Hilfe für Unternehmen und Selbstständige in Zeiten von Corona

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Beitrag wird fortlaufend aktualisiert.

Das Coronavirus hat die Welt trotz regionaler Unterschiede noch immer voll im Griff. Darüber können auch die mittlerweile erlassenen Lockerungen hierzulande nicht hinwegtäuschen. In diesem Artikel geben wir dir deshalb Hilfestellungen, um dich wirtschaftlich auf diese Situation einzustellen. Neben den verschiedenen zur Verfügung gestellten Maßnahmen, findest du auch Anlaufstellen für Informationen rund um das sogenannte neuartige Coronavirus.

Wir aktualisieren den Beitrag regelmäßig. Wenn wir etwas vergessen haben, schreib‘ uns gern. Gemeinsam schaffen wir es durch diese herausfordernden Zeiten.

Inhaltsübersicht


Gehe strategisch vor

Ob Privatperson, Unternehmen oder Selbstständige- für uns alle sind die Auswirkungen von Corona deutlich spürbar. Bosch hat in Rekordzeit einen Schnelltest entwickelt und damit für Erleichterung in der Diagnostik gesorgt.

Doch noch immer besteht Ungewissheit darüber, wann uns wirkungsvolle Medikamente und ein Impfstoff zur Verfügung stehen werden. Und natürlich fragen sich viele Menschen, wie sie sich auch beruflich schützen können.

Momentan ist nicht absehbar, wie lange die Sicherheitsmaßnahmen noch aufrecht erhalten bleiben müssen. Deshalb ist es auch unklar, wie lange dein Atem sein muss, wenn es um den Erhalt deiner Selbstständigkeit geht.

Strategisches Denken ist deshalb nun mehr denn je gefragt. Nur so lassen sich Liquiditätsengpässe, Überschuldung und Insolvenz verhindern.

Deshalb:

  • kenne bzw. ermittle spätestens jetzt deine Kennzahlen
  • informiere dich über Hilfsmaßnahmen
  • erstelle Pläne für die unterschiedlichen möglichen Szenarien
  • denke um


Werde kreativ

Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Du musst vermutlich etwas um die Ecke denken und kreative Lösungen für dich finden.

Kannst du dein Geschäftsmodell an die Sicherheitsvorkehrungen anpassen?

Manche Restaurants stellen auf Lieferungen und Selbstabholung um. Konferenzen, Instrumentenstunden und Ähnliches können auch online erfolgen.

Kannst und darfst du mit deinem Know How/Gerät die neuen Nachfragen bedienen?

Unternehmen wie Tesla, GM und Ford werden beispielsweise in nächster Zeit statt Autos Beamtungsgeräte und anderes medizinisches Equipment produzieren. In Deutschland sind die rechtlichen Beschränkungen bei Desinfektionsmittelherstellung teils bereits gelockert worden. Nun dürfen beispielsweise auch Alkoholhersteller wie Jägermeister zuliefern und produzieren. Die EU plant ebenfalls solche Lockerungen. Behalte solche Entwicklungen im Blick.

Geht es anderen in deiner Branche ähnlich?

Schließe dich mit ihnen zusammen. In einigen Orten haben Clubs Interessengemeinschaften organisiert und bieten gemeinsame Solitickets an. Andere haben gemeinsame Crowdfunding-Kampagnen gestartet und bieten dort auch gemeinsame Dankeschöns an.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.


Allgemeiner Hinweis


Jegliche der nachfolgenden Hilfen werden nur bei Liquiditätsengpässen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gewährt.

Um die Maßnahmen möglichst schnell und unbürokratisch zu den Betroffenen bringen zu können, wird auf genauere Überprüfungen der Anträge derzeit zwar verzichtet.

Aber: beantworte die Fragen wahrheitsgemäß.

Andernfalls werden dir vielleicht unrechtmäßig Gelder und sonstige Hilfen gewährt, die anderen nicht mehr zugute kommen konnten, weil die Ressourcen bereits verbraucht sind. In manchen Ländern wie Berlin sind die Kreditrahmen bereits erschöpft.

