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Handel mit Differenzkontrakten – CFD-Trading unter der Lupe

In den Medien wird meistens ĂŒber Geldanlagen berichtet, wie zum Beispiel Aktien, Anleihen oder verzinsliche Anlageformen.

Eine Vielzahl von Anlegern sucht tatsÀchlich nach langfristigen Investments, um Vermögen zu vermehren oder langsam, beispielsweise durch SparplÀne, ein Vermögen aufzubauen.

Es gibt am Markt allerdings auch eine ganze Reihe von Akteuren, die kein langfristiges Investment suchen, sondern eher auf kurze Sicht spekulieren möchten. Neben Optionen und Futures sind dazu seit mittlerweile ĂŒber zehn Jahren die sogenannten CFDs bestens geeignet.

Welche spekulativen Finanzinstrumente gibt es?

ZunĂ€chst einmal ist es fĂŒr Anleger wichtig, dass sie sich in die richtige Gruppe einordnen.

Manche Anleger möchten langfristig investieren, andere wiederum kurzfristig spekulieren. Auf Grundlage dieser Einteilung ist es dann wichtig, die passenden Finanzinstrumente zu nutzen, um die eigenen Vorstellungen und Ziele zu verwirklichen.

Wer kurzfristig handeln und spekulieren möchte, dem stehen am Markt insbesondere die folgenden Produkte zur VerfĂŒgung:

  • Optionen
  • Futures
  • Optionsscheine
  • CFDs
  • Devisenhandel

Bis vor einiger Zeit hĂ€tte in diese Auflistung ein weiteres Finanzprodukt gehört, die sogenannten binĂ€ren Optionen. Diese sind allerdings seit Mitte 2018 innerhalb der EuropĂ€ischen Union verboten. Die BaFin verlĂ€ngerte das Verbot fĂŒr Kleinanleger in Deutschland zum Juli 2019.

Bei Optionen, Optionsscheine und Futures sehen viele Trader ein Problem darin, dass diese Derivate relativ komplex sind. So mĂŒssen Sie beispielsweise einen Zeitwert beachten, verschiedene Kennzahlen zur Analyse nutzen und darĂŒber hinaus ist die VolatilitĂ€t dieser Finanzinstrumente relativ hoch.

Aus diesem Grund ist der Handel mit Differenzkontrakten, das CFD-Trading, in den vergangenen Jahren sehr beliebt geworden.

Worum handelt es sich bei Differenzkontrakten?

Differenzkontrakt ist faktisch die deutsche Übersetzung des englischen Fachbegriffes Contract For Difference, kurz CFD.

Du triffst in diesem Fall mit dem CFD-Broker eine Vereinbarung, dass dir bezogen auf einen bestimmten Basiswert und Kaufpreis die Differenz zum jeweils aktuellen Kurs gezahlt wird, wenn du die Positionen verkaufst.

Letztendlich ist das CFD-Trading allerdings nichts anderes, als die Spekulation auf bestimmte Basiswerte und deren Entwicklung. Beim CFD-Trading gibt es mehrere Gruppen von Basiswerten, die oftmals ebenso als Underlying[1]bezeichnet den Basiswert im OptionsgeschÀft oder Assets[2]bezeichnet in der Wirtschaft den Vermögenswert eines Unternehmens (Vergleich Wikipedia) bezeichnet werden.

Dazu zÀhlen insbesondere die folgenden Gruppen:

  • Aktien
  • Indizes
  • Rohstoffe
  • WĂ€hrungen
  • KryptowĂ€hrungen

Wie funktioniert das CFD-Trading?

Das CFD-Trading ist auch deshalb beliebt, weil der Handel einfach verstĂ€ndlich ist, selbst fĂŒr AnfĂ€nger. Du musst nur wenige Entscheidungen treffen, bevor du mit dem Handel von Differenzkontrakten beginnen kannst.

Bevor du den ersten Handelsauftrag erteilen kanns, musst du die folgenden Schritte vornehmen:

  • CFD-Broker wĂ€hlen und Handelskonto eröffnen
  • Art des Basiswertes festlegen, beispielsweise Aktien
  • Konkreten Basiswert wĂ€hlen, beispielsweise Daimler-Aktien
  • FĂŒr Richtung der Spekulation entscheiden, also fĂŒr das Spekulieren auf steigende oder fallende Kurse
  • Order erteilen

Beim CFD-Trading existierten nur zwei Möglichkeiten, nÀmlich auf steigende oder fallende Kurse spekulieren. Mit eventuellen Zeitwerten oder Kennzahlen, die beim Handel mit Derivaten wie Optionen oder Futures wichtig sind, musst du dich hingegen beim CFD-Trading nicht beschÀftigen.

Entscheidend ist nur, ob der Basiswert die gewĂŒnschte Kursentwicklung nimmt oder nicht.

