Berliner Immobilieninvestor
Welche Tipps kannst du anderen Jungunternehmern geben, Jakob Mähren?

Jakob Mähren startete seine unternehmerische Karriere mit Börsengeschäften: Noch aus dem Kinderzimmer heraus verdiente er als Daytrader 40.000 Euro und kaufte sich davon seine erste Wohnung.

Dieses sanierte er und konnte es mit Gewinn weiterverkaufen. Damit war der Grundstock für die heutige Mähren AG gelegt.

Wir haben mit dem Berliner über die Bedeutung von Erfolg und seine Tipps für andere Jungunternehmer gesprochen.


Hallo Jakob, schön, dass du dir Zeit für ein Interview mit uns nimmst. Bitte stell dich unseren Lesern nochmal selbst vor.

Ich bin Jakob Mähren, Gründer und CEO der MÄHREN AG.

Mit Immobilieninvestments habe ich kurz nach dem Abitur im Jahr 2002 angefangen: Als Daytrader habe ich an der Börse 40.000 Euro verdient und mir davon eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gekauft. Anschließend habe ich sie gemeinsam mit Freunden saniert und mit Gewinn weiterverkauft – der Grundstock meiner Firma.

Ich fing danach an, in damals unbeliebten Berliner Kiezen wie Neukölln oder Friedrichshain Mehrfamilienhäuser zu kaufen. Inzwischen sind diese Lagen schicke Szeneviertel und die Immobilien ein Vielfaches wert.

Nach und nach habe ich ein professionelles Team aufgebaut, inzwischen sind wir mehr als 50 Immobilienspezialisten. Derzeit befinden sich mehr als 3.000 Wohneinheiten in unserem Bestand, den wir weiter ausbauen und langfristig halten.

Wann und wie ist in dir der Entschluss gereift, „mehr im Leben zu wollen“ und nicht in ein normales Angestelltenverhältnis zu gehen?

Das ging mir schon immer so.

Unternehmer zu sein liegt mir, eigentlich habe ich schon während meiner Schulzeit damit angefangen: Da habe ich zum Beispiel für unsere Nachbarn Bäume gefällt, und mit dem Geld, das ich so verdient habe, Urlaubsreisen für mich und meine Freunde organisiert.

Inwiefern haben dich dein Elternhaus oder nahestehende Menschen nach deiner Schulzeit dahingehend beeinflusst?

Meine Eltern haben mich immer unterstützt, dafür bin ich ihnen dankbar. Als sie mitbekommen haben, wie ich, noch in meinem Kinderzimmer, Börsengeschäfte abgewickelt habe, waren sie aber schon etwas erschrocken…

Das Vertrauen war trotzdem da, das hat mich natürlich bestärkt.

Jakob_Maehren

Jakob Mähren

Was bedeutet für dich Erfolg?

Erfolg hat viele Seiten.

Der finanzielle Erfolg ist natürlich wichtig, aber nicht als Selbstzweck, sondern eher als Gradmesser. Im Beruf bedeutet Erfolg für mich das Wissen, dass ich meine Sache gut gemacht habe – und ist gleichzeitig ein Ansporn, weiterzumachen und es immer noch besser zu machen.

Ich will in Bewegung bleiben. Erfolg ist kein Ruhekissen, auf dem ich mich niederlassen kann, sondern eine Stufe auf dem Weg zum nächsten Ziel.

Welche Leitbilder haben dich auf deinem Weg zum erfolgreichen Investor begleitet? Wie stark sollte man sich an diesen orientieren oder seinen eigenen Weg finden?

Ich habe keine konkreten Leitbilder, sondern nehme mir von sehr vielen Menschen immer das als Vorbild, was diese Person am besten kann.

Jeff Bezos, Jack Ma, Warren Buffet, Elon Musk: Das sind alles Beispiele für Menschen, die mich geschäftlich beeindrucken.

Ich habe aber auch in meinem direkten Umfeld viele Menschen, die mich in verschiedenen Bereichen inspirieren.

Bestehen derzeit Pläne, deine eigene Person oder deine Erfahrungen stärker zu vermarkten? In einem Onlinekurs, mit einem Buch oder ähnlichem?

Nein, derzeit habe ich solche Pläne nicht.

Ich will mich voll auf meine Ziele konzentrieren und die liegen klar im Geschäft. Darauf richtet sich mein Fokus.

Vielleicht denke ich aber später einmal darüber nach. Schließlich will ich mir immer wieder neue Ziele setzen.

Wie siehst du die Gründerszene in Deutschland allgemein? Kannst du dir aktuell vorstellen, dich mit Kapital oder als Mentor noch stärker als bisher bei anderen Unternehmen zu engagieren?

Was in den vergangenen Jahren passiert ist, ist extrem spannend – gerade hier in Berlin. Da sehe ich eine tolle Entwicklung.

Vor allem in meinem angestammten Bereich, der Immobilienwirtschaft. Das interessiert mich natürlich und das beobachte ich aufmerksam.

