Spottster mit TV-Auftritt
Wie ist es in der Höhle der Löwen, Freya Oehle?

Die Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ sollte jedem Gründer ein Begriff sein.

Heute Abend stellen Freya Oehle und Tobias Kempkensteffen spottster vor und wollen ein Investment der Löwen erreichen. Wir haben Freya zum Interview über ihren heutigen Auftritt getroffen.


Hallo Freya, bitte stelle dich vor.

Mein Name ist Freya Oehle, ich bin 25 Jahre alt, Wahl-Hamburgerin, Gründerin und Geschäftsführerin von spottster.

Im Alter von 23 Jahren, direkt im Anschluss an mein Masterstudium in Finance & Accounting an der WHU in Koblenz, habe ich mich, zusammen mit meinem Schulfreund Tobias, selbstständig gemacht und spottster.com gegründet.

Für alle, die Spottster noch nicht kennen: Was macht Spottster genau?

spottster ist der erste digitale Merkzettel mit Preisalarm, der in über 3.000 Partnershops funktioniert.

Sieht man beim Online Shopping also ein Produkt, das man interessant findet, aber nicht sofort oder nicht zum aktuellen Preis kaufen möchte, kann man dieses mit nur einem Klick auf seinem spottster-Wunschzettel speichern.

spottster beobachtet das Produkt und gibt Bescheid, sobald es durch einen Gutschein oder einen Preisfall günstiger wird.

Kannst du uns bitte die Meilensteine in der Entwicklung eures Unternehmens aufzeigen?

Angefangen haben wir 2013 in den Wohnzimmern unserer Eltern im beschaulich ländlichen Westfalen. Mit einem ersten Prototypen und einem Business Plan in der Hand konnten wir dabei Mitte 2013 einen Business Angel für unsere Idee gewinnen und siedelten in ein Kellerbüro in Hamburg um, wo wir ein weiteres halbes Jahr, zusammen mit ersten Werksstudenten und Praktikanten weiter an dem Produkt arbeiteten.

Im Frühjahr 2014 sind wir dann offiziell in den Markt gestartet und haben mit Marketing und PR begonnen, während unsere Partnershop-Basis von 300 sukzessive auf 3.000 Partner gesteigert werden konnte.

Anfang 2015 konnten wir dann ein weiteres Invest, unter Beteiligung eines weiteren Business Angels und eines kleineren VCs, einsammeln, mit dem wir nun den Proof of Concept in Deutschland und den Einstige in England realisieren wollen.

Unser Team ist nunmehr von 2 auf 9 Leute angewachsen und im vergangenen Herbst sind wir sogar in ein Büro mit Tageslicht im ersten Stock auf St. Pauli umgesiedelt.

Ihr seid heute Abend in der Sendung „Die Höhle der Löwen“ auf VOX zu sehen. Wie kam es dazu?

Ehrlicher Weise eher durch glücklichen Zufall. VOX hatte uns 2013, als die erste Staffel aufgezeichnet wurde, bereits proaktiv angesprochen, ob wir nicht dabei sein wollen.

Damals hatten wir abgelehnt, da unser Produkt noch nicht marktfertig war und wir den Effekt der Sendung sonst nicht oder nur negativ hätten mitnehmen können.

Im letzten Jahr wurden wir dann erneut angesprochen, ob wir uns nicht für Staffel 2 bewerben wollen und so kam eins zum anderen.

Wie VOX 2013 initial auf uns gekommen ist, weiß ich dabei bis heute nicht genau.

Wie kann ich mir die Dreharbeiten zur Sendung vorstellen und hast du Tipps für andere Gründer, die ebenfalls an der Sendung teilnehmen wollen?

Die Dreharbeiten sind extrem professionell organisiert und getaktet, das heißt man hat einen sehr straffen Plan an unterschiedlichen Situationen vor der Kamera, der dann im Pitch mündet.

Der ist auch exakt so, wie vor der Kamera dargestellt – während im Vorfeld alles sehr entspannt ist und man viel mit den Kamerateams und Assistenten schäkern kann, kommt final dann der Schritt vor die Löwen, die in einigem Abstand und etwas erhöht vor einem sitzen und der Pitch geht ohne viel Geplänkel oder vorherigen Austausch los. Die Jury sieht man in dem Moment, wo man pitched zum ersten Mal und tatsächlich auch nur für den Moment des Pitches.

Man beginnt also sofort, die Idee zu präsentieren, bis schlussendlich die Rückfragen von vorne folgen. Die sind auch wesentlich länger und vielseitiger, als in der Sendung hinterher gezeigt, man wird also schon einmal durchleuchtet, nur dass dann eben später nur einige ausgewählte Sequenzen daraus in der Sendung zu sehen sind.

Dabei nehmen die „Löwen“ tatsächlich in Sachen Kritik und Rückfragen kein Blatt vor den Mund, das heißt man muss seinen Mann stehen, auch wenn man ab und an vielleicht geneigt wäre, Widerworte zu geben. Der Pitch dauert mit Rückfragen je nach Startup zwischen 30 und 60 Minuten, dann ist man durch und die Aufzeichnung für einen zu Ende.

Anderen Gründern kann man dabei nur raten, natürlich zu sein, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und gut vorbereitet zu sein in Sachen Business Plan und Einzelheiten der Idee. Was wir als sehr wichtig empfunden haben ist zudem, dass man das Zusammenspiel im Team gut rüberbringen sollte, denn das lässt einen vor der Kamera sehr viel kompetenter wirken und macht auch einen deutlich guten Eindruck auf die Jury.

In Summe aber, sollte vor allem eine Prämisse gelten: Cool bleiben, sein Ding machen und sich nichts an Nervosität, Ärger oder Unsicherheit anmerken lassen, egal, wie die Situation ausgeht.

Kannst du uns schon eine kleine Vorschau auf heute Abend geben, was können wir erwarten?

Es wird auf jeden Fall ein spannender Pitch mit einer vermutlich überraschenden Wende am Schluss.

Wir wissen selbst noch nicht genau, wie die Szenen zusammengeschnitten werden und was letztlich dabei für ein Bild von spottster entsteht, dahingehend sind wir schon mehr als gespannt, aber insgesamt waren alle Teams vor Ort sehr gut aufgestellt und hatten spannende Produkte, sodass es eine mehr als interessante Sendung werden dürfte.

Vielen Dank für das Gespräch Freya. Wir freuen uns schon auf die Sendung heute Abend. Also einschalten bei VOX, liebe Gründer.

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