten rechnen.

•      Herausgabe und Nutzung einer Kreditkarte: Fast identisch verhält es sich bei der Kreditkarte. Hier variieren die Kosten zusätzlich je nachdem, welche Extraleistungen (Versicherungen, Rabatte, Bonusmeilen, Clubmitgliedschaften und Co.) du in Anspruch nehmen möchtest. Pro Jahr kannst du mit ca. 20 bis 80 € pro Kreditkarte rechnen.

•      Kontokorrentkredit: Wenn das Geld auf dem Geschäftskonto einmal knapp wird und du einen Kontokorrentkredit in Anspruch nimmst, musst du mit verhältnismäßig hohen Zinsen (ca. 6 bis 12 %) rechnen. Je länger du den Kredit in Anspruch nimmst, desto höher fallen die Kosten für diesen Service aus.

Bevor du dich für ein Geschäftskonto entscheidest, solltest du dir ganz genau anschauen, wodurch welche Kosten entstehen können. Denn nicht selten erheben Konten mit kostenfreiem Kontoführungsentgelt teils hohe Gebühren für die oben aufgeführten Leistungen. Andersherum punkten vermeintlich „teure“ Geschäftskonten oft durch günstige Gebühren für Buchungen, Bargeldeinzahlungen und Co.

Meine Empfehlung an dich lautet daher ganz klar: Überlege dir detailliert, welche Leistungen du (wie oft) nutzt und was am Ende tatsächlich das günstigste Angebot für dich und dein Business ist. Unser Geschäftskonto-Vergleich ist dir hierbei behilflich.

Geschäftskonto eröffnen: Alles, was du wissen solltest

Du weißt bereits, dass du ein Geschäftskonto benötigst, hast einen passenden Anbieter herausgesucht und möchtest erfahren, wie die Eröffnung abläuft? Wir erklären dir die einzelnen Schritte, damit du alle Unterlagen zur Hand hast.

Kurz und knapp: Wenn du dein Geschäftskonto bei einer traditionellen Bank eröffnest und das vor Ort in einer Filiale tust, benötigst du meist etwas mehr Geduld. Die Online-Eröffnung lässt sich im Vergleich dazu oft in ein paar Minuten abschließen.

Was du in beiden Fällen wissen solltest, das Konto können nur Geschäftsführer oder Bevollmächtigte eröffnen. Außerdem benötigst du in der Regel ausnahmslos immer (mindestens) folgende Angaben:

  • Name und Anschrift
  • Geburtsdatum und -ort
  • Branche, Name und Rechtsform des Unternehmens

Variante 1: Das Geschäftskonto in der Filiale eröffnen

Für die Kontoeröffnung in einer Filiale benötigst du zunächst einen Termin. Die Bank teilt dir bei der Terminvereinbarung mit, welche Unterlagen du mitbringen musst. Je nachdem, um welche Unternehmensform es geht, kann diese Liste relativ umfangreich ausfallen und u. a. folgende Dokumente umfassen:

  • die beglaubigte Gründungsurkunde
  • den Handelsregisterauszug
  • Einkommensnachweis

Auch der Schufa-Score wird in diesem Rahmen meist abgefragt. Darum kümmert sich die Bank selbst, du musst hier also keine Unterlagen mitbringen.

Variante 2: Online-Kontoeröffnung

Die Online-Eröffnung geht in der Regel zügig über die Bühne. Qonto z. B. wirbt damit, dass das Konto in rund 10 Minuten eröffnet ist.

Natürlich muss bei der Online-Variante eine Identifizierung stattfinden. Das geschieht üblicherweise über Video- oder Postident-Verfahren. Was die Unterlagen betrifft, musst du neben den o. g. persönlichen Daten außerdem angeben, welche Rechtsform das Unternehmen hat und unter welchem Namen es registriert ist. Konkrete Angaben variieren je nach Kreditinstitut etwas.

Wie schnell ist mein Geschäftskonto einsatzbereit?

Wie so oft gibt es auch hier mal wieder nicht „die eine“ Antwort auf deine Frage. Tatsache ist nämlich: Jeder Anbieter arbeitet anders, wodurch die Dauer von der Eröffnung bis zur Nutzung stark schwankt.

Grundsätzlich können wir Folgendes festhalten:

  1. Die Zeitspanne von der Kontoeröffnung bis zur Nutzung beträgt im Durchschnitt einen bis fünf Tage. In Ausnahmefällen kann es bis zu 14 Tagen dauern, bis dein Geschäftskonto einsatzbereit ist. Beachte das vor allem, wenn du eine Kapitalgesellschaft gründest und einen strengen Zeitplan verfolgst.
  2. Direktbanken und Fintechs arbeiten in der Regel agiler, wodurch du dein Geschäftskonto meist schneller verwenden kannst. Die Eröffnung mithilfe von Video-Ident-Verfahren ist häufig sogar am Wochenende möglich.
  3. Klassische Filialbanken benötigen oftmals länger, bis dein Konto eröffnet ist. Die genaue Dauer hängt jedoch von verschiedenen Faktoren wie Standort der Bank, Wochentag der Eröffnung und Mitarbeiterauslastung ab.