Ein wichtiger Teil der Funktionsweise des Handels mit Differenzkontrakten ist der Hebel. Dieser ist notwendig, weil jedes CFD den entsprechenden Basiswert im VerhÀltnis 1:1 abbildet.

Das bedeutet: Möchtest du beispielsweise auf einen steigenden DAX spekulieren, musst du mindestens ein DAX-CFD kaufen. Dieser Kontrakt kostet derzeit mehr als 12.000 Euro. [3]comdirect.de: Direkter und effektiver Hebel, was ein nicht unerheblicher Preis ist.

An dieser Stelle wĂ€ren vermutlich nur wenige Trader bereit, 12.000 Euro oder mehr in spekulativen Finanzinstrumente zu investieren. Hier setzt der Hebel an. Der Broker leiht dir dadurch Geld, und zwar den weitaus grĂ¶ĂŸten Anteil des Gesamteinsatzes.

In der Praxis vor allem die folgenden Hebel am hÀufigsten zu finden:

  • 20:1
  • 50:1
  • 100:1
  • 200:1

Was bedeutet nun der Hebel im Detail? Ein Hebel von beispielsweise 50:1 beinhaltet, dass der CFD-Broker fĂŒr jeden Euro, den du von deinem Kapital einsetzt, 50 Euro leiht.

Um beim vorherigen Beispiel DAX zu bleiben: WĂŒrdest du ein DAX-CFD kaufen, mĂŒsstest du beim Gesamtpreis in Höhe von ĂŒber 12.000 Euro und einem Hebel von 50:1 lediglich etwa 240 Euro Eigenkapital einsetzen. Der Rest, also ĂŒber 90 Prozent des Gesamtvolumens, wird dir vom Broker in Form des Hebels geliehen.

Der Hebel gibt vielen spekulativ eingestellten Tradern also es die Möglichkeit, ĂŒberhaupt am Handel mit Differenzkontrakten teilzunehmen.

Eine ausfĂŒhrliche aber von uns nicht ĂŒberprĂŒfte Anleitung um mit CFDs zu handeln findest du auf kryptoszene.de.

Welche Chancen und Risiken beinhaltet CFD-Trading?

Wenn du mit Differenzkontrakten handeln möchtest, solltest du dir darĂŒber im Klaren sein, dass Verluste bis hin zum Totalverlust möglich sind. Die Risiken beim CFD-Trading sind enorm.

Hohes Risiko, durch hohe Chance.

Auf der anderen Seite besteht die Chance auf sehr hohe Gewinne und das innerhalb eines kurzen Zeitraums. Angenommen du hast zehn DAX-CFDs gekauft. Und der Deutsche Aktienindex verzeichnet in den nĂ€chsten vier Wochen ein Plus von fĂŒnf Prozent. Dann wĂŒrde dies bei einem Hebel von 50:1 dazu fĂŒhren, dass du – bezogen auf den eigenen Kapitaleinsatz – eine Rendite von satten 250 Prozent erzielst.

Noch höher wĂŒrde der Gewinn ausfallen, wenn der Hebel statt 50:1 zum Beispiel bei 200:1 oder 400:1 liegen wĂŒrde. Nicht vergessen darfst du jedoch, dass ein hoher Hebel schnell dazu fĂŒhren kann, dass der Margin (Sicherheitsleistung) nicht mehr ausreicht. Dann mĂŒsste der Broker die Position eventuell schließen, was einen Totalverlust bedeuten wĂŒrde.

Daher raten viele Experten gerade AnfÀnger dazu, mit kleineren Hebeln von 10:1 oder 20:1 zu starten.

Kann jeder am CFD-Trading teilnehmen?

TatsĂ€chlich zĂ€hlt es auch zu den GrĂŒnden der Beliebtheit des Handels mit Differenzkontrakten, dass praktisch jeder an CFD-Trading teilnehmen kann.

Alles was du benötigst ist:

  • EndgerĂ€t (PC, Laptop, Tablet oder Smartphone)
  • Internetverbindung
  • Handelskonto beim CFD-Broker
  • Kapital zum Spekulieren

Bei den meisten CFD-Brokern gibt es relativ geringe Mindesteinzahlungen, die zum Teil nur bei 100 Euro liegen. Demzufolge ist das CFD-Trading grundsÀtzlich jedem zugÀnglich, der einmal mit wenig oder viel Kapital auf die Entwicklung von Basiswerten spekulieren möchte.

Beliebt ist der CFD-Handel daher in nahezu allen Bevölkerungsgruppen, angefangen von gut bezahlten Managern ĂŒber Hausfrauen und Studenten bis hin zu Geringverdienern sowie Auszubildenden, die ein paar Hundert Euro spekulativ investieren möchten.

Ein Broker-Vergleich sollte jedoch durchgefĂŒhrt werden, denn zwischen den Anbietern existieren einige Unterschiede, die fĂŒr den Kunden relevant sein können.

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Quellen[+]

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