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Interview mit Felix Klenk – Mitgründer von WG-cast.de

Felix Klenk erzählt, wie er zu seiner Gründung gekommen ist und wie er die Finanzierung auf die Beine gestellt hat.


Hallo Felix, wie geht es dir, stelle Dich bitte kurz vor.

Hallo! Ich bin Felix Klenk, 25 Jahre alt und wohne im schönen Heidelberg. Ursprünglich komme ich aus Murrhardt, einem kleinen Städtchen in der Nähe von Stuttgart.

Ich bin (Mit-)Gründer des kostenlosen Internetportals WG-cast.de (www.wg-cast.de), das ich mit meinem Geschäftspartner Sebastian entwickelt habe.

Wunderbar, nun klären wir für die Leser erst einmal unsere 7 Basics.

Wie und wann bist du zum Unternehmertum gekommen?

Das hat sich aus unseren konkreten Idee ergeben, ein Angebot zu schaffen, das Zimmer- und Mitbewohner-Suchenden eine Erleichterung auf dem Weg zur persönlichen Traum-Wohngemeinschaft bietet. Ursprünglich war das Projekt als Nebenbeschäftigung zum Studium gedacht, mittlerweile arbeiten wir beide Vollzeit an WGcast und sind damit so richtig im Unternehmertum angekommen.

Gab es finanziellen Rückhalt von der Familie oder Bekannten/Verwandten – oder wie hast du alternativ das Problem der Finanzierung gelöst?

Glücklicherweise war unser Investitionsbedarf am Anfang relativ gering, da wir die Entwicklung unseres Systems und die Realisierung der Webseite komplett in Eigenregie umgesetzt haben. Um uns selbst zu finanzieren, hatten wir nebenher beide noch einen Studentenjob.

Mittlerweile haben wir mehrere Werbekunden für uns gewinnen können. Die Einnahmen aus den Deals fließen momentan allerdings immer noch komplett in Werbemaßnahmen, Suchmaschinenoptimierung, etc..

Hast du den Schritt zum Unternehmertum jemals bereut?

Auf keinen Fall! Auch wenn wir vor unserer Gründung den zeitlichen Aufwand etwas unterschätzt haben, kann ich mir nichts Schöneres vorstellen, als an „unserem Baby“ zu arbeiten und es weiter nach vorne zu bringen. Die Erfahrungen, die ich durch die Unternehmensgründung in den letzten Monaten sammeln konnte, sind für mich persönlich unbezahlbar. Ich kann mir es im Moment nicht mehr vorstellen, als normaler Angestellter in einem „0815-Job“ zu arbeiten. Vor allem die Vielseitigkeit der verschiedenen Aufgaben würde mir sehr fehlen.

Felix Klenk und Sebastian Illing


Was für Beweggründe hattest du und haben sie sich geändert?

Unsere Grundidee war und ist, dass wir eine Vereinfachung des WG- und Mitbewohner-Suchprozesses bieten möchten. Wir wollten für beide Parteien eine Verbesserung des Ablaufs schaffen, was uns in meinen Augen ziemlich gut gelungen ist.

War dein Alter für dich eher eine Behinderung oder gar ein Pusheffekt?

Auf jeden Fall eher Letzteres. Wären wir älter, wären wir gar nicht erst auf die Idee gekommen, ein solches Angebot ins Leben zu rufen und uns damit selbständig zu machen. Außerdem sehe ich unser Alter als optimal an, um das Risiko einzugehen, das mit einer Unternehmensgründung verbunden ist.

Was würdest du als Vorteil und was als Nachteil deines Alters nennen?

Ein großer Vorteil ist, dass man in unserem Alter eben noch nicht so gebunden ist, zum Beispiel an Frau und Kinder. Dadurch kann man den Funken mehr ins Risiko gehen, der für eine erfolgreiche Gründung notwendig ist.
Als Nachteil könnte man natürlich die mangelnde Erfahrung anbringen, aber jeder begangene Fehler bringt dich persönlich und auch dein Unternehmen weiter, deshalb würde ich selbst das – zumindest im Nachhinein – nicht wirklich negativ bewerten.

Welche Tipps würdest du aus deinen ganz persönlichen Erfahrungen jungen Gründern mit auf den Weg geben wollen?

