Twitter Advertising
5 Tipps für erfolgreiche Werbung auf Twitter

TwitterAds sind seit dem Frühjahr 2015 verfügbar und bieten Werbetreibenden eine hervorragende Möglichkeit, ihre Online-Marketing Maßnahmen zu ergänzen.

Die Einrichtung einer Kampagne auf Twitter ist relativ trivial. Doch um den Erfolg dieser Werbeform zu maximieren, sind einige Kniffe nötig.

Nachfolgend findest du fünf Tipps, die den Erfolg deiner Anzeigen auf Twitter erhöhen.

1. Klare Kampagnen-Ziele definieren

Wie bei allen Online-Kampagnen ist es auch bei TwitterAds wichtig, im Vorfeld ein bestimmtes Kampagnen-Ziel zu setzen. Dies erleichtert nicht nur die Vorgehensweise, sondern später auch die Auswertung.

Twitter bietet seinen Werbekunden bei Beginn der Kampagnenerstellung gleich fünf voreingestellte Kampagnen-Ziele an.

Kampagnenziele bei Twtter Ads

Kampagnenziele bei Twtter Ads

Zusammengefasst kannst du Kampagnen anhand dreier großer Marketingziele ausrichten:

  • Conversions steigern
  • Reichweite und Markenbekanntheit erhöhen (Followerzahl erhöhen)
  • Kunden und Besucher binden (Leads und App-Downloads)

Überlege dir vor der Kampagnenerstellung genau, welche Kampagnenform am besten zu deiner Marketing-Strategie und deiner Zielgruppe passt.

Wichtig: Wenn du TwitterAds für Klicks auf deine Website und Conversions nutzen möchtest, solltest du darauf achten, dass deine Website für mobile Endgeräte optimiert ist. Denn laut Twitter-Angaben verwenden 80 Prozent aller Twitter-Nutzer den Mikroblogging-Dienst mobil.

Nachdem du deine Kampagne vorbereitet hast, kannst du dich für eine Laufzeit entscheiden. Hierbei ist eine Begrenzung auf maximal vier Tage empfehlenswert, da Twitter-Nutzer auf Aktualität bedacht sind und eine wiederkehrende Anzeige eher als störend empfunden wird.

2. Die passende Zielgruppe wählen

Twitter bietet hinsichtlich des Targetings viele verschiedene Möglichkeiten, die in einem eigenen Schritt bei der Kampagnenerstellung ausführlich erläutert werden. Dabei kannst du zwischen folgenden Optionen auswählen:

Targeting-Kriterien-bei-Twitter

Targeting Kriterien auswählen

Um zu verhindern, dass deine Anzeige zur „Bad Ad“ wird, ist die Option „Tweets herausfiltern…“ standardmäßig aktiviert. „Bad Ads“ sind Werbeanzeigen, die in einem Umfeld erscheinen, das für den Werbenden nachteilig ist, z.B. Banner für Reiseangebote neben einem Bericht über Flüchtlingscamps.

Wenn du TwitterAds jedoch zur Krisenkommunikation verwenden möchtest, um ein schlechtes Image zu verbessern, können Sie das Häkchen entfernen und Ihre Werbe-Tweets werden unabhängig von negativen Statements, die mit Ihren Keywords verbunden werden angezeigt.

Extra: Maßgeschneiderte Zielgruppe

Mit TwitterAds hast du die Möglichkeit, eine individuelle Zielgruppe für deine Kampagne zu erstellen. Hierfür wählst du in der Zielgruppenauswahl die Option „Eigene Zielgruppe erstellen“.

Targeting anhand von eigenen Listen

Targeting anhand von eigenen Listen

Die Auswahl erfolgt anhand einer Liste im csv-Format, die du auf deinen Account hochladen kannst. Zuvor kannst du bestimmen, welche Art von Daten diese Liste enthält und dies über die Auswahlmöglichkeiten mitteilen.

Du kannst beispielsweise die Daten deiner Newsletter-Abonnenten verwenden, um diese als Zielgruppe für deine TwitterAds zu definieren. Durch eine vorherige Segmentierung Ihrer Liste vor dem Upload lassen sich z.B. Stammkunden gezielt ansprechen.

Maßgeschneiderte Zielgruppen erstellen

Maßgeschneiderte Zielgruppen erstellen

Anstatt mit einer csv-Liste, können die maßgeschneiderten Zielgruppendefinitionen auch auf alle Besucher deiner Website ausgeweitet werden. Hierfür ist es erforderlich, dass du einen Retargeting-Code im Quellcode deiner Website hinterlegst.

