Liebe Gründer und jungen Unternehmer,
wenn ich gesehen werden will, muss ich auffallen. Ich muss mich auf ungewöhnliche Weise präsentieren und meine Zielgruppe genau da ankitzeln, wo die meisten Kaufentscheidungen fallen: Auf der emotionalen Ebene.
Das erreiche ich am ehesten, wenn ich eine Geschichte erzähle. Eine Geschichte über mich, mein Unternehmen, meine Produkte und Dienstleistungen. In diese Geschichte kann ich die Sachinformationen, die ich meinen Kunden mitteilen will, wie nebenbei einweben. Über das Erzählen gebe ich den Zahlen, Daten und Fakten einen Unterhaltungswert und erreiche dadurch mehr Menschen. Und da ich im Kopf meiner potentiellen Kunden auf diese Weise außerdem einen „emotionalen Haken“ setze, bleibe ich ihnen mit meiner Botschaft länger im Gedächtnis.
Solche Geschichten kann ich in Form persönlicher Anekdoten erzählen, die ich beispielsweise in mein XING-Profil oder den Über-mich-Text auf meiner Homepage einfließen lasse – Anekdoten, die verdeutlichen, was mich und meine Angebote ausmacht und von anderen unterscheidet. Ich bringe also in erzählerischer und damit spielerischer Weise mein Alleinstellungsmerkmal auf den Punkt. Und daran wird sich der Besucher meiner Seiten erinnern.
Diese Form des Marketing – Storytelling genannt – wird für die Positionierung im Social Web immer wichtiger. Am effektivsten lässt sich Storytelling auf einem Blog einsetzen. Denn Blogs leben nun mal von gutem Content. Und ich kann dort Text, Bild und Ton einsetzen: Einen Text kann ich mit einer Foto-Story kombinieren, diese Foto-Story kann ich mit Ton unterlegen. Oder ich setze im Wechsel Text, Podcasts und Videos ein, um ein Maximum an Abwechslung zu bieten. Das hat den Vorteil, dass ich sowohl Kunden erreiche, die im Netz lieber lesen, als auch solche, die lieber zuhören oder Videos schauen.
Darüber hinaus kann ich mir für dieses Storytelling eine Dramaturgie überlegen, eine Strategie also. Dabei gibt es Folgendes zu bedenken:
- Was sollen meine Kunden über mich und meine Angebote erfahren?
- Welches Medium setze ich dafür ein: Text, Podcast, Fotos, Video?
- Wie will ich „rüberkommen“: Seriös, kompetent, witzig, ehrlich, innovativ etc? Wie erreiche ich am ehesten meine Zielgruppe?
- Davon hängt ab, welchen Tonfall ich anschlage: Eher sachlich, eher persönlich, emotional oder frech und herausfordernd?
- Wenn ich das alles entschieden habe, kommt die Frage: Womit fange ich an? Da kann ich vorgehen wie ein Filmregisseur oder Buchautor, der sich überlegt: Wie lasse ich meine Geschichte beginnen? Wie ist sie am spannendsten für die Leser/ Hörer/ Zuschauer? Wann verrate ich ihnen welche Informationen und welche halte ich noch ein bisschen zurück, damit ich am Ende eine umso stärkere Pointe setzen kann?
- Das wichtigste dabei: Egal wie sie vorgehen – bleiben Sie authentisch! Denn damit können Sie Ihre Kunden überzeugen.
Haben Sie den Mut, ungewöhnlich zu sein! 0815-Strategen gibt es wie Sand am Meer. Es sind die eigenwilligen Menschen, die neugierig machen. Über die die Leute mehr wissen wollen. Die in den Köpfen hängen bleiben. Überraschen Sie Ihre Kunden – sie werden es Ihnen danken!
Viel Selbstbewusstsein und Erfolg wünscht Ihnen
Carsten Brinzing
www.portrait-schreiber.de
