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Das erste Firmenschild für Gründer – das musst du wissen!

Ein Firmenschild zeigt Kunden den Weg zu deinem Unternehmen und macht gleichzeitig Passanten auf dein Angebot aufmerksam.

Wir haben für dich zusammengestellt, wie dein Werbeschild aussehen sollte und was du zum Thema Fassadenwerbung beachten solltest.

Warum brauchen Gründer ein Firmenschild?

Ein Schild an der Außenfassade anzubringen, auf welchem der Name des Betriebes steht, ist keine Vorschrift. Die entsprechenden rechtlichen Regelungen wurden in den vergangenen Jahren abgeschafft, um es Unternehmensgründern einfacher zu machen.

Allerdings ist es aus Imagegründen ratsam, deine Büroräume mit einem Firmenschild auszustatten. Die Beschilderung präsentiert deine Firma und macht darauf aufmerksam, dass du hier von nun an ein Business betreibst.

Ebenso wirkt eine professionelle Außenwerbung an der Fassade seriöser, wenn du Kunden in dein Büro einlädst. Mit der Anbringung des Schildes wird dein Unternehmen „offiziell“ – Geschäftsräume ohne entsprechenden Hinweis wirken oft wenig vertrauenswürdig.

Darüber hinaus kannst du dein Firmenschild als einfache, aber wirkungsvolle Werbemaßnahme betrachten. Passanten, Lieferdienste, Gäste oder Anwohner der anderen, umliegenden Parteien: Sie alle werden durch dein Schild auf dein Unternehmen aufmerksam. Je sichtbarer das Schild platziert ist, desto größer ist die Chance, dass Menschen deine Firma wahrnehmen und in Erinnerung behalten.

Was steht auf dem Firmenschild?

Das wichtigste Element auf dem Firmenschild ist selbstredend der Firmenname oder dein eigener Name, solltest du als Einzelunternehmer Büroräume besitzen.

Darüber hinaus solltest du folgende Angaben auf dem Firmenschild sichtbar machen:

  • dein Tätigkeitsfeld
  • die Kontaktdaten
  • Öffnungszeiten

Das Logo deiner Firma gibt dem Firmenschild zusätzlich eine professionelle Wirkung. Darum ist es ratsam, die Beschilderung erst dann fertigen zu lassen, wenn dein Logo und deine Corporate Identity feststehen.

Hast du wichtige Zertifikate für deine Tätigkeit erhalten oder besitzt du einen interessanten Kooperationspartner, der über eine hohe Außenwirkung verfügt, kannst du auch diese Dinge auf dem Firmenschild festhalten.

Wichtig ist, dass das Design deines Firmenschildes klar und einfach gestaltet ist. Der Leitsatz „Weniger ist mehr“ trifft auch hier zu. Stelle sicher, dass Besucher und Passanten alles Wichtige auf einen Blick erfassen können. Aufwendige und verspielte Designs wirken schnell unübersichtlich.

Apropos Design: Die Gestaltung deines Schildes sollte hochwertig und professionell sein. Bist du selbst kein Grafiktalent, engagiere einen Profi für das Design der Beschilderung. Das Firmenschild ist eine Investition mit großer Wirkung. Sparst du am Design, beeinträchtigt das deine Außenwirkung nachhaltig.

Wichtig für Einzelbetriebe ist außerdem: Das Firmenschild muss hier auch das Inhaberschild sein. Das bedeutet, dein Vor- und Zuname müssen enthalten sein.

Was muss ich bei der Aufhängung des Firmenschildes beachten?

Bevor du zur Bohrmaschine greifst, solltest du zuerst einmal abklären, ob du dein Firmenschild ohne Weiteres anbringen darfst.

Solange das Gebäude nicht dein eigenes ist, musst du den Eigentümer um Erlaubnis bitten, etwas an der Fassade befestigen zu dürfen. Entweder wendest du dich direkt an deinen Vermieter oder du sprichst die Hausverwaltung an. Der Hausmeister wird dir in den meisten Fällen sagen können, was möglich ist oder an wen du dich wenden kannst.