Dazu klickst du zunächst im Abschnitt „Maßgeschneiderte Zielgruppen“ auf „Websitebesucher“. Anschließend kannst du den Trackingcode generieren, mit dem deine Besucher durch einen Cookie markiert werden.

Conversion-Tracking mit Twitter

Conversion-Tracking mit Twitter

Im nachfolgenden Menü kannst du auswählen, ob du nur Besucher, Käufer, angemeldete Besucher oder individuelle Zwecke tracken und für dein Retargeting verwenden möchtest. Nach der Auswahl und dem Klick auf „Tag speichern und Codesnippet generieren“ erhältst du den Tracking-Code, den du überall dort auf deiner Website integrieren kannst, wo du Besucher markieren möchtest.

Wenn du dich hingegen für die Option „Conversion“ entscheidest, kannst du anhand zweier Auswahlmenüs einstellen, wie lange eine Conversion einem Besucher zugeschrieben wird, der über deine TwitterAds auf deine Website gekommen ist. Dies kann vor allem dann sinnvoll sein, wenn du das Twitter-Analyse-Tool zur Auswertung verwendest.

Der Code für deine Website kann schließlich so aussehen:

<script src=“//platform.twitter.com/oct.js“ type=“text/javascript“>
<script type=“text/javascript“>twttr.conversion.trackPid(‚l6lhk‘, { tw_sale_amount: 0, tw_order_quantity: 0 });
<noscript>
<img height=“1″ width=“1″ style=“display:none;“ alt=““ src=“https://analytics.twitter.com/i/adsct?txn_id=l6lhk&p_id=Twitter&tw_sale_amount=0&tw_order_quantity=0″ />
<img height=“1″ width=“1″ style=“display:none;“ alt=““ src=“//t.co/i/adsct?txn_id=l6lhk&p_id=Twitter&tw_sale_amount=0&tw_order_quantity=0″ />
</noscript>

Wichtig: Wenn du mit Twitter-Remarketing arbeitest, solltest du unbedingt deine Datenschutzrichtlinien anpassen. Welche Richtlinien Twitter selbst für das Verwenden maßgeschneiderter Anzeigen vorgibt, siehst du hier.

Ein großer Vorteil von maßgeschneiderten Zielgruppen besteht darin, dass diese mit herkömmlichen Targeting-Kriterien kombiniert werden können. Dein Targeting kann dadurch noch präziser werden.

Deine maßgeschneiderten Zielgruppendefinitionen kannst du übrigens auch als Ausschlusskriterium nutzen. Auf diese Weise kannst du z.B. deine Stammkunden von der Bewerbung ausschließen und verhindern, dass sie von deinen Werbeanzeigen gestört werden.

Ausschluss von Zielgruppen bei Twitter

Ausschluss von Zielgruppen

3. Creatives erstellen

TwitterAds bestehen wie reguläre Tweets entweder aus Text (max. 140 Zeichen) oder aus einer Kombination von Text und Bild (sogenannten Twitter Cards).

Empfehlenswert ist es, eine Anzeige in beiden Varianten zu erstellen, um diese später gegeneinander zu testen und herauszufinden, welche Text-Anzeige am besten ankommt.

Aufgrund der Zeichenbeschränkung solltest du die Textanzeige so wirkungsvoll wie möglich gestalten. Bewährt hat sich hierfür die Dreiteilung des Tweets:

  • Was?
  • Warum?
  • Aufforderung (Call-to-Action)

Den Text kannst du direkt im Werbekonto anlegen.

Erstellen von Textanzeigen bei Twitter

Erstellen von Textanzeigen mit oder ohne Bild

Beispiel: Turnschuhe von Nike gibt es jetzt zum halben Preis beim Schuhladen. Jetzt profitieren und shoppen gehen!

Turnschuhe von Nike: Was?

gibt es jetzt zum halben Preis beim Schuhladen: Warum?

Jetzt profitieren und shoppen gehen!: Aufforderung

Beachte beim Anlegen der Textanzeige, dass auch die angezeigte URL zu den 140 Zeichen zählt. Es empfiehlt sich daher, die Ziel-URL immer mit Hilfe eines URL-Shorteners zu kürzen. Mit dem Klick auf den Button „Vorschau“ erhältst du eine Voransicht des Werbetweets.