Beachte dabei auch, dass du bei unwahrheitsgemäßen Aussagen den Straftatbestand des Subventionsbetruges erfüllen könntest.

Deshalb: sei bitte ehrlich und solidarisch.


Hilfen vom Bund


Der Bund hat bereits mehrere Maßnahmen ergriffen oder auf den Weg gebracht, um der Wirtschaft zu helfen.


Corona-Bundes-Soforthilfen


Der Bund stellt rund 50 Milliarden Euro für Soforthilfemaßnahmen zur Verfügung.

Dieses Förderprogramm steht neben anderen wie denen der jeweiligen Bundesländer und kann zusätzlich in Anspruch genommen werden. Bei einer Überkompensation muss jedoch mit späteren Rückzahlungsforderungen gerechnet werden.

Die Beantragung und Auszahlung läuft über zuständige Landesbehörden und ist ab dem 30. März 2020 bis zum 31. Mai 2020 möglich.

Antragsberechtigt sind Soloselbständige, Angehörige der Freien Berufe und kleine Unternehmen einschließlich Landwirte mit bis zu 10 Beschäftigten.

Die Höhe des einmaligen Zuschusses staffelt sich nach Unternehmensgröße:

  • bis zu fünf Beschäftigte: max. 9.000 Euro
  • bis zu 10 Beschäftigte: max. 15.000 Euro

    Die Soforthilfen können für drei Monate beantragt werden.


KfW-Corona-Hilfe: Kredite für Unternehmen


Die Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat anlässlich der Coronakrise ein spezielles Sonderprogramm ins Leben gerufen.

Um die Liquidität bzw. Neugründungen von Unternehmen und freiberuflich tätigen Personen weiterhin zu ermöglichen, übernimmt die KfW 80 % bzw. 90 % bzw. 100 % des Kredit­ausfall­risikos (das ggf. restliche Risiko trägt deine Bank).

Der Hintergedanke der KfW ist dabei, dass durch diese Risikoübernahme den Banken ein Teil ihrer Bedenken genommen werden soll und sie eher gewillt sind, dein Vorhaben zu finanzieren.

Die Beantragung erfolgt bei den Finanzierungspartnern der KfW in deiner Nähe.

Achtung! Durch die hohe Nachfrage kann es derzeit zu längeren Wartezeiten kommen.

Das Sonderprogramm der KfW splittet sich mittlerweile in vier verschiedene Hilfen:

  1. dem KfW-Kredit für Etablierte
  2. dem KfW-Kredit für Startups
  3. der KfW-Konsortialfinanzierung
  4. dem KfW-Schnellkredit für den Mittelstand


KfW-Kredit für etablierte Unternehmen und Angehörige der Freien Berufe


Der KfW-Unternehmer­kredit richtet sich an etablierte Unternehmen und freiberuflich tätige Personen. Etabliert meint hier, dass du min. fünf Jahre am Markt bist.

Gefördert wird bis zu einem Kreditbetrag in Höhe von 1 Milliarde Euro alles, was für die unternehmerische Tätigkeit notwendig ist. Dazu zählen u.A. Betriebsmittel, Investitionen, Warenlager und Leasing.

Die KfW übernimmt für große Unternehmen bis zu 80 % das Risiko, für kleine und mittlere Unternehmen bis zu 90 %.

Achtung! War dein Unternehmen schon Ende 2019 in Schwierigkeiten, kommt der KfW-Unternehmerkredit nicht für dich in Frage.


KfW-Kredit für (zukünftige) Startups


Der ERP-Gründerkredit – Universell ist speziell für die Finanzierung von Neugründungen und die Festigung bis zu fünf Jahre nach Gründung im In- und Ausland gedacht.

Gefördert werden können in dem Zusammenhang insbesondere Investitionen, Betriebsmittel und Material- bzw. Warenlager. Der Kreditbetrag reicht bis zu einer Höhe von 1 Milliarde Euro.

Gefördert werden können Unternehmen, die min. drei Jahre am Markt aktiv sind bzw. zwei Jahresabschlüsse vorlegen können.

Die KfW übernimmt für große Unternehmen bis zu 80 % das Risiko, für kleine und mittlere Unternehmen bis zu 90 %.

