Plattform für kreative Erlebnisse
Was erwartet Besucher bei einer ArtNight, Aimie Carstensen?

Aimie Carstensen war acht Jahre im Corporate Bereich unterwegs und gründete nebenberuflich das Blogazine FIELFALT.

Mit David Neisinger gründete sie nun ArtNight, eine Plattform für kreative Erlebnisse. Wir haben sie zu Artnight und ihren Tipps für andere Gründer befragt.


Hallo Aimie, schön, dass du dir Zeit für ein Gespräch mit uns nimmst. Bitte stelle dich unseren Lesern vor.

Nach acht Jahren Corporate bin ich seit diesem Jahr Gründerin von ArtNight und FIELFALT.

Mit ArtNight schaffen wir eine Plattform für kreative Erlebnisse. Unsere ArtNights werden von einem lokalen Künstler angeleitet und finden als offenes Format in Bars und Restaurants statt.

FIELFALT ist ein Online-Blogazin und eine Community für Female Empowerment.

Zusammen mit deinem Mitgründer David Neisinger hast du ArtNight gegründet. Was kann ich mir darunter vorstellen?

ArtNight ist eine Plattform für kreative Erlebnisse, konkret schaffen wir eine neue Form der Abendunterhaltung.

Im Kino oder Theater kann man sich nicht unterhalten, in Bars und Restaurants fehlt aber der Entertainment-Faktor. ArtNight kombiniert beides: Entertainment und Konversation. Man kann kreativ sein, sich dabei unterhalten und Spaß haben in der besonderen Umgebung unserer Bars und Restaurants.

Auf unserer Plattform wählst Du eine ArtNight aus, buchst Dein Ticket und dann geht´s los . Alle Materialien werden gestellt, alles ist vorbereitet und unsere unterhaltsamen Künstler machen es vor und Du machst es innerhalb von 2 Stunden nach.

Am Schluss einer ArtNight nimmst Du schöne Erinnerungen, neue Kontakte und dein eigenes Kunstwerk mit nach Hause.

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Aimie Carstensen und David Neisinger

Habt ihr die Idee vor Gründung validiert und wenn ja, wie seid ihr dabei vorgegangen?

Vor Gründung haben wir einige Test-Events veranstaltet bei denen wir selbst vor Ort waren, assistiert haben und das Format detailliert und kritisch getestet haben.

Wir haben die Events unter einem anderen Namen mit „echten“ Kunden durchgeführt, um das Kundenfeedback – für uns das Wichtigste – in die Konzeption miteinfließen zu lassen.

Ein ähnliches Konzept ist außerdem in den USA sehr erfolgreich, was eine Validierung im größeren Stil für uns bedeutet, denn das ist das wohin wir wollen – ArtNight in Europa und weiteren Ländern zu etablieren.

Neben ArtNight führst du zusammen mit Kira Siefert das Blogazine FIELFALT. Was erwartet den Leser dort?

FIELFALT war ursprünglich mein persönlicher Blog, daraus wuchs dann ein Unternehmen mit einem Blogazine und einer Community für Female Empowerment.

Der Leser kann einiges erwarten: Spannende Interviews mit weiblichen Vorbildern (branchenunabhängig), viele Erfahrungsberichte und die Möglichkeit selbst seine Erfahrungen zu teilen, regelmäßige und deutschlandweite Community-Treffen, sowie eine Online-Community mit indviduellem Matching und ein Shop.

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Aimie Carstensen und Kira Siefert

Hast du für andere Gründer einen oder mehrere Tipps, die sich ebenfalls mit einem Onlinemagazin bzw. Blogazine selbstständig machen wollen?

Die Leidenschaft für das Thema muss gegeben sein und man sollte sich ein klares Ziel setzen.

Dabei sind Fragen wie: Welche monetäre Strategie soll das Onlinemagazin oder Blogazine verfolgen, besteht ein öffentliches Interesse an meinen Themen oder wie baue ich mir konkret eine Reichweite auf, sehr wichtig.

Von heute auf morgen von einem Onlinemagazin oder Blogazine zu leben halte ich für unrealistisch, das muss wachsen, teilweise auch über Jahre.

Vor deiner Zeit als Gründerin warst du lange im Corporate Bereich unterwegs.

Würdest du anderen, die ebenfalls aus dem Corporate Bereich kommen und gründen wollen, eine Teilzeitgründung empfehlen oder würdest du gleich „ins kalte Wasser“ springen und die Gründung als Vollzeitjob betreiben?

Ich war insgesamt acht Jahre, dadurch, dass ich neben dem Studium fast Vollzeit gearbeitet habe, in Corporates unterwegs. Ob man direkt „ins kalte Wasser springt“ kommt meines Erachtens auf die Geschäftsidee an.

FIELFALT habe ich nebenberuflich gegründet und aufgebaut. Bei ArtNight wäre das undenkbar gewesen.

Zusätzlich muss man sich bewusst darüber werden, welche Rolle der Corporate Job spielen soll, füllt er lediglich das Portemonnaie oder trage ich viel Verantwortung? Kann ich meine Rolle bei beidem zeitgleich ausfüllen? Ein klarer Fokus ist für den Erfolg des Corporate Jobs oder der Gründung wichtig.

Welche Bücher haben dich auf deinem Weg zur Gründerin begleitet?

The Hard Thing About Hard Things von Ben Horowitz, Die 4-Stunden Woche von Tim Ferris, Shoe Dog, die Biographie von Nike Gründer Phil Knight, und Fearless von Ariana Huffington.

Welche Tipps kannst du aus deinen eigenen Erfahrungen anderen Gründern oder gründungsinteressierten Menschen geben?

Ein Unternehmen zu gründen und erfolgreich damit zu sein ist harte Arbeit.

Man sollte klar priorisieren und fokussiert an seinen Zielen arbeiten. Ein gutes Team ist dafür entscheidend. Außerdem ist der Schritt von Corporate zu Startup nicht super einfach.

Du fängst bei null an, dem sollte man sich bewusst sein.

Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg Aimie.

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