Facebook Reichweite
So erstellst du wirklich klickstarke Facebook-Posts

Es gibt Bereiche in denen hat Facebook den Branchenriesen Google als Trafficlieferant Nummer eins schon lange abgelöst. Einige Unternehmen haben es eben besser verstanden, als Andere, User über die soziale Plattform zu akquirieren.

In diesem Artikel geht es in erster Linie um organische Facebook-Posts, man kann die Tipps jedoch in fast allen Fällen auch auf Facebook-Ads anwenden. Damit ist es möglich, nachhaltig mehr Besucher über Facebook zu gewinnen und den Traffic etwas mehr zu diversifizieren.

Um die Ansätze der Optimierung zu verstehen, solltest du vorher jedoch ein Grundverständnis für die Auslieferung der Facebook-Posts haben.

Wenn du einen Post veröffentlichst, sehen erst einige wenige Personen den Beitrag in ihrem Newsfeed. Facebook wertet dort sehr genau die Interaktionen (Klicks, Likes, Shares und Kommentare) der User mit dem Beitrag aus. Sofern mit dem Beitrag überdurchschnittlich hoch interagiert wird, bekommt er seitens Facebook auch mehr organische Reichweite.

Die Annahme ist: Wenn die Interaktion mit einem Beitrag hoch ist, muss er relevant sein. Schlechte Beiträge können durchaus nur fünf Prozent der Fans erreichen, wohingegen gute Beiträge auf gut gepflegten Seiten gern auch 40-50 Prozent der User erreichen können. Durch Viralität sind auch über 100 Prozent möglich, dafür muss der Fanaufbau jedoch sehr sauber erfolgt und der Beitrag wirklich hochrelevant für die Zielgruppe sein.

Ich selbst erlebe es häufig auf eigenen Fanpages, dass die Reichweite zwischen zehn und 30 Prozent schwankt und das macht enorm viel aus. Wie man diesen Wert positiv beeinflussen kann, erläutere ich im Folgenden:

Optimierung des Vorschaubildes

Ein gutes Vorschaubild ist enorm wichtig, da es den Großteil des Posts einnimmt und tatsächlich über Erfolg oder Misserfolg entscheiden kann. Es gibt hier drei Faktoren die wichtig sind:

1. Bildgröße
2. Motivwahl
3. Farbwahl

1. Bildgröße

Die Motiverstellung fängt mit der richtigen Bildgröße an: 1200 × 628 Pixel ist zumindest aktuell das ideale Format (Verhältnis 1,91:1).

Wer ein deutlich kleineres Bild nutzt, riskiert eine unvorteilhafte Darstellung, die weniger Interaktionen zur Folge hat. Wer ein falsches Format wählt, dessen Bilder sind beschnitten und haben mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls eine geringere Reichweite zur Folge.

2. Motivwahl

Emotionale Bilder haben die größte Wirkung. Wirklich gut funktionieren Menschen in der Nahaufnahme. Wenn es sinnvoll ist, dann solltest du Frauen, statt Männer nutzen, denn sie erzeugen eine deutlich höhere Klickrate.

Auf typische Stockimages solltest du möglichst verzichten, denn sie wirken absolut nicht authentisch, nicht individuell und ziehen die Menschen weniger an.

3. Farbwahl

Es gibt zwei Möglichkeiten, mit Farben zu experimentieren: Entweder du legst einen farbigen Rahmen um das Bild, oder nutzt für große Flächen im Hintergrund diese Farbe.

Es eignen sich laut Adobe Infografik vor allem Lila und Gelb – meiner Erfahrung nach kannst auch mit einem knalligen Rot experimentieren.

Vermeiden solltest du Grau und Blau, denn dabei handelt es sich um die Facebook-Farben. Bilder in diesen Farbtönen neigen dazu, unterzugehen.

Der Vorteil von organischen Posts gegenüber Anzeigen ist, dass du bei Facebook nicht auf die 20 Prozent Regel achten musst (maximal 20 Prozent Text darf im Bild vorhanden sein).

Sofern du den Post jedoch mit einem Werbebudget verlängerst und nicht separat im Werbeanzeigenmanager oder Powereditor anlegen willst, solltest du von Anfang an auf maximal 20 Prozent Textanteil achten.

Optimierung der Texte

Wenn du einen Link mit Linkvorschau veröffentlichen möchtest (Standard-Format), gibt es drei Stellen, an denen du Einfluss auf den Text nehmen kannst:

1. Text oberhalb der Linkvorschau
2. Headline unter dem Bild
3. Beschreibungstext

1. Text oberhalb des Posts

Über die Linkvorschau kannst du einen theoretisch unbegrenzt langen Text posten.

Hier eignet sich ein kurzer Teaser, der den Inhalt anreißt, ohne zu viel vorweg zu nehmen. Ein kurzer Satz reicht hier aus.

Du kannst auch mit Emojis experimentieren, die für mehr Aufmerksamkeit sorgen.

2. Headline unter dem Bild

Die Headline sollte möglichst kurz und knackig sein. Da die Headline im Textbereich am meisten ins Auge stößt, ist sie von den drei Texten gleichzeitig am wichtigsten.

Klickbaiting kann hier durchaus genutzt werden, allerdings solltest du auch halten was du versprichst – anderenfalls ist diese Strategie nicht nachhaltig und die Nutzer werden irgendwann weniger klicken, was mit Reichweitenverlust bestraft werden kann.

Zum Entwickeln klickstarker Headlines gibt es einen spannenden Artikel auf Medium.com.

3. Beschreibungstext

Dieser Text wird nur auf dem Desktop angezeigt, bei mobilen Endgeräten erscheint er nicht. Deshalb sollte er keine Infos enthalten, die wichtig sind, um den Post zu verstehen.

Ein kurzer Call-to-action wie „Jetzt informieren!“ oder „Jetzt den ganzen Artikel lesen“ eignet sich hierfür.

Sollte man als Text, Bild, Album, Video oder Linkvorschau posten?

Die Post-Optimierung bezog sich auf das Standard-Format „Linkvorschau“, bei der ein Link mit Vorschaubild veröffentlicht wird.

Es gibt jedoch noch zahlreiche weitere Post-Formate. Du kannst durchaus damit experimentieren und ein oder mehrere Bilder mit einer Headline und Link dazu posten.

Ich habe in den letzten Jahren einige Seiten gesehen, bei denen funktionieren Linkposts besser und bei anderen sind es die Bilderposts mit Link. Es gibt hier einfach keine allgemeingültige Lösung – im Zweifel alles regelmäßig ausprobieren und testen.

Spannend sind auch Videos mit einem Link über dem Videopost. Da Facebook Videos im Newsfeed eine höhere Reichweite einräumt, kann es auch sinnvoll sein, damit zu experimentieren.

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2 Kommentare

  1. Sigrid

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