Bei mehreren Parteien im Haus musst du unter Umständen die Eigentümerversammlung um Erlaubnis bitten. Ob das der Fall ist, bringst du ebenfalls bei der Hausverwaltung in Erfahrung.

Darüber hinaus musst du zum Thema Außenwerbung auch gesetzliche Vorschriften beachten. Grundsätzlich gibt es in Deutschland die Werbefreiheit, die es dir als Gründer erlaubt, Werbung für deine Produkte und Dienstleistungen zu machen.

Für die Anbringung von Außenwerbung gelten allerdings die Bauvorschriften des jeweiligen Bundeslandes bzw. der zuständigen Kommune. Willst du ein Firmenschild anbringen, brauchst du dafür unter Umständen eine Baugenehmigung.

Grundsätzlich gilt Fassadenwerbung bis zu einer Fläche von 0,5 bis 1 Quadratmeter als genehmigungsfrei. Das bedeutet, du kannst ein Firmenschild, das die angegebene Größe nicht überschreitet, ohne Weiteres an der Hauswand befestigen – vorausgesetzt, der Eigentümer hat zugestimmt.

Nichtsdestotrotz ist es immer sicherer, sich zu erkundigen, welche Werbeflächen an deinem Standort als genehmigungsfrei gelten. Auskunft erteilen hierzu die zuständigen Handelskammern oder Bauaufsichtsbehörden.

Häufige Fragen zum Firmenschild für Gründer

Auch über die Fragen der Genehmigung, der Gestaltung und des Nutzens hinaus gibt es allerlei wissenswerte Fakten rund um das Thema Firmenschild. Wir haben die dringendsten Fragen im Folgenden für dich beantwortet.

Was kostet ein Firmenschild?

Die Kosten für die Beschilderung sind sehr abhängig davon, wie das Schild am Ende aussehen soll. Ebenso spielt die Bezugsquelle eine große Rolle.

Grundsätzlich kann der Preis zwischen 40 Euro und mehreren Tausend Euro liegen.

Einfache Schilder aus günstigen Materialien sind meist weniger kostenintensiv als großflächig gestaltete Werbetafeln. Je individueller dein Firmenschild sein soll, desto teurer ist die Anschaffung schlussendlich.

Allerdings handelt es sich bei dem Firmenschild um eine nachhaltige Investition. Deshalb ist es oft ratsam, etwas mehr Geld auszugeben, statt am falschen Ende zu sparen.

Wie muss ich das Firmenschild verbuchen?

Da es sich bei einem Firmenschild meist um eine größere Investition handelt, interessieren sich viele Gründer auch dafür, wie sie das Schild verbuchen müssen.

Grundsätzlich wird die Beschilderung oft unter den Werbungskosten verbucht, immerhin handelt es sich um eine repräsentative Außenmaßnahme. Deshalb buchen viele Gründer die Beschaffung des Firmenschildes auch als Repräsentationskosten.

Bezüglich der Abschreibung des Firmenschildes gibt es mehrere Varianten, wie Gründer damit umgehen können. Kostete des Schild nicht mehr als 410 Euro, kannst du das Schild als geringwertiges Wirtschaftsgut sofort abschreiben. Grundlage hierfür ist §6 Abs. 2 Einkommenssteuergesetz (EStG).

Bewegen sich die Anschaffungskosten zwischen 150 und 1.000 Euro, hast du gemäß §6 Abs. 2a EstG auch die Möglichkeit, das Schild mit anderen geringwertigen Wirtschaftsgütern in einen Pool zusammenzufassen und diese gemeinsam über fünf Jahre hinweg abzuschreiben.

Als dritte Option kannst du das Schild auch über die Nutzungsdauer hinweg gemäß der AfA-Tabelle abschreiben.

Aus welchem Material sollte das Firmenschild sein?

Die Beschilderungen für Fassaden werden aus ganz unterschiedlichen Materialien gefertigt. Oft ist die Wahl des Werkstoffes auch eine Geschmacksfrage. Nichtsdestotrotz haben unterschiedliche Stoffe auch verschiedene Vor- oder Nachteile.