Ist dein Unter­nehmen weniger als drei Jahre am Markt aktiv bzw. kannst du noch keine zwei Jahres­abschlüsse vorlegen?

Dann kannst du den ERP-Gründerkredit zwar dennoch beantragen, dann allerdings ohne die Risikoübernahme durch die KfW. Das könnte deine Bank davon abhalten, deinen Finanzierungswünschen nachzukommen. Eine Alternative könnte das reguläre Angebot ERP-Gründerkredit – StartGeld sein.


KfW Konsortialfinanzierung


Die KfW bietet eine Beteiligung an Konsortial­finanzierungen für Investitionen und Betriebs­mittel an.

Dieses Angebot richtet sich an mittel­ständische und große Unter­nehmen. Die KfW übernimmt dabei bis zu 80 % des Risikos und max. 50 % der Gesamt­verschuldung.

Konsortialfinanzierung meint die Gewährung eines einheitlichen Kredites durch min. zwei Kreditinstitute.

Der Risikoanteil der KfW beträgt min. 25 Millionen Euro und ist begrenzt auf:

  • 25 % des Jahresumsatzes (2019)

    oder


  • das doppelte der Lohnkosten (2019)

    oder


  • den aktuellen Finanzierungsbedarf für die nächsten 12 Monate


KfW-Schnellkredit für den Mittelstand


Der KfW-Schnellkredit ist ein Angebot für
Unternehmen mit min. 11 und max. 249 Beschäftigten.

Dieser Förderkredit ist für Investitionen und Betriebsmittel gedacht.

Durch die Garantie des Bundes, ist der Kredit zu 100 % abgesichert. Das erhöht deine Chancen bei der Bank ganz erheblich, da diese keine Risikoprüfung durchführen muss.

Der max. Kreditbetrag umfasst bis zu drei Monatsumsätze des Jahres 2019 und ist folgendermaßen begrenzt:

  • bis 50 Beschäftigte: max. 500.000 Euro
  • bis zu 249 Beschäftigte: max. 800.000 Euro


Kurzarbeitergeld (KUG)


Bleiben die Aufträge aus? Musst du vielleicht deinen Laden aufgrund der Sicherheitsbestimmungen vorübergehend schließen?

Kurzum: kannst du dir dein Personal nicht mehr leisten, weil nicht mehr genug Einnahmen hereinkommen?

Dann ist die wohl bessere Alternative zur Entlassung, deine Beschäftigten vorübergehend nach Hause in die Kurzarbeit zu schicken.

Bei vorübergehender aber wesentlicher Verringerung der Arbeitszeit, kannst du für deine Beschäftigten Kurzarbeitergeld beantragen.

Die Agentur für Arbeit übernimmt dann bis zu 80 % des Lohns bzw. 87 % bei Beschäftigten mit Kind.

Dafür müssen min. 10 % deiner Beschäftigten wiederum min. 10 % Entgeltausfälle aufgrund der Corona-Pandemie haben.

Übrigens: Kurzarbeit und KUG sind auch bei leihweise Beschäftigten möglich.

Die Sozialversicherungsbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden werden komplett erstattet. KUG kann bis zu 12 Monate gewährt werden.

Dafür musst du vorher die Kurzarbeit bei deiner zuständigen Agentur für Arbeit melden.

Die Meldung wie auch der Antrag sind online bei der Arbeitsagentur möglich.


„Das Land hilft“


Die Online-Plattform „Das Land hilft“ dient der Vermittlung zwischen landwirtschaftlichen Betrieben und Personen, die bei der Ernte helfen möchten.

Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Initiative des Bundesverbands der Maschinenringe e.V. und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Eine branchenübergreifende Version ist derzeit in Arbeit.


BAFA fördert Beratungskosten bis 4000 Euro


Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat seine Förderung unternehmerischen Know-hows angepasst. Corona-betroffene Unternehmen können bei der BAFA einen Antrag für Beratungen stellen. Beratungen bis zu einem Wert von 4000 Euro können für Startups, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und freiberuflich tätige Personen dann gefördert werden.


