Eigenes Kosmetikunternehmen mit 14
Die 14-jährige Lilly Ebner gründete mit Hilfe ihrer Mutter ihr eigenes Kosmetikunternehmen Lexagirl

Lilly Ebner gründete zusammen mit ihrer Mutter das Kosmetikunternehmen Lexagirl, unter dem sie gemeinsam Naturkosmetikprodukte für Mädchen herstellen und vertreiben.

Wir haben mit der sympathischen Jungunternehmerin aus Oberursel bei Frankfurt am Main über ihre ersten unternehmerischen Erfahrungen gesprochen.


Hallo Lilly, bitte stelle dich unseren Lesern vor.

Gern, mein Name ist Lilly Alexandra Ebner, ich bin 14 Jahre alt, wohne in Oberursel und bin die Mitgründerin der Naturkosmetikfirma Lexagirl Naturkosmetik.

Du hast zusammen mit deiner Mutter das Kosmetikunternehmen Lexagirl gegründet. Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Mit Kosmetik beschäftigte mich schon lange. Nach der Schule habe ich immer mit meinen Freundinnen in Drogerien gestöbert. Aber meine Mutter reagierte oft skeptisch, wenn ich ihr nach dem Drogerie-Besuch die neuesten Cremes und Lotionen präsentierte. Sie war längst auf Naturkosmetik umgestiegen, und sie wollte nicht, dass ich meine Haut mit industriellen Chemiebomben behandele.

Nachdem ich mich dann auch damit beschäftigt habe, wie sehr im Labor angerührte Inhaltsstoffe unsere Körper und die Umwelt belasten, wollte ich das auch nicht mehr. Meine Gesundheit will ich ja mit Kosmetik erhalten und nicht gefährden. Kein Tier soll leiden, keine Blume eingehen, nur weil jemand im Labor Kosmetik entwickelt. Auch ich wollte Naturkosmetik für junge Haut ausprobieren und musste feststellen: Die gibt es nicht.

Also haben wir beschlossen, das selbst zu machen. Meine Mutter wollte erst zuhause Naturkosmetik oder auch vegane Cremes nur für mich herstellen, aber als ich ihr sagte, dass meinen Freundinnen das auch gefallen würde, fiel uns auf, dass wir eine Marktlücke gefunden haben: Naturkosmetik für Mädchen. Anstatt daheim zu experimentieren, haben wir uns nach einem Produzenten umgeschaut.

Lilly Ebner

Lilly Ebner

Wie schwierig ist die Gründung einer neuen Kosmetikmarke in Deutschland? Wie kann ich mir die Produktion vorstellen?

Das schwierigste war es zu Beginn, einen geeigneten Kosmetikproduzenten zu finden. Ich habe im Internet nach Produzenten gesucht und meine Mutter den Kontakt hergestellt und unser Vorhaben geschildert. Bis wir dann aber die beste Firma gefunden haben, hat es doch eine Weile gedauert.

Bis ich das erste Mal unsere „Sunkissed-Creme“ und den „Foaming Face Wash“ ausprobieren konnte, war einiges zu tun. Dem Produzenten habe ich erklärt, worauf wir Mädchen Wert legen. Zum Beispiel auf cremigen Schaum aus dem Pumpschäumer oder auf eine Gesichtscreme, die Poren verschwinden lässt, Pickel bekämpft, aber die Haut nicht verklebt.

Dutzende Probelotionen und Probecremes habe ich in diesen ersten Wochen getestet und an zahllosen Duftproben geschnuppert, bis alles so gut war, dass ich gerne mit meinem Namen dafür stehe.

Wo kann ich eure Produkte bisher finden?

Alle unsere Produkte können in unserem Online-Shop unter www.lexagirl.de gekauft werden.

Wie haben deine Mitschüler auf die Idee reagiert?

Am Anfang haben das ja nur meine engsten Freundinnen mitbekommen. Sie „mussten“ auch die Produkte testen und die Düfte bewerten und fanden die Idee natürlich toll. Meine Mitschülerinnen finden die Idee also toll, die Jungs sagen nichts dazu :-)

Was planst du in Zukunft mit Lexagirl?

Ich habe neulich gelesen dass, wenn man sowieso schon denkt, man auch gleich groß denken kann – oder „think big“.

Aber jetzt am Anfang ist es natürlich wichtig, Lexagirl erst einmal bekannt zu machen. Ich bin für Social Media – Instagram und Youtube – zuständig, und auch für das Einpacken der gekauften Produkte, da habe ich immer genug zu tun. Und dann schauen wir weiter.

Hast du aus deinen bisherigen Erfahrungen Tipps für andere Gründer?

Meine Mutter wollte am Anfang nicht, dass ich mit irgendjemanden über unsere Idee spreche. Auch mit meiner Oma oder meinem Opa nicht. Sie meinte, dass viele gute Ideen nicht umgesetzt werden, wenn zu früh Kritik daran geübt wird und die Gründer dann der Mut verlässt. Ich glaube das stimmt total und deshalb haben wir uns kritische Fragen auch erst angehört als das Baby Lexagirl schon krabbeln konnte.

Mein wichtigster Tipp wäre also, einfach loslegen. Wenn man weiss wie der nächste Schritt aussieht, ist die Idee nicht zu groß.

Ach ja, man sollte unbedingt auch ein Handy mit einer guten Kamera kaufen, damit man immer schnell Fotos für Facebook oder Instagram machen kann. Am besten mit dem Social Media Auftritt schon vor der Geschäftseröffnung beginnen.

Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg Lilly.

Junge Gründer empfiehlt: Das kostenlose Geschäftskonto der netbankKostenloses Geschäftskonto