Eine Umfrage in unserer Facebook-Gruppe hat ergänzend ergeben, dass etwa 33 Prozent aller Kontoeröffnungen an einem Tag erledigt werden können. Weitere 33 Prozent der Banken benötigen bis zu drei Tage.

Feststellung deiner Identität

Wer sein Geschäftskonto vor Ort eröffnet, hat in der Regel keine Probleme damit, seine Identität zu beweisen. Die Vorlage von Personalausweis oder Reisepass reicht in den meisten Fällen aus, um alle Zweifel aus dem Weg zu räumen.

Etwas umfangreicher verhält es sich hingegen, wenn du dein Geschäftskonto online – beispielsweise bei einer Direktbank oder einem Fintech-Unternehmen – eröffnen willst. Um hier deine Identität zu bestätigen, kommt das sogenannte Video-Ident-Verfahren zum Einsatz.

Was ist das Video-Ident-Verfahren?

Hierbei handelt es sich vereinfacht ausgedrückt um einen Videochat, den du bequem von zu Hause oder dem Büro aus durchführen kannst.

Folgende Dinge sind hierfür nötig:

  • einen Einladungslink, den dir der Anbieter des Geschäftskontos meist per E-Mail schickt
  • eine stabile Internetverbindung
  • ein Endgerät mit Kamera (etwa Laptop, Smartphone oder Tablet)
  • Personalausweis oder Reisepass
So läuft die Video-Identifikation ab

Der Videochat findet in den meisten Fällen mit einem Mitarbeiter eines externen Dienstleisters statt. Wichtig ist, dass du gut erkennbar bist – immerhin muss der Mitarbeiter einschätzen können, ob du auch wirklich die Person bist, die das Geschäftskonto eröffnen möchte.

Um das zweifelsfrei herauszufinden, wird man dich auch bitten, dein Ausweisdokument in die Kamera zu halten. Achte darauf, dass alle Angaben lesbar sind und befolge die Anweisungen des Mitarbeiters. Dieser wird beispielsweise verlangen, dass du deinen Ausweis kippst und bewegst, um Sicherheitsmerkmale wie das Hologramm überprüfen zu können.

Für noch mehr Klarheit und Sicherheit versenden viele Anbieter eine TAN per E-Mail oder SMS, die du am Ende des Verfahrens in eine Maske eingeben musst. Auf diese Weise werden die Zweifel an deiner Identität maximal aus der Welt geschafft und du kannst schon bald dein Geschäftskonto nutzen.

Insgesamt dauert das Video-Ident-Verfahren nur wenige Minuten. Mehr als eine Viertelstunde musst du hierfür nicht einplanen. Und noch ein Pluspunkt im Vergleich zur klassischen Kontoeröffnung vor Ort: Die Online-Verifizierung deiner Person ist bei vielen Anbietern fast rund um die Uhr möglich. Einige ermöglichen das Video-Ident-Verfahren sogar am Wochenende.

Was ist das Postident-Verfahren?

Neben der Video-Ident gibt es eine weitere Möglichkeit zur Identifikation deiner Person, wenn du dein Geschäftskonto nicht in einer Bank-Filiale eröffnen möchtest. Für das sogenannte Postident-Verfahren musst du jedoch trotzdem das Haus verlassen und eine Filiale der Deutschen Post aufsuchen.

Hier kannst du – ähnlich wie bei der Video-Identifikation – mittels Personalausweis oder Reisepass deine Identität bestätigen lassen. Wichtig dabei ist, dass dein Ausweisdokument gültig ist und du das ausgedruckte und ausgefüllte Postident-Formular dabeihast.

Auch wenn das Postident-Verfahren noch immer von vielen Direktbanken angeboten wird, handelt es sich eher um ein Auslaufmodell. Denn Hand aufs Herz: Wer keine Lust hat, eine Bank-Filiale aufzusuchen, der macht in der Regel auch einen Bogen um den Postschalter.

Zusätzliches Geschäftskonto bei der eigenen Bank eröffnen? Meine Meinung

Wenn du ein Konto für dein Unternehmen eröffnen möchtest, spricht zunächst einmal nichts dagegen, dich bei der Bank zu informieren, bei der du dein privates Girokonto hast. Nahezu alle Banken und Sparkassen bieten ihren Kunden auch geschäftliche Produkte an und sind natürlich froh, wenn du ihnen als Kunde treu bleibst.