„Corona-Abmilderungsgesetz“


In der letzten Märzwoche reagierte der Bund auf legislativer Ebene mit einem Schnellverfahren auf die Coronakrise. Das „Corona-Abmilderungsgesetz“ ist ein Gesetzespaket, das Regelungen zu verschiedenen Bereichen wie dem Insolvenz- und Mietrecht enthält. Diese Maßnahme soll die Folgen der Corona-Pandemie für Unternehmen und Privatpersonen abmildern. Insbesondere, indem bestehende gesetzliche Regelungen für die kommende Zeit gelockert werden.

Der volle Name ist übrigens „Gesetz zur Abmilderung der Folgender COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht“.

Die besonders für kleine und mittelständische Unternehmen, Startups, freiberuflich tätige Personen und andere Selbstständige relevanten Neuerungen sind:


Insolvenzaussetzungsgesetz

Ist ein Unternehmen zahlungsunfähig, muss normalerweise innerhalb von drei Wochen ein Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht gestellt werden.

Rückwirkend ab dem 01. März bis zum 30. September 2020 ist diese Antragspflicht nun faktisch ausgesetzt.

Die Aussetzung der Insolvenzantragspflichten gibt in Bedrängnis geratenen Unternehmen die nötige Luft, um staatliche Hilfen zu beantragen und Sanierungsbemühungen voranzutreiben.

Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Christine Lambrecht


Voraussetzungen:

  • Insolvenzreife in Folge der Corona-Pandemie
  • Bestehen einer begründeten Aussicht auf Sanierung


War dein Unternehmen am 31. Dezember 2019 noch zahlungsfähig, werden diese Voraussetzungen dir zugunsten vermutet.

Weiterführende Informationen findest du hier auf der Seite des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz.


Leistungsverweigerungsrecht


Es gibt vorübergehend ein Leistungsverweigerungsrecht für Verbraucher bzw. Verbraucherinnen aber auch Kleinstunternehmen.

Diese Maßnahme soll Privatpersonen und noch nicht etablierten Unternehmen einen Teil des finanziellen Drucks aufgrund der Corona-Krise nehmen.

Voraussetzungen:

  • Kleinstunternehmen = Unternehmen mit max. neun Beschäftigten und einem Jahresumsatz von max. 2 Millionen Euro
  • wesentliche Dauerschuldverhältnisse = zur Eindeckung mit Leistungen zur angemessenen Fortsetzung des Erwerbsbetriebs erforderlich
    = Verträge über Leistungen der Grundversorgung wie Strom, Gas, Telekommunikation
  • Vertragsschluss vor dem 8. März 2020
  • Leistung aufgrund der Corona-Krise nicht erbringenbar oder
  • Leistung nur unter Gefährdung der wirtschaftlichen Grundlagen des Erwerbsbetriebs möglich


AUSNAHME:
Das Leistungsverweigerungsrecht gilt nicht, wenn die Ausübung für deine Vertragspartei unzumutbar wäre. Das wäre der Fall, wenn hierdurch deren betriebliche Existenz bzw. deren Lebensunterhalt gefährdet würde. Dann dürfest du den Vertrag jedoch außerordentlich kündigen.


Sind diese Voraussetzungen erfüllt, gilt das Leistungsverweigerungsrecht vorerst bis zum 30. Juni 2020.

Sidefact: Eine Verlängerung bis zum 30. September 2020 wäre schnell umsetzbar. Aufgrund einer Verordnungsermächtigung ist dies durch das Bundesjustizministerium statt der sonst zuständigen Legislative möglich.


Gesellschaftsrecht


Vorübergehend gelten Erleichterungen bei der Fassung von Beschlüssen durch Organe von Kapitalgesellschaften, Genossenschaften, Vereinen und Wohnungseigentümergemeinschaften.

Dadurch sollen die zeitweisen Einschränkungen der Versammlungsmöglichkeiten nicht zur Handlungsunfähigkeit führen.

Ihre Hauptversammlung 2020 erstmals rein virtuell abhalten dürfen nun Publikumsgesellschaften (AG, KGaA, SE).


#WirVsVirus Hackathon


Unter der Schirmherrschaft der Bundesregierung, fand vom 20. bis zum 22. März 2020 ein digitaler Wettbewerb statt.