Die nächsten Fragen haben wir in einer Umfrage in unserer Facebook-Gruppe ermittelt:

Robert Thiele möchte wissen, ob du heute nochmal den gleichen beruflichen Weg einschlagen würdest, wenn du mit wenig Kapital noch einmal starten müsstest?

Das ist schwer zu sagen, denn die Ausgangslage auf dem Immobilienmarkt ist heute eine andere.

Als ich damals anfing, waren die Bedingungen günstiger. Seitdem hat sich der Marktzyklus weitergedreht. Aktuell ist er einer Spitze ziemlich nahe: Die Preise sind höher, die Eintrittshürden dadurch auch und die Gewinnpotenziale sind deshalb deutlich geringer.

Grundsätzlich würde ich aber wohl ähnlich vorgehen – allerdings würde ich dabei immer die aktuellen Bedingungen und das aktuelle Marktumfeld beachten. Vielleicht würde ich andere Standorte in Betracht ziehen. Berlin ist gerade im Zyklushoch, aber andere Städte sind noch im Kommen.

Eventuell hätten andere Assetklassen auch bessere Startbedingungen. Eins zu eins dasselbe zu machen, das würde unter den heutigen Bedingungen wohl nicht funktionieren.

Fatih Do fragt, woher du wusstest, dass du auf dem richtigen Weg zum erfolgreichen Unternehmer bzw. Investor bist?

Ganz ehrlich: Das wusste ich nicht immer.

Ich hatte auch oft Ängste, Zweifel, ob ich auf dem richtigen Weg bin. Deshalb habe ich auch als Daytrader aufgehört und bin ins Immobiliengeschäft gewechselt, weil das nicht so volatil ist – nicht so krass schwankt – wie Hebelgeschäfte an der Börse.

Ich habe auch so ziemlich alle Fehler gemacht, die man machen kann, dazu stehe ich. Aber ich habe nicht aufgegeben und am Ende des Tages habe ich fast immer die Ziele erreicht, die ich mir gesetzt habe.

Das war das Entscheidende für mich, und das hat mir die Motivation gegeben, weiterzumachen, mir neue Ziele zu setzen.

Christian Wagner interessiert, ob du deine erste Eigentumswohnung wieder mit Börsengeschäften finanzieren würdest oder welche Alternativen du heute zur Beschaffung von Startkapital empfehlen kannst.

Dazu eignet sich generell jede ehrliche Arbeit.

Ich habe in meiner Schulzeit zum Beispiel Gartenarbeiten für die Nachbarn gemacht. Das war das erste eigene Geld, das ich verdient habe.

Long Nguyen möchte wissen, welche Tools du für einen erfolgreichen Vertrieb empfehlen kannst und welches Mindset man besitzen sollte.

Ich liebe das Verkaufen. Das kann man in jeder Lebenslage trainieren – und sollte das auch tun.

Ich empfehle hier eher Learning by doing und nicht so viel Theorie.

Sascha Uebber interessieren deine besten Tipps, um sich ein gutes Netzwerk aufzubauen.

Das steht und fällt alles damit, wie man mit Menschen umgeht.

Ich begegne grundsätzlich jedem auf Augenhöhe, von der Reinigungskraft bis zum CEO. Und ich trete ihnen offen und ehrlich gegenüber. Abgesehen davon, dass das schon die Höflichkeit gebietet und anständiger menschlicher Umgang ein Minimum ist, zahlt es sich langfristig aus.

Außerdem gehe ich immer mit unterschiedlichen Menschen zum Lunch. Das empfehle ich jedem.

Robert Thiele interessiert außerdem, ob du eine sogenannte Morgenroutine hast und welche Bücher du für junge Menschen empfehlen kannst.

Es wurde mal berichtet, dass ich den Morgen in der Eiswanne starte – das trifft natürlich nicht jeden Tag zu…

Aber eine gewisse Morgenroutine habe ich: Sport, ein gesundes Frühstück und dann ab ins Büro. Das gibt mir Energie für den ganzen Tag.

Dale Carnegies Bücher sind gut. Die von Jack Nasher auch. Und die ganzen Standardbücher (Eat that Frog, Rich Dad – Poor Dad, und so weiter).

Aber meine Hauptempfehlung ist: Nicht zu viel lesen, lieber machen!

Zum Abschluss: Welche Tipps kannst du aus deinen Erfahrungen anderen gründungsinteressierten Menschen auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmer mitgeben?

Packt es an!

Learning by doing ist viel wichtiger als Schulwissen oder das Lernen an der Universität. Das wird leider immer noch unterschätzt.

Fehler sind okay, solange man daraus lernt und weitermacht. Lieber einfach loslegen und auf die Schnauze fallen, als immer nur zweifeln und gar nichts machen. Hauptsache, man steht wieder auf.

Und wenn eine Entscheidung mal getroffen ist, muss man sie konsequent durchziehen. Zaudern ist der größte Feind des Erfolgs.

Das heißt nicht, gedankenlos vorzupreschen, aber wer nie den ersten Schritt tut, der kann auch nicht vorwärtskommen.

Vielen Dank für das Interview Jakob und weiterhin viel Erfolg.

Weitere Tipps erhältst du auch in folgenden Videos von red.tv

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