An seine Idee zu glauben ist schon mal ein wichtiger Baustein, viel Durchhaltevermögen sollte man ebenfalls mitbringen. Ansonsten würde ich dazu raten, mit möglichst vielen Freunden und Bekannten über das Vorhaben zu sprechen, da so potentielle Schwachstellen aufgedeckt werden, die man als Ideengeber in seinem „Tunnelblick“ gerne mal übersieht. Außerdem ganz wichtig: Netzwerken! Trefft euch mit anderen Gründern, holt euch Tipps und Ratschläge oder stellt euch einfach nur vor – früher oder später kann der ein oder andere Kontakt für euch Gold wert sein.

Vielen Dank bis hierher Felix, eure Gründung heißt WGcast. Wie kamt ihr zu diesem Themengebiet der Gründung?

Auf die Idee, die Suche nach WGs und Mitbewohnern zu vereinfachen, kamen wir durch unsere eigenen Erfahrungen auf dem Wohnungsmarkt in Heidelberg. Hier kommen auf ein freies WG-Zimmer oftmals 50 oder mehr Interessenten. Der Auswahlprozess wird dadurch enorm zeitaufwendig und anstrengend, schließlich wollen die meisten ja auch einen Mitbewohner, der auf ihrer Wellenlänge liegt. Also hieß es bisher: Alle einladen und der Casting-Marathon beginnt. Hört sich im ersten Moment lustig an, ist aber in der Praxis für beide Seiten einfach nur nervig.

Deshalb entwickelten wir Anfang 2011 das Konzept für WGcast. Wir dachten uns: Warum verlegen wir die Vorauswahl der Bewerber nicht ins Internet? Die grundlegenden Dinge lassen sich dank WG-cast.de nun vorab klären, sei es die bisherige WG-Erfahrung, die Frage ob Raucher oder Nichtraucher, Gemeinsamkeiten bei der Freizeitgestaltung und beim Musikgeschmack oder die Vorstellungen von Sauberkeit.

Logo WGcast

Was unterscheidet euch dabei zu anderen Gründungen im gleichen Bereich?

Wer an einem Zimmerangebot interessiert ist, erstellt sich bei uns in wenigen Minuten ein individuelles Profil und bewirbt sich damit bei der Wohngemeinschaft, die das Zimmer vergibt. Die Bewohner entscheiden dann anhand dieser “Visitenkarte”, welche Bewerber sie persönlich kennenlernen wollen. Sowohl WGs als auch Zimmer-Suchende sparen sich folglich durch unser Portal viel Zeit für Telefonate, Mails und Besichtigungstermine, die mangels Eignung und/oder Sympathie sowieso gescheitert wären.

Zudem bietet WGcast den großen Vorteil, dass man alle Interessenten in einer praktischen Übersicht hat – unsere Plattform funktioniert also gleichzeitig wie ein Bewerbungsmanager.
Von anderen Gründungen im gleichen Bereich, die zum Beispiel anhand von Fragebögen im Stil der altbekannten “Bravo-Tests” die Zimmerangebote vorfiltern, unterscheiden wir uns doch deutlich. Bei uns bestimmt kein Matchmaking-Algorithmus, wer bei wem einziehen soll, sondern alleine unsere User selbst.

Was plant ihr für die Zukunft mit wg-cast.de?

Wir wollen natürlich weiter wachsen, mehr Menschen von unserem Konzept der WG-Suche überzeugen und uns auf dem Markt der WG-Zimmer-Vermittlung etablieren.

Wir werden unser System weiterentwickeln und das ein oder andere Feature dazunehmen, wie zum Beispiel die kürzlich eingeführte Videofunktion. Auch wenn wir nun schon seit fast einem Jahr live sind, haben wir unser Potential noch lange nicht ausgeschöpft.

Dann bedanken wir uns bis hierher erst einmal für deine Zeit Felix. Möchtest du unseren Lesern zum Schluss noch etwas auf den Weg geben?

Auch ich bedanke mich für das nette Interview und euer Interesse an WGcast.

Wir freuen uns über konstruktives Feedback eurer Leser zu unserem Projekt. Ebenso sind wir immer an Austausch und Kooperationen mit anderen Gründern interessiert. Schickt uns einfach eine E-Mail: kontakt@wgcast.de

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