Ziel dieses #WirVsVirus genannten Hackathons war es, Lösungsansätze für die Herausforderungen der Corona-Krise zu sammeln.

Innerhalb von 48 Stunden sind so über 1500 Ideen von mehr als 28.000 Freiwilligen entstanden.

Ein Umsetzungsprogramm soll nun im Anschluss dabei unterstützen, die Ideen auch zu verwirklichen.


Initiiert wurde der Hackathon gemeinsam von sieben Organisationen:


#GemeinsamDigital


Eines der Projekte, das aus dem Hackathon hervorgegangen ist, ist die Plattform #GemeinsamDigital.

Die Initiatoren des Projektes – zwei GmbHs – wollen hilfesuchende Selbständige und Personen mit Expertise für digitale Lösungen zusammenbringen.

Schwerpunkt hierbei ist der Austausch zu Themen wie Geschäftsmodelle, Strukturen und Prozesse.

Die fehlende Expertise soll durch die kostenlose Unterstützung anderer ersetzt werden, um solidarisch durch die Corona-Krise zu kommen.

Als #GemeinsamDigital Community übernehmen wir Verantwortung für unsere Gesellschaft. […] Wir setzen dabei auf die wachsende Solidarität in unserem Land und vertrauen auf die Kraft der Gemeinschaft!

Die Initiatoren von #GemeinsamDigital auf deren Projektseite


Hilfen der Länder


Neben dem Bund stellen auch die Länder Maßnahmen bereit, um der Wirtschaft und Privatpersonen derzeit verstärkt unter die Arme zu greifen.

Hilfen in Form von Liquiditätshilfen bestehen meist entweder aus (zinslosen) Überbrückungskrediten oder aus Zuschüssen, die in der Regel nicht zurückgezahlt werden müssen. Weitere Beispiele sind Steuererleichterungen und eine teilweise Aufhebung des Sonn- und Feiertagsarbeitsverbotes.

Einzelne Bundesländer vergeben Zuschüsse nicht nur für Soloselbstständige und Kleinstunternehmen, sondern auch für größere Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten. Die Abwicklung erfolgt in der Regel elektronisch über die Länder beziehungsweise über die Kommunen.

In der folgenden Auflistung haben wir für dich die entsprechenden Anlaufstellen bereitgestellt,um dich genau über die Hilfen in deinem Bundesland zu informieren. Dabei handelt es sich um Seiten der jeweiligen Länder mit gesammelten Medieninformationen zur COVID-19 Pandemie.


Bayern


Berlin


Brandenburg


Bremen


Hamburg


Hessen


Mecklenburg-Vorpommern


Niedersachsen


Nordrhein-Westfalen


Rheinland-Pfalz


Saarland


Sachsen


Sachsen-Anhalt


Schleswig-Holstein


Thüringen


Andere Hilfen


Nicht nur der Bund und die Länder unterstützen dich und andere Selbstständige mit umfangreichen Maßnahmen.
Auch auf Kommunal-, EU- und privater Ebene sind Hilfsangebote aus dem Boden gesprossen und werden dies voraussichtlich auch noch weiter tun.


Hilfen von der EU


Das EU-Parlament hatte in einem Schnellverfahren bereits eine Investitionsinitiative beschlossen. Auf Vorschlag der EU-Kommission wird das Programm im Wert von 37 Milliarden Euro dem Gesundheitssektor und kleinen und mittleren Unternehmen in Form von Krediten zur Verfügung stehen.

Insgesamt werden durch das Ende April genehmigte EU-Hilfspaket rund 540 Milliarden Euro für Personen in Kurzarbeit, Unternehmen und verschuldete Staaten zur Verfügung stehen – sofern das Vorhaben auch in allen Parlamenten rechtzeitig genehmigt wird, wovon derzeit ausgegangen wird.