Doch ist dieses Vorgehen wirklich sinnvoll? Diese Frage wollen wir gern beantworten, indem wir das Für und Wider genauer unter die Lupe nehmen.

Was spricht dafür, Geschäftskonto und Privatkonto bei der gleichen Bank zu haben?

  • Du kennst den Anbieter und hast Vertrauen in ihn. Dieser Vorzug überzeugt hauptsächlich dann, wenn es dir schwerfällt, neuen Dingen eine Chance zu geben oder du schlichtweg ein „Gewohnheitstier“ bist.
  • Du kannst über einen Onlinebanking-Zugang beide Konten verwalten und hast weniger Aufwand. (Doch Vorsicht: Nicht aus Versehen geschäftliche Rechnungen mit deinem privaten Guthaben oder umgekehrt bezahlen!)
  • Du sparst Wege und Zeit, wenn du z. B. Kontoauszüge holst und/oder Geld abheben willst.

Was spricht dagegen, Geschäftskonto und Privatkonto bei der gleichen Bank zu haben?

  • Geschäfts- und Privatkunden werden in den meisten Fällen gesondert geführt, d. h. du hast vermutlich zwei verschiedene Ansprechpartner und musst auch mehrere Termine für unterschiedliche Anliegen vereinbaren. (Es gibt Ausnahmen, wenn du beispielsweise schon sehr lange Kunde bei deiner Bank bist und ein überdurchschnittlich gutes Verhältnis zu deinem Berater pflegst.)
  • Wenn du mit deinem privaten Girokonto zufrieden bist, heißt das nicht automatisch, dass das Geschäftskonto der Bank deinen Ansprüchen gerecht wird/die beste Wahl für dein Business ist.
  • Du erhältst in der Regel keine Vergünstigungen/Rabatte/Sonderkonditionen.
  • Kostenlose Girokonten, die viele Kunden anlocken, werden eventuell durch teurere Geschäftskonten ausgeglichen. Es kann also sein, dass du hierfür besonders tief in die Tasche greifen musst.

Du hast dich entschieden, dein Business Konto bei deiner derzeitigen Bank zu eröffnen. Solltest du nun mit Unterkonten arbeiten? Also, dein Girokonto so anpassen, dass es auch dein Geschäftskonto „inkludiert“.

Ein solches Vorgehen ist vorstellbar. Das bedeutet aber nicht, dass es automatisch erlaubt ist. Entscheidend ist hierbei in erster Linie, für welche Unternehmensform du dich entschieden hast. Ein separates Geschäftskonto ist nur für Kapitalgesellschaften verpflichtend – als Gründer einer GmbH, UG (haftungsbeschränkt), AG oder KGaA kommst du also nicht um ein separates Geschäftskonto herum. Ob du dieses bei deiner Hausbank oder bei einem anderen Anbieter eröffnest, ist dir überlassen.

Für alle anderen Unternehmensformen gilt diese Pflicht nicht. Einzelunternehmer, GbRs, OHGs, Freiberufler und andere können – rein theoretisch – sogar ihr privates Konto für geschäftliche Zwecke nutzen. Der Haken: Die meisten Geldinstitute sehen das nicht gern und auch dein Steuerberater wird sich sicher freuen, wenn du berufliche und private Finanzen strikt voneinander trennst.

Ob du die Trennung über Unterkonten löst oder über ein eigenes Geschäftskonto, hängt zum einen von deinen Vorlieben ab und zum anderen von der Arbeitsweise deiner Bank. Eine offene Kommunikation ist hier zweifelsfrei der beste Weg, um Unstimmigkeiten und drohenden Ärger aus der Welt zu schaffen.

Mit anderen Worten: Frage dein Geldinstitut, welche Herangehensweise für dich optimal ist und welche Möglichkeiten bestehen.

Das solltest du beim Thema Geschäftskonto noch beachten

Beim Geschäftskonto und den Bankgeschäften sind noch weitere Punkte wichtig.

Zinsen

Im Zeichen der Zinswende haben auch Gründerinnen und Gründer wieder die Möglichkeit, ihr Kapital gewinnbringend anzulegen.

Meine Empfehlungen für die Geldanlage sind Pile* (4 % p. a. bis 100.000 €), das FYRST Festgeld* (3,47 % p. a. bis 3 Monate) und Vivid* (2 Monate 4 % p. a.).

Wie du oben siehst, bietet jedes Angebot seine eigenen Vorzüge. Überlege also, was am besten zu deinem Unternehmen passt und wähle daraufhin den Anbieter aus.