4. Auffallen mit Twitter Cards

Mit Hilfe von Twitter Cards hast du die Möglichkeit deine Werbeanzeigen noch auffälliger zu zu gestalten. Dabei handelt es sich um eine Grafik mit Text, die angezeigt wird, wenn deine URL in einem Tweet verwendet wird.

In Kombination mit TwitterAds sind die Cards ein wichtiger visueller Effekt, der deine Anzeige auffallen lässt. Sobald du die Card angelegt hast, kannst du diese als Visual für deine Werbeanzeigen verwenden.

Für eine Twitter Card kannst du einen maximal 70 Zeichen langen Titel vergeben und eine Bildgrafik in der Größe 800 x 320 Pixel hochladen. Um deine Zielgruppe zum Handeln zu bewegen, lässt sich jede Twitter Card mit einem “Call-to-Action-Button” kombinieren.

So nutzt du die Vorteile von Twitter Cards optimal:

  • Wähle hochwertige Grafiken, die einen Mehrwert haben, z.B. Statistiken, Infografiken.
  • Individualisiere deine Twitter Cards und richte diese auch für Unterseiten ein, deren URLs mit hoher Wahrscheinlichkeit getwittert werden.
  • Vermeide allzu werbesprachliche Elemente in Ihrem Text. Formuliere stattdessen so natürlich wie möglich.

Damit die Twitter Card angezeigt werden kann, musst du eine Ergänzung im Quellcode deiner Website vornehmen und entsprechende Tags einfügen.

Hier ist exemplarisch der Code aufgeführt, wie ihn OnPage.org für seine Twitter Card verwendet:

<meta name=“twitter:title“ content=“OnPage.org: Dein Tool für die nachhaltig erfolgreiche Website-Optimierung“/>

<meta name=“twitter:description“ content=“Die Analyse-Software für technisches SEO liefert umfangreiche Fehlerdiagnose Deiner Seite. Über 160 verschiedene OnPage-Tools helfen Dir Deine Webseite nachhaltig zu optimieren. Informiere Dich jetzt oder nimm Kontakt zu uns auf!“/>

<meta name=“twitter:card“ content=“summary_large_image“ />
<meta name=“twitter:site“ content=“@OnPage_orgDE“/>

<meta name=“twitter:image:src“ content=“https://static3.onpage.org/_themes/default/images/twitter-card.de.png?v=1430374766″/>

Beispiel Twitter Card

Beispiel Twitter Card von OnPage.org

Um zu testen, wie deine Twitter Card live aussieht, kannst du den Twitter Card Validator unter cards-dev.twitter.com/validator verwenden.

5. Erfolg steigern mit Analyse und Monitoring

Da Twitter ein sehr schnelllebiges Medium ist, bei dem es sehr stark auf Aktualität ankommt, solltest du deine TwitterAds unbedingt täglich analysieren. Twitter liefert unter analytics.twitter.com bereits ein sehr gut strukturiertes Tool, das dir bei der Auswertung der Kampagnen hilft.

Überprüfe daher regelmäßig, welche Ad keine Interaktion gebracht hat: Dann solltest du die Anzeige pausieren und einen neuen Text oder ein ansprechenderes Bild testen, um das Interesse der Nutzer zu wecken.

Du stellst fest, dass zwar viele Besucher über die TwitterAds auf deine Website kommen, diese jedoch schnell abspringen: In diesem Fall kann es sein, dass die Inhalte auf deiner Website nicht den Erwartungen der User entsprechen. Passe ggf. die Anzeige so an, dass sie noch besser auf die zu erwartenden Inhalte eingeht oder überprüfe, ob die Absprungrate auch bei anderen Quellen so hoch ist und nimm dann Anpassungen an Ihrem Website-Content vor.

Du bemerkst, dass die Conversions bei bestimmten Geräten höher sind: Versuche, eine eigene Kampagne nur für diesen Gerätetyp zu erstellen und teste somit, ob du die Conversions nochmals steigern kannst und dadurch dein Budget optimieren kannst.

Beachte bei allen Anpassungen, dass bestehende Anzeigen nicht mehr nachträglich modifiziert werden können.

Fazit

TwitterAds bieten eine gute Möglichkeit, um unterschiedliche Online-Marketing-Ziele zu verfolgen oder bestehende Kampagnen mit Social Media zu unterstützen.

Wer dabei die vorgeschlagenen Tipps anwendet, Zielgruppe und das Kampagnenziel klar definiert, abwechslungsreiche und ansprechende Inhalte veröffentlicht, hat gute Chancen, Reichweite oder Conversions mit Hilfe geringer CPC-Preise zu erzielen.

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