Ab voraussichtlich Anfang Juni werden die Hilfen dann bereits verfügbar sein. Die vom EU-Gipfel auf den Weg gebrachten Maßnahmen bestehen zum Einen aus Unternehmens-Krediten der Europäischen Investitionsbank und zum Anderen aus Mitteln des Euro-Rettungsschirms ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) für Staaten.
Dieser Krisenfond wurde bereits aktiviert und wird den EU-Staaten eine vorsorgliche Kreditlinie zur Verfügung stellen. Darüberhinaus wird demnächst noch eine Verordnung zur Unterstützung von Kurzarbeit beschlossen.

EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat neben der Koordinierung nationaler Maßnahmen insbesondere den Binnenmarkt im Blick. Durch die Staus wegen der wiedereingeführten Grenzkontrollen sind teilweise Auswirkungen auf die Lieferketten und den Pendlerverkehr wahrnehmbar. Besserung sollen Schnellspuren bringen.

Zudem soll es „Recovery Fonds“ – Wiederaufbaufonds – geben. Zur Höhe wird es ungefähr in der zweiten oder dritten Maiwoche nähere Informationen geben. Laut EU-Ratspräsident Charles Michel müsse zunächst der genaue Bedarf analysiert werden.

„Wir reden nicht von Milliarden, sondern von einer Billion“

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen


Sidefact: Um die Liquidität der Staaten aufrecht zu erhalten, ist im Moment von hochumstrittenen Corona- oder auch Eurobonds als gemeinsames Schuldeninstrument die Rede. Gemeint sind Anleihen, die von einer europäischen Institution wie der Europäischen Investitionsbank auferlegt werden würden. Damit würden alle Staaten eine gemeinsame Haftung für die Kredite anderer Staaten in Kauf nehmen müssen. Eine Einigung hierzu ist in naher Zukunft nicht zu erwarten. Auch Deutschland widersetzt sich dieser Idee wegen einer „Vergemeinschaftung von Schulden“. Sowohl die Eurobonds als auch der ESM sind Maßnahmen, die bereits in der Wirtschaftskrise 2008 entwickelt wurden.


Beispiele für Hilfen auf Kommunalebene


Die Kommunen können der ortsansässigen Wirtschaft im Rahmen ihrer Möglichkeiten ebenfalls Hilfen zukommen lassen. Im Folgenden stellen wir dir einige Beispiele dafür vor.

Informiere dich am besten bei deiner Kommune, ob und wenn ja, welche Maßnahmen verfügbar sind.

In Leipzig werden beispielsweise vorerst die Gewerbesteuer und Gästetaxe ausgesetzt. Darüberhinaus besteht die Möglichkeit, eine Stundung der Gewerbe-, Grund- und Vergnügungssteuer zu beantragen.


Dresden stellte bis zur Ausschöpfung des Budgets in Höhe von 10 Mio. Euro eine Soforthilfe für Teile der ortsansässigen Wirtschaft zur Verfügung.
Wer durch die Corona-Pandemie in eine finanzielle Schieflage geraten ist, konnte einen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro beantragen. Der Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden. Antragsberechtigt waren Kleinstunternehmen, Startups, freiberuflich und/oder künstlerisch tätige Personen und andere Selbstständige. Weitere Infos stehen online zur Verfügung.


Beispiele für private Hilfen


Die Crowdfunding-Plattform Startnext hat für Betroffene des Shutdowns eine Hilfsaktion ins Leben gerufen.

Nach der Bewerbung können die Kampagnen unter stark vereinfachten Bedingungen gestartet werden. Außerdem geht jeder Euro der Crowd auch an die Projekte und das ohne die sonst anfalllenden Transaktionsgebühren in Höhe von vier Prozent.

Kampagnen können auch für andere und mit anderen zusammen gestartet werden.


Weiterführende Links


Organisationen/Ministerien/Institute u.Ä.


Weltgesundheitsorganisation (WHO)

EU

Bundesregierung

Bundesminsterium für Gesundheit (BMG)

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI)

Robert-Koch-Institut (RKI)

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bundesministerium der Finanzen (BMF)

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

Auswärtiges Amt


Interaktive Karten und Statistiken zur Ausbreitung des Coronavirus


Private Karte (aus öffentlich zugänglichen Quellen generiert)

Berliner Morgenpost

Johns Hopkins University

Robert-Koch-Institut (RKI)

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