Moderne Firmenschilder sind meist aus Acryl- oder Plexiglas gefertigt. Acrylglas hat den Vorteil, dass es so elegant und modern wirkt wie herkömmliches Glas, gleichzeitig aber bruchsicher und entsprechend langlebiger ist. Das Material kann sowohl bedruckt als auch beklebt werden, ist allerdings beschränkt in der Größenauswahl.

Herkömmliches Glas wirkt modern und kann ebenfalls bedruckt und beklebt werden. Allerdings ist ein Schild aus Glas sehr bruchgefährdet. Besonders an belebten Plätzen, beispielsweise bei Büros in der Innenstadt, ist mit einer zeitnahen Beschädigung des Schildes zu rechnen.

Eine weitere Materialgruppe, die sehr beliebt ist, sind Metalle. Meist wird Messing oder Edelstahl verwendet. Vorteil dieser Schilder ist, dass diese sehr langlebig und stabil sind. Allerdings sind sie auch sehr schwer und müssen entsprechend gut befestigt werden. Für Metallschilder sind ebenfalls Drucke oder Beklebungen möglich.

Optisch genauso modern, aber insgesamt eher schlicht sind Aluverbundplatten. Diese sind sehr leicht. Allerdings sind sie im Gesamteindruck eher einfach und deshalb weniger repräsentativ.

Für temporäre Zwecke, etwa als Übergangslösung oder für Baustellen, eignen sich Schilder aus Polystyrol. Dieser Kunststoff ist sehr leicht, relativ günstig und ebenfalls individuell zu gestalten. Allerdings bildet der Stoff schnell Risse. Darüber hinaus ist er sehr lichtempfindlich. Deshalb sind Firmenschilder aus Polystyrol keine dauerhafte Lösung.

Wo sollte ich das Firmenschild bestellen?

Firmenschilder gibt es sowohl vor Ort im lokalen Handel als auch online in spezialisierten Online Shops. Wo du dein Schild schlussendlich beziehen willst, bleibt natürlich dir überlassen. Allerdings haben die unterschiedlichen Bezugsquellen auch ihre Vor- und Nachteile.

Online Shops für Firmenbeschilderungen bieten meist bessere Preise und sind deshalb für Gründer besonders geeignet. Oft haben diese Shops auch spezielle Gründer-Rabatte, die den Preis zusätzlich senken.

Allerdings musst du auch sehr spezielle Vorstellungen von deinem Firmenschild haben, um mit dem Ergebnis einer Onlinebestellung am Ende auch zufrieden zu sein. Willst du bloß ein schlichtes Design ohne extravagante Wünsche, kannst du das Schild vermutlich ohne Probleme online bestellen.

Hast du ganz spezielle, außergewöhnliche Anforderungen an dein Schild, solltest du dich an den Fachhandel vor Ort wenden. Dort erhältst du eine kompetente Beratung und kannst den Gestaltungsprozess genau verfolgen. Außerdem ist ein Farbabgleich zwischen deinem Schild und anderen Werbematerialien ohne Probleme möglich und du kannst Sonderanfertigungen in Auftrag geben. Dafür ist das Schild am Schluss meist etwas teurer als bei einer Onlinebestellung.

Zusammenfassung

Das Firmenschild ist für Gründer ein ganz besonderer Meilenstein. Damit wird das eigene Unternehmen offiziell und für alle sichtbar. Umso hochwertiger sollten Design und Material sein.

Angaben wie der Firmen- oder Inhabername, das Tätigkeitsfeld sowie die Öffnungszeiten sollten unbedingt abgebildet sein. Moderne Firmenschilder bestehen oft aus Acrylglas.

Vor der Anbringung solltest du die Zustimmung des Eigentümers sowie die notwendige Genehmigung bei der Bauaufsichtsbehörde einholen. Sind diese Hürden genommen, steht der Außenwerbung nichts mehr im Weg.

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