Nachhaltige Banken

Möchtest du dein Konto lieber bei einer Bank mit nachhaltiger Ausrichtung eröffnen, weil dir wichtig ist, wie deine Bank dein Geld verwendet, wird dies etwas anspruchsvoller.

Zunächst gibt es keine eindeutige allgemeine Definition dafür, was eigentlich als nachhaltig gilt. Zudem gestaltet sich die Beschaffung von Informationen hierzu oft kompliziert.

Des Weiteren musst du bei Banken, die sich als nachhaltig positionieren, in der Regel höhere Gebühren für das Geschäftskonto, Karten und andere Dienstleistungen in Kauf nehmen.

Welche Banken bieten ein Geschäftskonto ohne Schufa?

Ja, ein Geschäftskonto trotz Schufa ist theoretisch möglich – jedoch mit gewissen Einschränkungen verbunden. Die Schufa-Abfrage gibt der Bank Auskunft darüber, wie es um die Kreditwürdigkeit einer Person steht. Das bedeutet: Bei einem negativen Schufa-Eintrag kann es schwer werden, ein Business Konto zu eröffnen.

Schwierig, aber nicht unmöglich – unter anderem Finom bietet eine Firmenkonto-Eröffnung ohne Abfrage der Bonität an. Das Ergebnis ist ein Geschäftskonto auf Guthabenbasis. Ein Überziehungsrahmen oder Dispokredit ist dann jedoch ausgeschlossen.

Überschüssige Liquidität

Du hast Geld auf deinem Geschäftskonto, das du nicht fürs Tagesgeschäft benötigst oder strategisch verplant hast?

Bei meiner Empfehlung Pile* bekommst du neben 4 % Rendite p. a. bis 100.000 € außerdem die Möglichkeit, Zahlungen zu automatisieren, sodass du sehr einfach Liquidität im Unternehmen umverteilen oder neu schaffen kannst.

Wie kann ich mein Geschäftskonto am besten wechseln?

Du bist nicht zufrieden mit deinem bisherigen Business Konto und willst zu einem neuen Anbieter wechseln? Das sollte kein allzu großes Problem sein – solange du systematisch vorgehst:

  • Vergleiche mehrere Geschäftskonten und eröffne dann dein neues Konto.
  • Teile allen involvierten Parteien mit, dass sich das Geschäftskonto geändert hat, also u. a. dem Finanzamt, Vermieter/innen, Lieferanten, dem Telefonanbieter … Ändere die Angaben unbedingt auch auf allen Formularen sowie der Firmenwebsite.
  • Lass beide Konten parallel laufen, bis du dir sicher bist, dass das Neue deinen Ansprüchen gerecht wird.
  • Kündige dein altes Firmenkonto.

Ab wann benötigt man ein Geschäftskonto?

Keine Frage: am besten ab Tag eins deiner Selbstständigkeit. Denn durch die separaten Konten lassen sich private und geschäftliche Transaktionen trennen. Das erspart dir auf lange Sicht viel Verwaltungsaufwand und vermutlich die eine oder andere Diskussion mit dem Finanzamt.

Besonders Kosten für Fehl- und Umbuchungen oder Änderungen innerhalb von (digitalen) Geschäftsinformationen kannst du dir durch eine direkte Trennung ersparen.

Für manche Unternehmensformen ist ein eigenes Geschäftskonto sogar verpflichtend.

Ist ein Geschäftskonto Pflicht?

Verpflichtend ist ein Geschäftskonto nur für Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG, KGaA), d. h. für alle haftungsbeschränkten Unternehmen. Denn diese müssen zuerst das Eigenkapital auf ihr Geschäftskonto einzahlen, bevor die Firma notariell im Handelsregister angemeldet wird.

Jedoch empfehle ich ganz klar die Eröffnung eines separaten Kontos, um private und geschäftliche Finanzen voneinander zu trennen.

Warum kann ich kein Penta Geschäftskonto mehr eröffnen?

Im Juli 2022 wurde bekannt gegeben, dass das französische Banking-Startup Qonto den Berliner Anbieter Penta übernimmt. Kurz danach konnte man auch kein Penta Geschäftskonto mehr eröffnen. Der Vergleich am Artikelanfang zeigt dir mögliche Alternativen zu Penta.

Autor

Kevin Pflock

Kevin Pflock beschäftigt sich seit 2011 mit dem Thema Selbstständigkeit und möchte mit der Website anderen Gründern und Gründerinnen bei der erfolgreichen Gründung und im Gründeralltag unterstützen. Durch seine eigenen Erfahrungen kennt er die Fragen und Probleme anderer Gründer sehr gut und bietet zusammen mit anderen Autoren Hilfestellungen bei der Unternehmensgründung und -führung.